Manchmal taucht im Kegel eines Suchscheinwerfers plötzlich der gesuchte Mensch auf. Er treibt auf einem Wellenkamm, winkt verzweifelt. Das Licht folgt ihm, bis die Seenotretter ihn an Bord holen. Auch an Land kann Licht den Rettungsleuten helfen: so wie die rund 130.000 Leuchtpunkte im bayerischen Wiedenzhausen. Mit ihnen sammelt Familie Gerlach Spenden für die DGzRS.
Stefan Gerlach kümmert sich als IT-Spezialist und Fotograf um die Technik. Claudia Präger-Gerlach dekoriert schon immer leidenschaftlich gern, sie arbeitet seit 35 Jahren in der Gastro- und Eventbranche.
Fotos: Privat
Zwei riesige Weihnachtskugeln schmücken das Garagendach, im Garten „bewachen“ zwei Rentiere einen stilisierten Weihnachtsbaum, hinter einem Lichterbogen sitzt ein Teddybär, und zwei 3,70 Meter hohe Rentiere rahmen einen großen Stern ein. Überall leuchtet, funkelt und glitzert es, weihnachtliche Klänge untermalen die Szenerie. Claudia Präger-Gerlach und Stefan Gerlach haben Haus, Garage und Garten in dem kleinen Kirchdorf nordwestlich von München erneut in ein strahlendes Winterwunderland verwandelt.
Über die Jahre ist ihr aufwendig dekoriertes Grundstück zu einem beliebten Ausflugsziel gerade für Familien aus der Region geworden: An Wochenenden kommen schon mal mehrere Hundert Menschen vorbei. „Es ist unser Beitrag zu einer warmherzigen, stimmungsvollen Adventszeit“, sagt Claudia Präger-Gerlach. Von Ende November bis Mitte Januar ist alles täglich von der Dämmerung bis etwa 22.30 Uhr beleuchtet. Jeder ist willkommen, Fotografieren ausdrücklich erlaubt. Der große Zuspruch, jedes Lächeln und jedes Staunen freuen das Ehepaar.
Zu ihrem beleuchteten Weihnachtshaus – hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2023 – wurde das Paar auf USA-Reisen inspiriert. Kitsch gibt es bei ihnen allerdings nicht: Alles strahlt ausschließlich in Gold, Silber, Bernstein und Warmweiß.
Bevor das Lichtermeer jedoch erstrahlen kann, stecken die beiden viel Arbeit hinein: In rund sieben Tagen verlegen sie fast einen Kilometer Kabel, stellen mehr als 50 beleuchtete Figuren inklusive mehrerer dreieinhalb Meter hoher Skulpturen auf und verbinden etwa 300 Steckverbindungen. Das alles macht ihnen riesigen Spaß: „Das Weihnachtshaus ist unser Herzensprojekt“, sagt Stefan Gerlach. „Wir möchten Menschen Freude schenken – und gleichzeitig Gutes tun.“ Darum bittet das Paar auch um Spenden für das Tierheim Dachau und die Seenotretter.
„Wir sind sehr oft auf dem Wasser – als Kreuzfahrer, Segler, Surfer und Schwimmer“, begründet Claudia Präger-Gerlach ihr Engagement für die DGzRS. Als Süddeutsche habe sie die Organisation auf ihren beruflichen Reisen in den Norden kennengelernt. In Hamburg, Bremen und Oldenburg sehe sie häufig die Sammelschiffchen. Am Zaun ihres Grundstückes hängt eine eigene Spendenbox. Seit 2023 sind darin allein 3.250 Euro für die Seenotretter gelandet.
Sie wollen die Seenotretter auch unterstützen?
Dann spenden Sie online oder per Überweisung auf unser Spendenkonto: Sparkasse Bremen, BIC: SBREDE22, IBAN: DE36 2905 0101 0001 0720 16.