Wie ein Vormann eine Klassenfahrt „rettet“

Seit 65 Jahren sind die DGzRS-Station Wilhelmshaven und der Petershagener Ortsteil Windheim auf besondere Weise miteinander verbunden. Wie lebendig diese Verbindung bis heute ist, hat kürzlich ein Klassentreffen gezeigt.

Großer Naturstein auf einer Wiese mit einer rechteckigen Metalltafel. Die Tafel trägt die Inschrift: „Seit 1960 Patenschaft Windheim – DGzRS Wilhelmshaven – 1997 pflanzten Rettungsmänner diese Kastanie.“ Der Stein dient als Gedenkstein und liegt auf grünem Gras, die Tafel ist leicht schräg befestigt.

Seit 1960 besteht eine enge Verbindung zwischen Windheim und der DGzRS-Station Wilhelmshaven – auch ehemalige Schülerinnen und Schüler der Hans-Lüken-Hauptschule füllen sie bis heute mit Leben.

Foto: Privat

„In dankbarer Erinnerung an Vormann Artur Steffens und seine Crew spenden wir unseren Überschuss an die Seenotretter“, schrieb Harald Reuter aus Minden Mitte November an die DGzRS. Beim Ehemaligen-Treffen der Klassen 9a und 9b der Hans-Lüken-Hauptschule im westfälischen Windheim waren im September 220 Euro übriggeblieben. Mit dem Geld unterstützten sie 44 Jahre nach ihrer Verabschiedung jetzt die DGzRS. 

Bei dem Wiedersehen im „Dat Ilser Hus“ in Petershagen erinnerten sich die ehemaligen Schülerinnen und Schüler auch an ein außergewöhnliches Erlebnis: Anfang der 1980er-Jahre „rettete“ Vormann Artur Steffens ihre Klassenfahrt. Diese stand zunächst unter keinem guten Stern. Die Unterkunft auf Langeoog war spartanisch, das Essen knapp und die Tage waren verregnet. 

Da schlug der damalige Klassenlehrer Siegfried Suppelt vor, die Abreise einen Tag vorzuverlegen und einen Zwischenstopp auf der Station Wilhelmshaven zu machen. Artur Steffens sagte sofort zu: „Da kommt man her!” Es folgte ein eindrucksvoller Besuch mit einem ausführlichen Rundgang über den Seenotrettungskreuzer EISWETTE und spannenden Einblicken in die Arbeit der Crew. In den nächsten Wochen gab es für die Jugendlichen nur noch ein Thema: die Seenotretter. Alle trüben Eindrücke der Tage zuvor waren vergessen – dank der Besatzung der EISWETTE. 

Die Verbindung zwischen Windheim und der DGzRS-Station Wilhelmshaven besteht bereits seit 1960. 1971 wurde die Volksschule in „Hans-Lüken-Schule“ umbenannt, daraus ging die Hauptschule hervor, und später übernahm die dortige Grundschule den Namen des seinerzeit in Wilhelmshaven stationierten Seenotrettungskreuzers.

Sie wollen die Seenotretter auch unterstützen?

Dann spenden Sie online oder per Überweisung auf unser Spendenkonto: Sparkasse Bremen, BIC: SBREDE22, IBAN: DE36 2905 0101 0001 0720 16.

AKTUELLE DANKMELDUNGEN

Drei Seenotretter in roter Dienstkleidung stehen an Deck ihres Seenotrettungskreuzers. Zwischen ihnen eine Person mit einem symbolischen Spendenscheck in den Händen, den sie in die Kamera hält. Im Hintergrund ist verschneites Ufer zu sehen.. Zur Seite: Seit 20 Jahren an Bord: Sigavest unterstützt die Seenotretter erneut

Großzügiger Spendenscheck zeugt von tiefer Verbundenheit und Engagement.

Zwei Personen stehen nebeneinander in einem Gartenpavillon, bekleidet mit Weihnachtspullovern. Vor ihnen befindet sich ein Tisch mit Küchenutensilien, wie eine blaue Schüssel, eine Flasche Speiseöl und Schöpfkellen zur Zubereitung von Reibekuchen.. Zur Seite: Brutzeln für die Seenotretter

Reibekuchen satt plus Sammeln für den guten Zweck im nordrhein-westfälischen Witten.

Drei Seenotretter in roter Dienstkleidung sowie unter ihnen eine Dame stehen an Deck des Seenotrettungskreuzers „Hermann Rudolf Meyer“, dessen Name sowie das Logo der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zu sehen sind. Sie hält gemeinsam mit dem links neben ihr stehenden Seenotretter einen symbolischen Spendenscheck in die Kamera.   . Zur Seite: Windparkbetreiber ein verlässlicher Partner an Land

WindMW Service GmbH unterstützt Seenotretter als fester Förderer mit regelmäßiger Jahresspende.

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

Das Seenotretter-Logbuch

Unsere Informationen kommen per Funk.
Ihre mit einem Newsletter.

Wir informieren Sie monatlich über Neuigkeiten aus unserer Arbeit. Dazu zählen Einsatzberichte, Veranstaltungstermine und Geschichten aus dem Bordalltag.