03.10.2020

Segelyacht ausgebrannt – Skipper rettet sich an Land

Nachteinsatz für die Seenotretter auf der Ostsee: Zwischen Zingst und Hiddensee ist am Vorabend des Tags der Deutschen Einheit, Freitag, 2. Oktober 2020, eine Segelyacht in Brand geraten und gesunken. Der allein segelnde Skipper konnte sich unverletzt auf die kleine Insel Bock retten. Die Freiwilligen-Besatzung der Station Stralsund der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) war gemeinsam mit Wasserschutzpolizei, Feuerwehren und Technischem Hilfswerk im Einsatz.

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Seenotretter löscht brennende Segelyacht bei nächtlichem Einsatz auf hoher See

Löscheinsatz: Seenotrettungsboot HERTHA JEEP/Station Stralsund an der brennenden Segelyacht

Der Skipper der etwa elf Meter langen Segelyacht hatte Hydraulikprobleme bemerkt. Daraufhin hatte er den Anleger der kleinen unbewohnten Insel Bock angelaufen, gelegen zwischen der Ostspitze der Halbinsel Zingst und der Südspitze der Insel Hiddensee. Als er sein Boot dort festgemacht hatte, bemerkte er Feuer an Bord und alarmierte gegen 21.50 Uhr die Seenotretter. Er selbst hatte sich unverletzt an Land gerettet.

Die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) der DGzRS alarmierte die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes HERTHA JEEP/Station Stralsund. Sie bat Wasserschutzpolizei und Berufsfeuerwehr Stralsund um Unterstützung, die beide mit eigenen kleinen Booten ebenso wie die HERTHA JEEP Kurs auf den Unglücksort nahmen.

Etwa 20 Minuten nach der Alarmierung meldete sich der Skipper erneut bei den Seenotrettern. Das Feuer hatte sich derart schnell an Bord ausgebreitet, dass inzwischen die Festmacherleinen verbrannt waren. Der Havarist trieb nun in den Schilfgürtel der Insel. Kurz darauf traf das Schlauchboot „MV 13“ der Wasserschutzpolizei auf dem Bock ein. Die Polizisten nahmen den Skipper an Bord und brachten ihn nach Barhöft.

Als die HERTHA JEEP und das Feuerwehrboot wenig später vor Ort waren, stand die Segelyacht bereits in Vollbrand und drohte auseinanderzubrechen. Nach und nach versank sie vor der Insel. Seenotretter und Feuerwehrleute konzentrierten sich darauf, den Steg zu sichern. Sie wurden unterstützt von Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren Prohn und Preetz auf einem Sportboot sowie einem Boot des Stralsunder Ortsverbandes des Technischen Hilfswerks, um in der Nacht Ölsperren auszubringen. Die Seenotretter sicherten diese Arbeiten zudem ab. Im Hafen von Barhöft waren zudem die Freiwilligen Feuerwehren Klausdorf, Altenpleen und Groß Mohrdorf im Einsatz. Gegen 2.10 Uhr meldete sich die HERTHA JEEP wieder „klar P3“ – einsatzbereit auf ihrer Station Stralsund.

Zur Einsatzzeit herrschten im Revier östliche Winde um fünf Beaufort (bis 38 km/h Windgeschwindigkeit) und etwa ein halber Meter Seegang.

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AKTUELLE SEENOTFÄLLE

Blick über eine bewegte See von einem Seenotrettungskreuzer aus. In der Bildmitte fährt ein Krabbenkutter durch die Wellen, begleitet von einem kleineren Tochterboot der Dgzrs. Rechts im Hintergrund ist ein größeres Schiff, ein Seenotrettungskreuzer, mit rot-weißer Brücke zu sehen. Der Himmel wirkt dunkel und bedeckt, während das Meer in kräftigen Blau- und Grautönen erscheint. Im rechten Vordergrund sind Teile der Reling und Aufbauten des Seenotrettungskreuzers sichtbar, von dem aus fotografiert wurde.. Zur Seite: Seenotretter im Einsatz für Kutter mit starkem Wassereinbruch

Im schleswig-holsteinischen Wattenmeer vor der Halbinsel Eiderstedt sind die Seenotretter einem Krabbenkutter mit starkem Wassereinbruch zu Hilfe gekommen. Zwei Seenotrettungskreuzer waren im Einsatz.

Blick vom Bug eines Seenotrettungsbootes bei Nacht auf eine Rettungsaktion auf dem Wasser. Im Scheinwerferlicht ist links eine schräg im Wasser liegende Segelyacht zu sehen, die offenbar auf Grund gelaufen ist. Vor der Yacht befindet sich ein weiteres Seenotrettungsboot mit eingeschaltetem Warnlicht. Die dunkle Umgebung wird nur durch die Beleuchtung der Boote und einen hellen Lichtstrahl in den Nachthimmel erhellt.. Zur Seite: Seenotretter befreien drei Segler aus lebensgefährlicher Lage

Drei Segler sind nördlich der Inseln Baltrum und Langeoog in der Brandungszone einer Sandbank festgekommen. Die Seenotretter brachten sie mit dem Seenotrettungsboot SECRETARIUS in den sicheren Hafen.

Drei Seenotrettungsboot liegen als Päckchen in einem Hafen, dahinter, leicht verdeckt, das havarierte Ausflugsschiff. Zur Seite: Brand auf Fahrgastschiff: Seenotretter unterstützen Einsatz auf der Greifswalder Oie

Im Nothafen der kleinen Ostseeinsel Greifswalder Oie ist am frühen Samstagnachmittag, 26. September 2026, auf einem Ausflugsschiff ein Brand ausgebrochen. Ein Besatzungsmitglied bekämpfte das Feuer erfolgreich. Die auf der Insel stationierten Seenotretter stellten den Verschlusszustand des Maschinenraums her, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

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