Die DGzRS-Ehrenamtlichen Karl-Heinz Willmann (v. l.) und Michael Hockmann nehmen vom Pünte-Vorsitzenden Johannes Hegemann sowie den Vereinsmitgliedern Hermann Terfehr und Marianne Buss-Terfehr einen symbolischen Spendenscheck entgegen.
Foto: Anna Heithmann
Am 1. Mai feierte die heutige „Leher Pünte“ ihr 25-jähriges Bestehen bei bestem Wetter und mit vielen Besuchern. Mehr als 1.000 Gäste kamen zum historischen Fähranleger in Lehe an der Ems. Sie erlebten einen rundum gelungenen Saisonauftakt. Im Mittelpunkt stand neben dem abwechslungsreichen Festprogramm auch ein Zeichen der Solidarität: 1.500 Euro aus den Erlösen der Feier wurden an die Seenotretter weitergereicht. Die Wahl des Spendenempfängers hat einen persönlichen Hintergrund: Über den Papenburger DGzRS-Ehrenamtlichen Karl-Heinz Willmann besteht seit Jahren ein enger Bezug zur Gesellschaft, die bereits bei früheren Veranstaltungen der Pünte Flagge gezeigt hat.
Auch das Rahmenprogramm bot zahlreiche Höhepunkte: Nachdem die Glocke am Anleger erklang und der Fährmann das traditionelle „Fährmann haol aower“ gerufen hatte, sorgte der maritime Chor „Emsschipper“ für musikalische Unterhaltung. Am Infostand der Seenotretter erhielten die Gäste umfassenden Einblick in deren vielfältige Aktivitäten. Historische landwirtschaftliche Fahrzeuge der „Kröchen-Klütker“ ergänzten das Angebot.
Die handgezogene, flache Wagenfähre bietet Platz für bis zu 20 Passagiere. Am Jubiläumstag nahmen viele längere Wartezeiten in Kauf, um das besondere Erlebnis zu genießen. Die „Leher Pünte“ zählt zu den lebendigen Zeugnissen regionaler Technikgeschichte. Seit ihrer Wiederinbetriebnahme 2001 hat sie ganz ohne Motor rund 100.000 Fahrgäste sicher über den Fluss gebracht. Getragen wird ihr Betrieb vom ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder des gleichnamigen Vereins, der 2004 gegründet wurde.
Die Ursprünge der Fähre reichen weit zurück: Seit 1899 gibt es sie als Transportmittel über die schiffbare Ems. Bis in die 1960er-Jahre war sie unverzichtbarer Bestandteil des Alltags: Landwirte nutzten sie, um ihre Felder und Weiden auf beiden Seiten des Flusses zu erreichen. Erst 1965 wurde ihr Betrieb eingestellt, da die Fahrzeuge zu groß und schwer geworden waren. Nach mehr als drei Jahrzehnten Pause wurde die Verbindung als touristisches Angebot neu belebt – vor allem für Radfahrer und Wanderer.
Sie wollen die Seenotretter auch unterstützen?
Dann spenden Sie online oder per Überweisung auf unser Spendenkonto: Sparkasse Bremen, BIC: SBREDE22, IBAN: DE36 2905 0101 0001 0720 16.