Seenotretter und Hubschrauber-Besatzung im Einsatz für medizinischen Notfall an Bord einer Segelyacht

Der hervorragenden Zusammenarbeit der Seenotretter mit einem Rettungshubschrauber in der Lübecker Bucht verdankt ein etwa 65-jähriger Segler schnelle medizinische Hilfe. Bei steifem Wind und herausforderndem Seegang haben die Besatzungen des Seenotrettungskreuzers BREMEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und eines Rettungshubschraubers von NHC Northern Helicopter den Patienten am Dienstag, 13. Juni 2023, sicher übernommen und in ein Krankenhaus gebracht.

Mit dem Tochterboot VEGESACK des Seenotrettungskreuzers BREMEN gingen die Seenotretter bei starkem Seegang an einer Segelyacht längsseits und brachten ein schwer erkranktes Crewmitglied in Sicherheit. | Foto: Die Seenotretter – DGzRS/Jens Dede

Gegen 13.50 Uhr meldete sich der Skipper einer Segelyacht über den international einheitlichen UKW-Not- und -Anrufkanal 16 bei der Rettungsleitstelle See der DGzRS, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) in Bremen: Eines der Crewmitglieder benötigte dringend medizinische Hilfe. Die Rettungsleitstelle See alarmierte umgehend den zu diesem Zeitpunkt in Grömitz liegenden Seenotrettungskreuzer BREMEN. 

Bereits wenige Minuten später nahmen die Seenotretter Kurs auf die Segelyacht etwa fünf Seemeilen (rund 9,5 Kilometer) vor Kellenhusen. Währenddessen leitete MRCC Bremen die anderen Segler an Bord der Segelyacht bei der Ersten Hilfe für den Patienten an und alarmierte außerdem einen Rettungshubschrauber von NHC Northern Helicopter. 

Etwa zeitgleich trafen sowohl die Seenotretter als auch der Rettungshubschrauber am Einsatzort ein. Bei Wind aus Nordost mit Böen bis sieben Beaufort (rund 50 km/h) und etwa anderthalb Metern Seegang winschte der Rettungshubschrauber einen Notarzt sowie eine Notfallsanitäterin auf den Seenotrettungskreuzer ab. 

Mit dem medizinischen Personal des Rettungshubschraubers an Bord ließen die Seenotretter das Tochterboot VEGESACK zu Wasser. Sie gingen bei der rund zehn Meter langen Segelyacht längsseits, um die medizinische Erstversorgung des Patienten noch an Bord der Segelyacht zu ermöglichen. Als der Mann stabilisiert war, übernahmen sie ihn auf die VEGESACK und brachten ihn mit dem Tochterboot an Bord des Seenotrettungskreuzers. Von dort winschte der Rettungshubschrauber den Mann auf und brachte ihn in ein Krankenhaus. 

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