Verdacht auf Herzinfarkt: Seenotretter kommen Motorsegler zu Hilfe

Die freiwilligen Seenotretter der Station Zinnowitz der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) waren am Freitagmorgen, 21. Juni 2024, im Einsatz für einen Segler in einer medizinischen Notlage auf dem Usedomer Achterwasser. Die Besatzung des Seenotrettungsbootes HECHT brachte den allein fahrenden Skipper sicher an Land. Ein Rettungshubschrauber flog ihn von dort in ein Krankenhaus.

Ein Seenotrettungsboot der 7-Meter-Klasse der DGzRS in schneller Fahrt auf der Ostsee

Das Seenotrettungsboot HECHT: Stationiert ist das Spezialschiff der 7-Meter-Klasse, das speziell sowohl für die Ostsee als auch für flache Boddengewässer entwickelt wurde, in Zinnowitz. 

Foto: Die Seenotretter – DGzRS/Felix Kersten

Kurz vor 6 Uhr erreichte die von der DGzRS betriebene Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, der Notruf eines 57-Jährigen. Er klagte über Unwohlsein und Schmerzen im Brust- und Armbereich. Der Mann lag zu dieser Zeit bei Krummin mit seinem gut 9 Meter langen Motorsegelboot auf dem Achterwasser vor Anker. Er war alleine an Bord.

Umgehend wurde die freiwillige Besatzung des Seenotrettungsbootes HECHT/Station Zinnowitz alarmiert. Wenig später setzte sich das Gespann, bestehend aus Zugmaschine (Traktor) und Spezialtrailer mit Seenotrettungsboot, in Richtung Krummin in Bewegung, wo das Boot schließlich zu Wasser gelassen wurde. Die Zinnowitzer Seenotretter sind mit dieser mobilen Technik ausgerüstet, weil sowohl die Ostsee als auch das rückwärtige Achterwasser zu ihrem Einsatzgebiet gehören.

Die HECHT ging am Boot des Patienten längsseits. Die Seenotretter übernahmen den Mann auf das Seenotrettungsboot. An Bord wurde der Skipper medizinisch erstversorgt, während die HECHT Kurs auf den Hafen Neeberg nahm. Dort übergaben die Seenotretter den Patienten an einen Rettungshubschrauber von NHC Northern Helicopter, der den Mann in ein Krankenhaus brachte.

Anschließend schleppten die Seenotretter mit der HECHT das Motorsegelboot nach Krummin. Zur Einsatzzeit herrschten beinahe Windstille und flache See. Am Einsatz beteiligt waren zudem ein Streifenboot der Wasserschutzpolizei sowie die Freiwilligen Feuerwehren Wolgast und Lassan.

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Aktuelle Seenotfälle
Am Rand zu erkennen: Ein Seenotrettungsboot. Im Hintergrund die Steilküste von Rügen, davor das Meer. Zur Seite: Seenotretter und Feuerwehr retten im Kreideschlamm eingesunkene Wanderer von Steilküste

Die Seenotretter der Station Sassnitz der DGzRS haben gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Sassnitz einen Mann und eine Frau vom Strand unterhalb der Kreidefelsen des Nationalparks Jasmund gerettet.

Der Rücken eines Wals ist im Wasser sichtbar, im Hingergrund ein Seenotrettungskreuzer. Zur Seite: Seenotretter helfen bei Befreiung von gestrandetem Wal

Zuständige Gemeinde Timmendorfer Strand leitet Rettungsaktion und bittet DGzRS um Amtshilfe.

Nächtliche Szene auf dem Wasser: Im linken Vordergrund ist die Steuerbordseite des Tochterbootes Notarius zu sehen, dessen grünes Positionslicht sowie Hafenbeleuchtung auf dem rot-weißen Lack reflektiert. Die Lichter des Hafens spiegeln sich zudem farbig im dunklen Wasser. In der Bildmitte, etwa 50 Meter vor dem Tochterboot, sieht man das Heck eines nur spärlich durch Notbeleuchtung beleuchteten Schiffes – des Havaristen. Ganz schwach ist darauf der Schriftzug „Kalkgrund“ zu erkennen. Die Wellen kräuseln sich leicht hinter dem Havaristen, der auf den Hafen zusteuert.. Zur Seite: Seenotretter im Einsatz für Wachschiff mit Maschinenproblemen

In der Nacht zum Donnerstag, 19. März 2026, sind die Seenotretter einem Wachschiff der Offshore-Windindustrie mit Maschinenproblemen östlich von Rügen zu Hilfe gekommen.

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

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