Ins kalte Wasser für die Seenotretter

Bei frostigen Temperaturen im eisigen Jadebusen vor Wilhelmshaven baden? Unvorstellbar. Doch genau das machen die „Fliegerdeich-Winterschwimmer“ in der kalten Jahreszeit gleich mehrmals. Dabei härten sie sich nicht nur ab, sondern sammeln auch Geld für gemeinnützige Organisationen – Anfang Januar rund 1.550 Euro für die Seenotretter.

Mehrere Personen in Badebekleidung steigen von einem schneebedeckten Strandabschnitt in ein winterliches Gewässer. Einige befinden sich bereits im Wasser, während andere gerade hineingehen. Im Hintergrund ist ein Seenotrettungsboot auf dem Wasser zu sehen. Der Himmel ist teils bewölkt, teils blau.

Mit dem Seenotrettungsboot PETER HABIG sichern die freiwilligen Seenotretter die Veranstaltung der „Winterschwimmer“ vor dem Wilhelmshavener Südstrand ab. Dabei werden Spenden zugunsten der DGzRS gesammelt.

Foto: Privat

Für Björn Hartmann ist es an diesem 3. Januar eine Premiere: Der Direktor des Fliegerdeich Hotel & Restaurant, kurz: „Fliegerdeich“, steigt eine Treppe am Wilhelmshavener Südstrand hinab. Auf dem schneebedeckten Deich hinter ihm stehen die Zuschauer dagegen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt dick eingemummelt in Mantel, Mütze und Schal. Vor ihm tauchen Frauen in Bikinis und Männer in Badeshorts ins kalte Wasser ein, einige ziehen im Jadebusen bereits erste Bahnen. 

Beim Neujahrsbaden der Interessengemeinschaft „Fliegerdeich-Winterschwimmer“ wagen sich rund 60 Entschlossene ins eisige Nass. Für deren Mitglieder ist es eine Leidenschaft, für andere eine Mutprobe – wie für Björn Hartmann. Hinterher wird er von einem „tollen Erlebnis“ schwärmen. Die Benefiz-Veranstaltung unterstützt er mit einer Firmenspende bereits seit 2024. Nun sei es für ihn an der Zeit gewesen, sich auch aktiv zu beteiligen. Genauso wie in den beiden Jahren zuvor, sammeln die Organisatoren an diesem Tag wieder Geld für die Seenotretter. Am Ende ist die herumgereichte Schatzkiste mit 541,57 Euro gefüllt – erneut legt der Hoteldirektor weitere 1.000 Euro obendrauf. 

„Mein Vater war Kapitän. Deshalb weiß ich, wie wichtig die Seenotretter sind. Sie hätten ihn im Fall der Fälle gerettet“, begründet Björn Hartmann das Engagement seines Hauses. Von dem direkt am Wasser liegenden Hotel sehe er häufig die Freiwilligen der Station Wilhelmshaven mit der PETER HABIG zu Einsätzen auslaufen: „Das muss man einfach unterstützen.“ Darum steht auch ein Sammelschiffchen auf dem Empfangstresen des „Fliegerdeich“. Für ihn ist die Aktion ein „starkes Zeichen des Zusammenhalts, der Hilfsbereitschaft und der Verbundenheit“. Darum wird er im nächsten Jahr abermals dabei sein – als Teilnehmer und großzügiger Förderer.

„Die Seenotretter muss man einfach unterstützen.“

Björn Hartmann, Direktor „Fliegerdeich“

Sie wollen die Seenotretter auch unterstützen?

Dann spenden Sie online oder per Überweisung auf unser Spendenkonto: Sparkasse Bremen, BIC: SBREDE22, IBAN: DE36 2905 0101 0001 0720 16.

AKTUELLE DANKMELDUNGEN

Innenaufnahme einer gemütlichen Lounge oder Bar auf einem Schiff: Mehrere sitzende Gäste verfolgen einen Vortrag. Im vorderen Bereich stehen zwei Personen in roten Poloshirts; eine Person spricht in ein Mikrofon. Hinter ihnen befindet sich eine beleuchtete Bar mit Gläsern und Flaschen sowie eine Servicekraft. Links ist ein Bildschirm mit einer Präsentationsfolie und einem Foto zu sehen. Die Einrichtung ist geprägt von warmem Holz, goldenen Spiegeldecken und gedämpfter Beleuchtung.. Zur Seite: Spendable Passagiere auf Flusskreuzfahrtschiffen

Groningen, Leer und Papenburg gehören zu den Orten in der Ems-Dollart-Region, die regelmäßig von Flusskreuzfahrtschiffen angelaufen werden. Das Bordprogramm ist vielfältig – gelegentlich gehört auch ein Vortrag über die Seenotretter dazu.

Person auf dem Deck eines Segelschiffs hält ein Blatt Papier mit einem Aquarellbild eines Segelboots auf blauem Meer und gelb-blauem Himmel in die Kamera; im Hintergrund stehen mehrere weitere Personen neben Masten und Tauwerk unter klarem, blauem Himmel.. Zur Seite: Aquarelle auf See bringen 500 Euro für die Seenotretter

Während des jüngsten Törns des „Klassenzimmers unter Segeln“ (KUS) mit dem Traditionssegler „Thor Heyerdahl“ hat Dr. Klaus Wittmaack selbst gemalte maritime Aquarelle versteigert. Den Erlös in Höhe von 500 Euro spendete der Bordarzt an die Seenotretter.

Eine Frau, ein Mann und ein Mädchen hocken um eine Kiste herum. Darin ist eine größere Summe Geld zu sehen, die als Spende für die DGzRS gedacht ist. Zur Seite: Husumer Schatzkiste mit Rekord-Inhalt

Gäste des Schifffahrtsmuseums Nordfriesland füllen erneut Seemannskiste zugunsten der Seenotretter – mit Rekordsumme.

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

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