Kleine Sammler, große Hilfe: Brüder spenden Pfandgeld

Was andere achtlos stehen lassen, sammeln Lias (6) und Linus Meier (7) mit großer Ausdauer ein – und verwandeln es in Hilfe für Menschen in Seenot. In den vergangenen Monaten haben die Geschwister fleißig PET-Flaschen, Getränkedosen und Glasbuddeln aufgelesen. Ihr Lohn: 200 Euro Pfandgeld. Dieses spendeten sie kürzlich an die DGzRS.

Zwei Kinder stehen nebeneinander im Innenraum eines Seenotrettungskreuzers. Beide blicken in die Kamera und halten gemeinsam eine Dose mit Süßigkeiten.

Linus (l.) und Lias aus Südniedersachsen übergeben an Bord der HANS HACKMACK ihr gesammeltes Pfandgeld mit einem Topf voller Süßigkeiten.

An manchen Wochenenden im Sommer stehen Lias und Linus schon mit dem Sonnenaufgang auf. „Bei uns im Industriegebiet finden am Abend immer wieder Feste statt“, berichtet ihre Oma Birgit Meier. Gemeinsam macht sich dann die ganze Familie gegen vier oder halb fünf Uhr morgens auf den Weg, um in ihrem Heimatort Holle herrenloses Leergut aufzuheben. Anschließend bringen die Sammler es zu Pfandautomaten und lösen es dort ein. 

Doch nicht nur nach Veranstaltungen in dem Ort südöstlich von Hildesheim sind die Kinder aufmerksam: Beim Spazierengehen nehmen sie ebenfalls jede Flasche mit, die sie in der Natur entdecken. Auch ihr einjähriger Cousin ist oft schon dabei und hilft mit. „Es ist bei uns schon fast zu einer Manie geworden“, sagt ihre Oma und lacht. 

Das Pfand landet in einer Spardose. Allerdings legen Lias und Linus es nicht für neue Spielsachen oder Süßigkeiten zurück, sondern für den guten Zweck: Am 26. März überreichen sie den Seenotrettern in Cuxhaven – dem Lieblingsort der Familie – die gesammelten 200 Euro. An Bord des derzeit im Fährhafen liegenden Seenotrettungskreuzers HANS HACKMACK erzählen die Brüder, warum sie die DGzRS ausgewählt haben: Ihr Großvater ist leidenschaftlicher Segler, und ihr Vater spendete ebenfalls als Kind an die Seenotretter. „Darüber gab es sogar einen Bericht in einem ihrer Hefte“, erinnert sich Birgit Meier. 

Und die Familie will weitermachen. Bis erneut eine größere Summe zusammengekommen ist, wollen Lias und Linus gemeinsam mit ihrer Oma wie bisher die Sammelschiffchen zwischendurch mit zusätzlichen Münzen und Scheinen beladen.

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AKTUELLE DANKMELDUNGEN

Zwei Personen stehen an einem Infostand in einem Hafenbereich neben einer historisch wirkenden Spendentruhe der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Die Person links im Bild trägt rot-weiße Seenotretter-Dienstkleidung und hält ein Verkaufsschild für Fischbrötchen hoch, die andere Person zeigt auf die Spendentruhe. Der Herr rechts trägt Jeans, ein weißes Hemd mit Firmenlogo und eine rote Mütze.  Im Hintergrund sind zahlreiche Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung zu sehen, die zu den beiden blicken. Die Szene verdeutlicht eine Spendenaktion zugunsten der Seenotretter.. Zur Seite: Mega-Fischbrötchen für den guten Zweck

Fischhändler Jürgen Gosch serviert bei Lister Hafenfest 50-Meter-Leckerbissen und unterstützt damit die Seenotretter

Porträt einer Person vor hellem Hintergrund. Die Person trägt ein blau kariertes Kurzarmhemd und hält in einer Hand ein gerahmtes Bild mit Fotos zweier DGzRS-Rettungseinheiten sowie in der anderen Hand ein Seenotretter-Sammelschiffchen.. Zur Seite: Dank von Deck – Spenden statt Geschenke

3.030 Euro für die Seenotretter zur Unterstützung bei wichtiger Aufgabe und als persönliches Dankeschön

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Bericht über Seenotretter-Einsatz sorgt für große Anerkennung und unerwartete Geste

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

Das Seenotretter-Logbuch

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