Seenotretter und Marine-Hubschrauber für verletzten Segler im Einsatz

Der hervorragenden Zusammenarbeit der Seenotretter mit einem SAR-Hubschrauber der Deutschen Marine südlich der Ostseeinsel Fehmarn verdankt ein 21-jähriger Segler schnelle medizinische Hilfe. Bei moderatem Seegang haben die Besatzungen des Seenotrettungskreuzers BREMEN/Station Großenbrode der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und einer Sea King den Patienten am Sonntag, 1. Oktober 2023, sicher übernommen und in ein Krankenhaus gebracht.

 Seenotrettungskreuzer in bewegter See

Mit dem Tochterboot VEGESACK des Seenotrettungskreuzers BREMEN der DGzRS waren die Seenotretter im Einsatz für einen verletzten Segler.

Archivfoto: Die Seenotretter – DGzRS/Jens Dede

Gegen 16.15 Uhr meldete sich der Skipper einer Segelyacht über die Mobilfunk-Kurzwahl 124 124 für Seenotfälle bei der Rettungsleitstelle See der DGzRS, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen: Ein Crewmitglied hatte eine stark blutende Platzwunde, nachdem es von einem Gegenstand am Kopf getroffen worden war. Der Mann benötigte dringend medizinische Hilfe. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Segelyacht etwa fünf Seemeilen (rund neun Kilometer) südlich der Insel Fehmarn. Die Rettungsleitstelle See alarmierte umgehend den Seenotrettungskreuzer BREMEN der DGzRS-Station Großenbrode.

Bereits wenige Minuten später legten die Seenotretter mit der BREMEN ab und liefen zur Segelyacht. Als sie kurz vor 17 Uhr bei ihr ankamen, ließen sie das Tochterboot VEGESACK zu Wasser. Bei südwestlichem Wind der Stärke 3 (bis zu 19 km/h) und geringem Seegang gingen sie bei der rund 13 Meter langen Segelyacht längsseits, um den 21-jährigen Patienten zu übernehmen. Seine Mitsegler hatten ihm bereits einen Druckverband angelegt, mit dem die starke Blutung gestoppt werden konnte. Die Seenotretter brachten den Verletzten mit dem Tochterboot an Bord des Seenotrettungskreuzers.

Der inzwischen ebenfalls vor Ort befindliche SAR-Hubschrauber der Deutschen Marine setzte per Seilwinde einen Notarzt auf die BREMEN ab. Dieser entschied, dass der Patient zur weiteren medizinischen Versorgung sofort an Land muss. Deshalb winschte die Besatzung der Sea King den 21-Jährigen sowie den Arzt auf und flog den Mann in ein nahegelegenes Krankenhaus.

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