09.07.2020

Seenotretter im Einsatz für schwer verletzten Alleinsegler an der Steilküste von Hiddensee

Für einen Alleinsegler sind die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und ein Hubschrauber von Northern HeliCopter (NHC) in der Nacht zu Donnerstag, 9. Juli 2020, vor Hiddensee im Einsatz gewesen. Der Skipper war bereits am Dienstag, 7. Juli 2020, als vermisst gemeldet worden. Mit seinem Segelboot war der 53-Jährige am Ufer der Steilküste der Ostseeinsel gestrandet. Dabei hatte er sich schwer am Kopf verletzt.

Mit seinem Segelboot ist ein Mann an der Steilküste im Westen der Ostseeinsel Hiddensee gestrandet. Dabei verletzte er sich schwer am Kopf.

Gegen 22.30 Uhr meldeten Spaziergänger auf dem Hochland eine offenbar schwer verletzte Person unten am Strand der unwegsamen Steilküste unweit des Leuchtturms Dornbusch im Nordwesten der Ostseeinsel Hiddensee. Sofort alarmierte die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS die freiwilligen Seenotretter der Station Vitte/Hiddensee mit dem Seenotrettungsboot NAUSIKAA und ihre Kollegen der Station Darßer Ort mit dem Seenotrettungskreuzer THEO FISCHER. Ferner bat die DGzRS einen auf Rügen stationierten Hubschrauber von Northern HeliCopter (NHC) um Unterstützung. Außerdem waren Freiwillige Feuerwehren der Ostseeinsel und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Einsatz.

Der Unglücksort lag in einem unwegsamen Strandabschnitt, der vom Hochland aus nur sehr schwer zugänglich ist. Als die NAUSIKAA vor der Steilküste eintraf, ließen die Seenotretter ein mitgenommenes Schlauchboot zu Wasser. Nur so konnten ein freiwilliger Seenotarzt und zwei Rettungsmänner die letzten Meter zum Ufer über den steinigen Meeresgrund bewältigen. Dort stabilisierte der freiwillige Seenotarzt zunächst den schwer verletzten Skipper. Mit den leistungsstarken Suchscheinwerfern der THEO FISCHER und der NAUSIKAA leuchteten die Seenotretter den Einsatzort aus. Feuerwehrleute beteiligten sich daran von Land aus. Über die Steilküste war ein Abtransport des Seglers unmöglich. Deshalb winschte die Hubschrauberbesatzung den Mann gegen 1 Uhr auf einer Trage liegend auf und flog ihn in ein Krankenhaus.

Der Segler war am Montag, 6. Juli 2020, südlich von Kopenhagen (København) mit seinem etwa zehn Meter langen Segelboot gestartet. Sein Ziel war Nakskov an der Westküste der dänischen Insel Lolland. Dort kam er allerdings nie an. Bereits am Dienstag, 7. Juli 2020, hatte die dänische Seenotleitung den 53-jährigen Deutschen als vermisst gemeldet. Die eingeleitete Suche im SAR-Gebiet Dänemarks (SAR = Search and Rescue) blieb jedoch erfolglos.

Nach Angaben des Skippers war er unterwegs seekrank geworden, auch hatte der Motor seines Bootes nicht mehr einwandfrei funktioniert. Daraufhin habe er einige Seenotsignale abgesetzt, ohne Erfolg. So trieb er auf der Ostsee und strandete vermutlich im Laufe des Mittwochs mit seinem Boot am Ufer der Steilküste. Dabei hatte er sich schwer am Kopf verletzt. Dennoch konnte er sein Segelboot verlassen und sich an den Strand retten. Wegen ausgefallener Kommunikationsmittel konnte er jedoch nicht auf seine Notlage aufmerksam machen.

Zum Einsatzzeitpunkt herrschte im Seegebiet kräftiger Westwind mit etwa fünf Beaufort (bis zu 40 km/h).

AKTUELLE SEENOTFÄLLE

Blick vom Bug eines Seenotrettungsbootes bei Nacht auf eine Rettungsaktion auf dem Wasser. Im Scheinwerferlicht ist links eine schräg im Wasser liegende Segelyacht zu sehen, die offenbar auf Grund gelaufen ist. Vor der Yacht befindet sich ein weiteres Seenotrettungsboot mit eingeschaltetem Warnlicht. Die dunkle Umgebung wird nur durch die Beleuchtung der Boote und einen hellen Lichtstrahl in den Nachthimmel erhellt.. Zur Seite: Seenotretter befreien drei Segler aus lebensgefährlicher Lage

Drei Segler sind nördlich der Inseln Baltrum und Langeoog in der Brandungszone einer Sandbank festgekommen. Die Seenotretter brachten sie mit dem Seenotrettungsboot SECRETARIUS in den sicheren Hafen.

Drei Seenotrettungsboot liegen als Päckchen in einem Hafen, dahinter, leicht verdeckt, das havarierte Ausflugsschiff. Zur Seite: Brand auf Fahrgastschiff: Seenotretter unterstützen Einsatz auf der Greifswalder Oie

Im Nothafen der kleinen Ostseeinsel Greifswalder Oie ist am frühen Samstagnachmittag, 26. September 2026, auf einem Ausflugsschiff ein Brand ausgebrochen. Ein Besatzungsmitglied bekämpfte das Feuer erfolgreich. Die auf der Insel stationierten Seenotretter stellten den Verschlusszustand des Maschinenraums her, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Ein Kontrollboot der Bundespolizei und ein Tochterboot der Seenotretter liegen an einem havarierten Katamaran, um dort zu helfen. Seenotretter und Bundespolizisten sind übergestiegen und arbeiten am gebrochenen Mast.. Zur Seite: Seenotretter und Bundespolizei im Einsatz für Katamaran mit Mastbruch

Die Überführungsfahrt eines Seglerpaares von Skandinavien nach Portugal ist am Freitagabend, 25. September 2026, im Schlepp der Seenotretter zu Ende gegangen. Nördlich der Insel Wangerooge brach aus ungeklärter Ursache der Mast des Kajüt-Katamarans. Die Seenotretter der Station Hooksiel sowie Einsatzkräfte der Bundespolizei See kamen den Seglern zu Hilfe.

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

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