„Leher Pünte“ feiert 25-jährige Wiederinbetriebnahme – 1.500 Euro für die Seenotretter

Die historische, handgezogene Wagenfähre „Lehr Pünte“ entstand 1899. Nach jahrzehntelanger Pause haben die „Püntker“ sie 2001 wieder zum Leben erweckt. Heute ist sie ein Tourismus-Magnet für Radfahrer und Wanderer im Emsland und im angrenzenden Ostfriesland.

Fünf Personen stehen an Bord einer kleinen Fähre an einem Fluss und halten gemeinsam einen großen symbolischen Scheck. Im Vordergrund hängt ein orangefarbener Rettungsring mit der Aufschrift „Leher Pünte – 25 Jahre“. Hinter der Gruppe ist eine deutsche Flagge zu sehen. Im Hintergrund erstrecken sich grünes Ufer, Bäume und ein leicht bewölkter Himmel.

Die DGzRS-Ehrenamtlichen Karl-Heinz Willmann (v. l.) und Michael Hockmann nehmen vom Pünte-Vorsitzenden Johannes Hegemann sowie den Vereinsmitgliedern Hermann Terfehr und Marianne Buss-Terfehr einen symbolischen Spendenscheck entgegen.

Foto: Anna Heithmann

Am 1. Mai feierte die heutige „Leher Pünte“ ihr 25-jähriges Bestehen bei bestem Wetter und mit vielen Besuchern. Mehr als 1.000 Gäste kamen zum historischen Fähranleger in Lehe an der Ems. Sie erlebten einen rundum gelungenen Saisonauftakt. Im Mittelpunkt stand neben dem abwechslungsreichen Festprogramm auch ein Zeichen der Solidarität: 1.500 Euro aus den Erlösen der Feier wurden an die Seenotretter weitergereicht. Die Wahl des Spendenempfängers hat einen persönlichen Hintergrund: Über den Papenburger DGzRS-Ehrenamtlichen Karl-Heinz Willmann besteht seit Jahren ein enger Bezug zur Gesellschaft, die bereits bei früheren Veranstaltungen der Pünte Flagge gezeigt hat.

Auch das Rahmenprogramm bot zahlreiche Höhepunkte: Nachdem die Glocke am Anleger erklang und der Fährmann das traditionelle „Fährmann haol aower“ gerufen hatte, sorgte der maritime Chor „Emsschipper“ für musikalische Unterhaltung. Am Infostand der Seenotretter erhielten die Gäste umfassenden Einblick in deren vielfältige Aktivitäten. Historische landwirtschaftliche Fahrzeuge der „Kröchen-Klütker“ ergänzten das Angebot.

Die handgezogene, flache Wagenfähre bietet Platz für bis zu 20 Passagiere. Am Jubiläumstag nahmen viele längere Wartezeiten in Kauf, um das besondere Erlebnis zu genießen. Die „Leher Pünte“ zählt zu den lebendigen Zeugnissen regionaler Technikgeschichte. Seit ihrer Wiederinbetriebnahme 2001 hat sie ganz ohne Motor rund 100.000 Fahrgäste sicher über den Fluss gebracht. Getragen wird ihr Betrieb vom ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder des gleichnamigen Vereins, der 2004 gegründet wurde.

Die Ursprünge der Fähre reichen weit zurück: Seit 1899 gibt es sie als Transportmittel über die schiffbare Ems. Bis in die 1960er-Jahre war sie unverzichtbarer Bestandteil des Alltags: Landwirte nutzten sie, um ihre Felder und Weiden auf beiden Seiten des Flusses zu erreichen. Erst 1965 wurde ihr Betrieb eingestellt, da die Fahrzeuge zu groß und schwer geworden waren. Nach mehr als drei Jahrzehnten Pause wurde die Verbindung als touristisches Angebot neu belebt – vor allem für Radfahrer und Wanderer.

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AKTUELLE DANKMELDUNGEN

Sieben Personen stehen auf dem Deck eines weiß-orangefarbenen Seenotrettungskreuzers der Dgzrs im Hafen von Büsum. Im Vordergrund liegen mehrere große orangefarbene Fender. Hinter der Gruppe sind das Steuerhaus des Schiffes, Hafenanlagen und weitere Boote zu sehen. Der Himmel ist bewölkt, die Szene spielt direkt am Wasser.. Zur Seite: Mit dem Motorrad zum Gottesdienst

Motorradfahren ist für viele mehr als nur ein Hobby: Der Glaube fährt ebenfalls mit. Deshalb gehörte 2026 erneut ein Gottesdienst zum Motorradkorso im schleswig-holsteinischen Marne – genauso wie das Engagement für einen guten Zweck. Der Erlös der Veranstaltung ging in diesem Jahr an die Seenotretter.

Bei einer Open-Air-Kinoveranstaltung stehen vier Personen vor einer großen Leinwand. Zwei Personen in roten Rettungsdienstjacken halten einen symbolischen Spendenscheck, während eine weitere Person mit einem Mikrofon spricht. Im Vordergrund sitzen Besucherinnen und Besucher auf Stühlen und verfolgen die Übergabe. Auf der Leinwand ist ein Küstenmotiv mit Leuchtturm sowie der Schriftzug zum Amrumer Inselkino zu sehen.. Zur Seite: Viele kleine Beiträge, große Hilfe für die Seenotretter

Kinobetreiber Ralf Thomsen unterstützt die Seenotretter bereits seit einigen Jahren: Wer eine Eintrittskarte für die Kinofilme „Luv & Lee“ und „Nordlicht“ kauft, spendet gleichzeitig 50 Cent an die DGzRS.

Vier Personen und ein Bärenmaskottchen stehen vor dem Steuerhaus eines rot-weißen Seenotrettungskreuzerso und halten gemeinsam einen symbolischen Spendenscheck über 10.300 Euro. Der Scheck ist an die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (Dgzrs) ausgestellt und auf den 17.08.2026 datiert. Zwei der Personen tragen rote Einsatzkleidung, eine Person ein weißes Polohemd mit Firmenlogo, eine weitere ein weißes T-Shirt und rote Arbeitshose. Rechts neben der Gruppe steht ein Bärenmaskottchen in blau-weiß gestreiftem Matrosenshirt und Kapitänsmütze. Im Hintergrund sind Hafenanlagen und Gebäude zu sehen.. Zur Seite: Seenotrettungskreuzer zum Anbeißen

Der Süßwaren-Filialist „Ideen aus Fruchtgummi“ vertreibt seit 2024 fruchtige Kreuzer zum Naschen. Mit dem Verkauf unterstützt das Unternehmen die Seenotretter.

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

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