14.06.2021

Segelboot treibt antriebslos im Großschifffahrtsweg

Aus einer lebensbedrohlichen Situation haben die Seenotretter der Station Borkum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Samstag, 12. Juni 2021, einen Wassersportler befreit. Das Boot des Mannes hatte in der Deutschen Bucht in einem Großschifffahrtsweg einen Maschinenausfall erlitten.

Nachdem mit einer Wurfleine eine Verbindung zum Havaristen hergestellt worden war, bringen die Seenotretter eine Schleppleine aus.

Kurz vor sechs Uhr hatte der Mann wegen eines Maschinenausfalls die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS angerufen: Er befand sich zu diesem Zeitpunkt mit seinem sieben Meter langen Segelboot unter Maschine auf einem Überführungstörn in die Niederlande – die Besegelung war nicht angeschlagen.

Da sich die angegebene Position in der Nähe eines Großschifffahrtsweges befand, gingen die Seenotretter davon aus, dass er mit der Tide in diesen Bereich vertreiben und damit in höchste Gefahr geraten würde. Das Verkehrstrennungsgebiet ist wie eine Autobahn auf See und die hier fahrenden Schiffe sind nicht in der Lage, kurzfristig Hindernissen auszuweichen. Für dieses Gebiet gelten deshalb bestimmte Befahrensregeln und Vorsichtsmaßnahmen.

Der Seenotrettungskreuzer HAMBURG der Station Borkum lief sofort aus. Angesichts der hochdramatischen Lage legten die Seenotretter nahezu die gesamte Strecke von 21 Seemeilen (rund 39 Kilometer) zum Havaristen unter Höchstgeschwindigkeit von 24 Knoten (rund 44 Stundenkilometer) zurück. Zwischenzeitlich hatte ein Windparkversorgungsschiff Sichtkontakt zum Segelboot und konnte die exakte Position mitteilen. Erst jetzt stellte sich heraus, dass es längst im Verkehrstrennungsgebiet trieb.

Die HAMBURG erreichte den Havaristen in etwas unter einer Stunde. Kurz nach dem Herstellen einer Leinenverbindung schleppten die Seenotretter das Segelboot aus dem Gefahrenbereich und brachten es in langsamer Schleppreise nach Borkum in den sicheren Hafen.

AKTUELLE SEENOTFÄLLE

Nachtaufnahme von Bord des Seenotrettungskreuzers Hamburg. Am linken Bildrand ist die angeschnittene Steuerbordseite des Seenotrettungskreuzers zu erkennen, der Lichtkegel von dessen Suchscheinwerfer beleuchtet den rot-weißen Autotransporter "Thames Highway" in der Bildmitte. Auf der dunklen Wasseroberfläche, im unteren Teil des Bildes, wird das Licht des Suchscheinwerfers reflektiert. . Zur Seite: Feuer auf Autotransporter vor Borkum

Im Maschinenraum des Autotransporters "Thames Highway" ist am späten Montagabend, 26. Januar 2026, ein Feuer ausgebrochen. Das 149 Meter lange Schiff hatte kurz zuvor den Hafen Emden verlassen und ankerte manövrierunfähig westlich vor Borkum. Der Seenotrettungskreuzer HAMBURG der DGzRS sicherte die Einsatzstelle ab.

Mehrere Seenotrettungskreuzer der DGzRS suchen koordiniert in der Elbmündung nach dem vermissten Seemann.. Zur Seite: Groß angelegte Suche nach vermisstem Seemann in der Elbmündung

In der Elbmündung suchen die Seenotretter gemeinsam mit weiteren Fahrzeugen nach einem vermissten Seemann eines Tankers. Sechs Rettungseinheiten der DGzRS, Behörden- und weitere Schiffe sowie ein Such- und Rettungshubschrauber der Marineflieger sind im Einsatz.

Ein Fischkutter wird auf stürmischer See von einem Seenotrettungsboot abgeschleppt. Im Vordergrund ist das Deck des Seenotrettungsbootes zu sehen, mit grüner Reling, mehreren Leinen und Fendern, teilweise mit Schnee bedeckt. Eine Abschleppleine verbindet beide Schiffe. Der Himmel ist grau und bewölkt, die Wellen sind aufgewühlt.. Zur Seite: Seenotretter schleppen dänischen Fischkutter frei

Ein dänischer Fischkutter ist vor dem Hafen von List auf Sylt im Schlick festgekommen, da starker Wind ihn in Richtung Land gedrückt hatte.

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

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