Als Max Magura (M.) vor fast zwölf Jahren eine Abenteuer-Reise nach Nordeuropa plant, entschließen sich seine Eltern Sigrid Strauss-Magura und Peter Magura etwas später, die Seenotretter regelmäßig zu unterstützen.
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Ende 2014 fasst Max Magura einen mutigen Plan: Zu Fuß soll es ab März des folgenden Jahres zum Nordkap gehen und weiter ins nordfinnische Rovaniemi. Von dort will der damals 26-jährige Bremer mit dem Seekajak vor allem über die Ostsee zurück in seine Heimatstadt paddeln. Sechs Monate oft allein in der Natur, meist abseits von Touristenströmen. Eine Abenteuerreise mit Risiken, gerade auf der offenen See: Für ein kleines Boot wie seines können Wind, Wellen und Strömung schnell zu einer ernsten Gefahr werden.
Seine Mutter ist hin- und hergerissen. „Ich habe mir sehr große Sorgen gemacht“, sagt sie heute. Doch damals möchte sie ihren Sohn nicht zurückhalten, ihm seinen Traum nicht ausreden. Die Bremerin sucht nach einem Anker, der ihr Halt gibt. Diesen findet sie beinahe direkt vor ihrer Haustür: in der DGzRS. Gemeinsam mit ihrem Mann Peter Magura lebt sie nahe der Zentrale am Oberländer Hafen. „Für uns war es sehr beruhigend, dass die Seenotretter da sind“, erinnert sich die 68-Jährige. Das Ehepaar wird zu regelmäßigen Spendern.
„Eine gute Sache“
Das Engagement lässt die beiden ruhiger schlafen und vermittelt ihnen ein Gefühl von Sicherheit. Vor allem Sigrid Strauss-Magura sagt sich: „Jetzt wird nichts passieren.“ Sie fühlt ihren Sohn gut beschützt. Und tatsächlich: Max Magura übersteht auf seiner Reise alle brenzligen Situationen. Denn nicht immer verläuft alles nach Plan: Erst muss der Abenteurer aufgrund von Fußproblemen in Dänemark aufs Fahrrad umsteigen. Von dort geht es über Schweden und Norwegen mit einem Abstecher zu den Lofoten erst zum Nordkap, dann weiter nach Rovaniemi. In der finnischen Stadt tauscht er Fahrrad gegen Seekajak. Mit diesem soll es über die Ostsee nach Deutschland gehen.
Doch gleich bei seiner ersten Fahrt wird der 26-Jährige mit seinem kleinen Boot auf die offene See hinausgetrieben. Angst steigt auf. Mit letzter Kraft gelingt es ihm, doch noch das rettende Ufer zu erreichen. Das Erlebnis lässt ihn vorsichtiger werden. Max Magura ändert seine Route: Statt entlang der Küste bis ins südschwedische Malmö zu fahren, nutzt er sichere Wasserwege im schwedischen Binnenland wie den Göta-Kanal, um nach Göteborg zu gelangen. Mit der Fähre reist er weiter nach Kiel, schließlich über den Nord-Ostsee-Kanal, Elbe, weitere Kanäle und Geeste zur Weser.
Als Max Magura nach sechs Monaten am Weserstrand in Bremens Innenstadt ankommt, ist er voller prägender Eindrücke – und seine Eltern sind sehr erleichtert. Die Unterstützung der DGzRS bleibt bestehen: Sigrid Strauss-Magura und Peter Magura spenden bis heute monatlich einen kleinen Betrag. „Es ist einfach eine gute Sache. Die Seenotretter riskieren ihr Leben, um das anderer zu retten“, sagt die 68-Jährige.
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