23.11.2021

Seenotretter im ostfriesischen Wattenmeer für verletzten Fischer im Einsatz

Auf einem Muschelkutter hat sich ein Fischer am Montag, 22. November 2021, während der Fangreise westlich von Greetsiel verletzt. Er benötigte dringend medizinische Hilfe. Die Seenotretter der Station Borkum brachten den Mann mit dem Tochterboot ST. PAULI des Seenotrettungskreuzers HAMBURG der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sicher an Land.

Seenotrettungskreuzer HAMBURG der DGzRS auf der Nordsee, im Hintergrund ist ein Offshore-Windpark zu sehen

Mit dem Seenotrettungskreuzer HAMBURG sind die Seenotretter der DGzRS-Station Borkum für einen verletzten Fischer im Einsatz gewesen.

Archivfoto: Jörg Zogel

Der Kapitän des Muschelkutters „Andrea“ (Heimathafen: Norddeich) hatte die Seenotretter der Station Borkum gegen 11.30 Uhr über den internationalen Not- und Anrufkanal 16 alarmiert: Bei Arbeiten an Bord war plötzlich ein Draht am Fanggeschirr gerissen und hatte einen Fischer mit voller Wucht am oberen Rücken getroffen.

Der verletzte 31-Jährige benötigte dringend medizinische Hilfe. Der Kutter befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Osterems etwa dreieinhalb Seemeilen (rund 6,5 Kilometer) westlich der Schleuse Leysiel.

Bereits wenige Minuten später liefen die Borkumer Seenotretter mit der HAMBURG in Richtung Unglücksstelle aus. Vor Ort mussten sie aufgrund der geringen Wassertiefe im Flachwassergebiet des Watts allerdings die letzten Meter mit dem Tochterboot des Seenotrettungskreuzers zurücklegen.

Mit der ST. PAULI gingen sie beim Muschelkutter längsseits. Zwei als Rettungssanitäter ausgebildete Seenotretter stiegen bei ruhiger See auf die „Andrea“ über. Dort stabilisierten sie zunächst den Mann, bevor sie ihn auf einer speziellen Bergungstrage der DGzRS liegend auf das Tochterboot übernahmen. An Bord versorgten die Seenotretter den Patienten weiter und brachten ihn zur Schleuse Leysiel. Dort übergaben sie den Mann an den Landrettungsdienst.

Aktuelle Seenotfälle
Seenotrettungskreuzer HARRO KOEBKE in voller Fahrt auf der Ostsee. Zur Seite: Maschinenraumbrand auf Windparkschiff in der Ostsee – Seenotretter koordinieren Einsatz

Nach einem Brand im Maschinenraum hat ein deutsches Windparkschiff in der Ostsee sicher den dänischen Hafen Klintholm erreicht. Alle zehn Menschen an Bord blieben unverletzt.

Am Rand zu erkennen: Ein Seenotrettungsboot. Im Hintergrund die Steilküste von Rügen, davor das Meer. Zur Seite: Seenotretter und Feuerwehr retten im Kreideschlamm eingesunkene Wanderer von Steilküste

Die Seenotretter der Station Sassnitz der DGzRS haben gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Sassnitz einen Mann und eine Frau vom Strand unterhalb der Kreidefelsen des Nationalparks Jasmund gerettet.

Der Rücken eines Wals ist im Wasser sichtbar, im Hingergrund ein Seenotrettungskreuzer. Zur Seite: Seenotretter helfen bei Befreiung von gestrandetem Wal

Zuständige Gemeinde Timmendorfer Strand leitet Rettungsaktion und bittet DGzRS um Amtshilfe.

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

Unsere Informationen kommen per Funk.
Ihre mit einem Newsletter.

Wir informieren Sie monatlich über Neuigkeiten aus unserer Arbeit. Dazu zählen Einsatzberichte, Veranstaltungstermine und Geschichten aus dem Bordalltag.