Gewinner spendet Preisgeld an die Seenotretter

Der Rotary Club Bückeburg hat im Februar zum zweiten Mal seinen regionalen Handwerkspreis verliehen. Ausgezeichnet wurde Christian Dietrich. Die Hälfte des Preisgelds in Höhe von 1.000 Euro reichte der Bootsbauer an die DGzRS weiter.

Eine Gruppe von sechs Personen steht in einer Bootswerft nebeneinander. Links ist ein Mensch in blauer Arbeitskleidung zu sehen, rechts daneben fünf Personen in Alltagskleidung. Im Hintergrund stehen große, glänzend lackierte Holzteile eines Boots, sowie Werkbänke und Werkstattausrüstung. Alle Personen blicken in die Kamera.

Jurymitglieder Johannes Dieckmann (2. v. l.), Sascha Wagener (3. v. r.), Sigmund Graf Adelmann (2. v. r.) und Dieter Kölling (r.) besuchen gemeinsam mit der Präsidentin des Rotary Clubs Bückeburg, Dr. Lu Seegers, den Preisträger Christian Dietrich (l.) in seiner Bootswerft. 

Foto: Rotary Club Bückeburg

„Die Seenotretter begeben sich häufig selbst in Lebensgefahr, um Menschen aus Seenot zu retten. Das habe ich selbst schon erfahren“, begründet Christian Dietrich seinen Entschluss. Einmal war der erfahrene Segler gemeinsam mit einem Freund im Seegatt „Accumer Ee“ zwischen Baltrum und Langeoog in Bedrängnis geraten: Nach Maschinenausfall und bei Flaute trieben sie manövrierunfähig in der starken Tideströmung. Die freiwilligen Seenotretter der Station Langeoog schleppten sie in den Hafen der ostfriesischen Insel. 

Wesentlich dramatischer war eine Situation in den 1970er-Jahren vor der polnischen Küste: Nachdem sein Segelboot Leck geschlagen war, drohte es zu sinken. Glücklicherweise waren die polnischen Seenotretter rechtzeitig vor Ort und brachten Dietrich in Sicherheit. Allein schon wegen dieser beiden Erlebnisse stand für den langjährigen Förderer der DGzRS schnell fest, die Hälfte seines Preisgeldes an die DGzRS weiterzugeben. „Das ist ganz im Sinne unseres Clubs“, freute sich Rotary-Präsidentin Dr. Lu Seegers. 

Mit seinem alle zwei Jahre vergebenen Handwerkspreis möchte der Rotary Club Bückeburg traditionelle Gewerke in der niedersächsischen Region Schaumburg-Lippe stärken. Dieses Mal hatte sich die Jury für Christian Dietrich entschieden: „Wir ehren heute einen Mann, der seit Jahrzehnten Holz ein zweites Leben schenkt. Einen Mann, der aus Brettern Träume formt“, würdigte Emke Hillrichs den Inhaber der Steinhuder Bootswerft Bopp & Dietrich bei der Preisverleihung am 12. Februar. Der Chefredakteur des Segler-Magazins „Sailaway“ verriet zudem, dass Freunde Dietrich liebevoll „Holzwurm“ nennen – ein Spitzname, den dieser sich mit seiner jahrzehntelangen Hingabe in der Werkstatt verdient habe. 

Christian Dietrich, geboren in Leipzig und aufgewachsen in Aurich, absolvierte seine Ausbildung zum Bootsbauer bei der Steinhuder Werft Linnekuhl. Nach seiner Gesellenprüfung baute der Handwerker gemeinsam mit Freunden eine hochseetaugliche Yacht. Mit dieser segelte er über den Atlantik, um in der Karibik ein „Segler-Sabbatical“ zu verbringen. Seit der Gründung seiner eigenen Werft im Jahr 1985 hat sich der Preisträger auf den Bau hochwertiger Segel- und Regattaboote spezialisiert.

Eine Person steht in einer Werkstatt an einem halb fertiggebauten Holzboot. Umgebend sind zahlreiche Werkzeuge, Maschinen und Holzmaterialien. Der Raum ist gut beleuchtet, und im Hintergrund liegen weitere Bootsteile und Werkstatteinrichtungen.
Christian Dietrich an einem seiner Lieblingsorte: seiner Bootswerft | Foto: Jens Bultmann

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AKTUELLE DANKMELDUNGEN

Sieben Personen stehen auf dem Deck eines weiß-orangefarbenen Seenotrettungskreuzers der Dgzrs im Hafen von Büsum. Im Vordergrund liegen mehrere große orangefarbene Fender. Hinter der Gruppe sind das Steuerhaus des Schiffes, Hafenanlagen und weitere Boote zu sehen. Der Himmel ist bewölkt, die Szene spielt direkt am Wasser.. Zur Seite: Mit dem Motorrad zum Gottesdienst

Motorradfahren ist für viele mehr als nur ein Hobby: Der Glaube fährt ebenfalls mit. Deshalb gehörte 2026 erneut ein Gottesdienst zum Motorradkorso im schleswig-holsteinischen Marne – genauso wie das Engagement für einen guten Zweck. Der Erlös der Veranstaltung ging in diesem Jahr an die Seenotretter.

Bei einer Open-Air-Kinoveranstaltung stehen vier Personen vor einer großen Leinwand. Zwei Personen in roten Rettungsdienstjacken halten einen symbolischen Spendenscheck, während eine weitere Person mit einem Mikrofon spricht. Im Vordergrund sitzen Besucherinnen und Besucher auf Stühlen und verfolgen die Übergabe. Auf der Leinwand ist ein Küstenmotiv mit Leuchtturm sowie der Schriftzug zum Amrumer Inselkino zu sehen.. Zur Seite: Viele kleine Beiträge, große Hilfe für die Seenotretter

Kinobetreiber Ralf Thomsen unterstützt die Seenotretter bereits seit einigen Jahren: Wer eine Eintrittskarte für die Kinofilme „Luv & Lee“ und „Nordlicht“ kauft, spendet gleichzeitig 50 Cent an die DGzRS.

Vier Personen und ein Bärenmaskottchen stehen vor dem Steuerhaus eines rot-weißen Seenotrettungskreuzerso und halten gemeinsam einen symbolischen Spendenscheck über 10.300 Euro. Der Scheck ist an die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (Dgzrs) ausgestellt und auf den 17.08.2026 datiert. Zwei der Personen tragen rote Einsatzkleidung, eine Person ein weißes Polohemd mit Firmenlogo, eine weitere ein weißes T-Shirt und rote Arbeitshose. Rechts neben der Gruppe steht ein Bärenmaskottchen in blau-weiß gestreiftem Matrosenshirt und Kapitänsmütze. Im Hintergrund sind Hafenanlagen und Gebäude zu sehen.. Zur Seite: Seenotrettungskreuzer zum Anbeißen

Der Süßwaren-Filialist „Ideen aus Fruchtgummi“ vertreibt seit 2024 fruchtige Kreuzer zum Naschen. Mit dem Verkauf unterstützt das Unternehmen die Seenotretter.

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

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