Kleine Schwester ist schuld

Helene Dorschel aus dem sächsischen Oschatz hat im zurückliegenden Schuljahr eine Facharbeit über die Seenotretter geschrieben. Dabei blieb es nicht: Die Zehnjährige hat außerdem Spenden gesammelt. An alldem ist ihre jüngere Schwester Elise nicht unschuldig.

Zehnjährige sitzt mit roter Rettungsweste bekleidet auf dem Seenotrettungsboot KNUT OLAF KOLBE zwischen Seenotretter (l.) und Seenotretterin (r.) der Freiwilligenstation Wustrow.

Stolz sitzt Helene Dorschel auf dem Seenotrettungsboot KNUT OLAF KOLBE. Seenotretter Jörg Westphal und Seenotretterin Sandra Priebe der Freiwilligenstation Wustrow haben die zehnjährige Spenderin aus Sachsen in ihre Mitte genommen.

Im Sommer 2023 sitzt Helene Dorschel mit ihren Schwestern und Eltern sowie anderen Touristen im Stephan-Jantzen-Haus in Warnemünde. Vorne steht Jörg Westphal, er leitet das dort untergebrachte Informationszentrum der Seenotretter. In einem Vortrag lässt er die lange Geschichte der DGzRS lebendig werden, erzählt von dramatischen Einsätzen der Besatzungen und erläutert die Konstruktion der Spezialschiffe. Anschließend stellt Helene ihm ganz viele Fragen – denn sie möchte eine ausführliche Facharbeit über die Seenotretter schreiben.

Auf das Thema ist sie über ihre jüngere Schwester Elise gekommen: „Sie hat sich als erstes für die Seenotretter begeistert“, berichtet Helene. Bei einem ihrer vorherigen Sommerurlaube in Wustrow auf dem Fischland hatte die heute Fünfjährige das dort zu der Zeit stationierte Seenotrettungsboot BARSCH entdeckt. Nach und nach wurde ihre gesamte Familie genauso wie Elise zu Seenotretter-Fans – auch Helene. „Ich finde es toll, dass sie Menschen helfen, die in Not sind“, sagt die Zehnjährige.

Nach ihrer Rückkehr ins sächsische Oschatz beginnt für Helene das neue Schuljahr, ihr letztes in der Grundschule. Ein großes Thema in der vierten Klasse: die große Facharbeit. Auf 23 Seiten fasst die Schülerin die Arbeit der Seenotretter zusammen, hält einen Vortrag. Das reicht ihr jedoch nicht, sie möchte mehr machen. Deshalb initiiert sie gemeinsam mit ihrer Familie eine Spendenaktion: Vor ihrem Grundstück stellen sie ein kleines Häuschen auf, in das sie fortan ausgelesene Bücher, Schmuck und Selbstgebasteltes zum Mitnehmen legen und im Gegenzug um einen kleinen Beitrag für die Seenotretter bitten. Bis zum Sommer 2024 landen 350 Euro in der aufgestellten Spendenbox.

Das Geld überreicht Helene am 17. Juli auf dem Fischland in einem liebevoll bemalten Briefumschlag an die freiwillige Seenotretterin Sandra Priebe und Jörg Westphal, der auf der Station Wustrow ebenfalls zur Besatzung gehört. Als Dankeschön nehmen sich die beiden Rettungsleute viel Zeit und zeigen der Zehnjährigen und ihrer Familie fast jede Ecke des neuen Seenotrettungsbootes KNUT OLAF KOLBE.

„Ich finde es toll, dass die Seenotretter Menschen helfen, die in Not sind.“

Helene Dorschel, Schülerin aus Sachsen

 

 

 

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AKTUELLE DANKMELDUNGEN

Zwei Personen stehen auf der Brücke eines Seenotrettungskreuzers vor den Navigationsgeräten. Eine Person sitzt und zeigt auf einen Bildschirm, während die andere neben ihr steht und aufmerksam auf die Anzeige blickt. Durch die Fenster ist ruhiges Wasser und eine Küstenlandschaft im Hintergrund zu sehen.. Zur Seite: Wetterprognosen helfen Seenotrettern auf See

Wertvolle Spende von Kieler Firma windfinder.com fließt in hochmoderne Ausrüstung der Seenotretter

Vier Personen stehen an Deck eines Seenotrettungskreuzers. Drei davon tragen Uniformen, der zweite von links eine rote Diensthose sowie ein weißes Seenotretter-T-Shirt. Dieser schüttelt dem links neben ihm stehenden Herrn die Hand, welcher einen symbolischen Spendenscheck über den Betrag von 1056,11 Euro vor sich hält. Im Hintergrund sind ein Hafen mit Segelbooten, Masten und Uferbebauung sowie strahlend blauer Himmel zu sehen.. Zur Seite: Maritime Handarbeit bringt Bares für die Seenotretter

Voll beladenes Sammelschiffchen in Unna dank der Reservisten-Arbeitsgemeinschaft Marine (RAG)

Zwei Personen stehen auf einem hölzernen Steg in einem Yachthafen zwischen mehreren Segelbooten und Motorbooten. Beide halten gemeinsam ein DGzRS-Sammelschiffchen vor sich in die Kamera. Eine Person trägt ein helles Hemd und Jeans, die andere die rote Dienstkleidung der Seenotretter und eine helle Kappe. Im Hintergrund sind dicht stehende Bootsmasten, vertäute Boote sowie ein bewölkter Himmel zu sehen.. Zur Seite: Spende im Andenken an einen Freund

Wertvolle Zuwendung als Zeichen der Erinnerung und Verbundenheit

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See

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