Seenotretter im Einsatz für erschöpfte Stehpaddlerin

Abendlicher Paddelausflug wird zur lebensbedrohlichen Situation: Die Seenotretter sind am Sonntagabend, 15. Mai 2022, für eine Stehpaddlerin (Stand-Up-Paddle, SUP) vor der Ostfriesischen Insel Borkum im Einsatz gewesen. Gegen den ablandigen Wind kam die schnell erschöpfte Frau nicht mehr an. Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers FELIX SAND brachte sie sicher an Land. Die Seenotretter geben Tipps, wie Unfälle auf See vermieden werden können.

Seenotrettungskreuzer im Einsatz

Mit dem Seenotrettungskreuzer FELIX SAND der DGzRS sind die Seenotretter vor Borkum im Einsatz für eine Stehpaddlerin (Stand-Up-Paddle, SUP) gewesen.

Archivfoto: DGzRS – Die Seenotretter / Alexander Krüger

Passanten beobachteten gegen 19.20 Uhr vom Südstrand Borkums aus, wie die Stehpaddlerin vergeblich versuchte, wieder an die rund 250 Meter entfernte Küste zurückzugelangen. Immer wieder stürzte sie von ihrem Board. Ablandiger Nordostwind mit vier bis fünf Beaufort (bis zu 37 Stundenkilometer) trieben sie von der Insel weg.

Die Augenzeugen wählten die Notrufnummer „112“ und informierten die Rettungsleitstelle Ostfriesland. Diese wiederum meldete sich bei der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS – der deutschen Rettungsleitstelle See. Als die dortigen Wachleiter von der gefährlichen Lage der Frau erfuhren, alarmierten sie die Besatzung des vertretungsweise auf Borkum stationierten Seenotrettungskreuzers FELIX SAND. Gleichzeitig riefen sie über den internationalen Not- und Anrufkanal 16 den Fischkutter „Avalon“, da er sich ganz in der Nähe der Wassersportlerin befand.

Während der Seenotrettungskreuzer Kurs auf die Unglückstelle nahm, konnte die Fischkutterbesatzung die Frau aus dem etwa elf Grad Celsius kalten Wasser retten. Mit dem Tochterboot SAPHIR übernahmen die Seenotretter die Paddlerin und brachten sie an Land. Die Frau war erschöpft, aber wohlauf.

Nord- und Ostsee gehören zu den anspruchsvollsten Wassersportgebieten der Welt. Unbedingt sollten Wassersportbegeisterte vor ihrem Ausflug

  • alle relevanten Informationen, wie Wettervorhersage, Gezeitenstrom, -richtung und -stärke, erwartete Wellenhöhe sowie Wassertemperatur zusammentragen,
  • eine Alarmierungs- bzw. Kommunikationsmöglichkeit wie beispielsweise ein wasserfest verpacktes Mobiltelefon mitnehmen und prüfen, ob Netzabdeckung gegeben ist,
  • passende, gut sichtbare Kleidung und Rettungsweste/Schwimmhilfe anlegen,
  • mit jemandem Begleitung vereinbaren und aufeinander aufpassen.

Unter sicher-auf-see.de gibt es weitere wertvolle Tipps für verschiedene Wassersportarten.

Dort können Wassersportler außerdem die Broschüre „Sicher auf See“ kostenfrei bestellen und Informationen zur Sicherheits-App SafeTrx der Seenotretter erhalten, die kostenlos für iOS und Android in den AppStores verfügbar ist. Einfach die Checklisten in der App zum Saisonstart abhaken. Diese können individuell für Fahrzeug oder Sportart angepasst und gespeichert werden.

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Eine von der DGzRS koordinierte und groß angelegte Suche nach einem vermissten Surfer vor Borkum hat am Freitagmorgen, 9. Oktober 2026, ein glückliches Ende genommen. Nach vielen Stunden nur mit seinem Surfbrett und ohne Segel auf See gelang es dem etwa 70-jährigen Insulaner, wieder an Land zu kommen.

Blick über eine bewegte See von einem Seenotrettungskreuzer aus. In der Bildmitte fährt ein Krabbenkutter durch die Wellen, begleitet von einem kleineren Tochterboot der Dgzrs. Rechts im Hintergrund ist ein größeres Schiff, ein Seenotrettungskreuzer, mit rot-weißer Brücke zu sehen. Der Himmel wirkt dunkel und bedeckt, während das Meer in kräftigen Blau- und Grautönen erscheint. Im rechten Vordergrund sind Teile der Reling und Aufbauten des Seenotrettungskreuzers sichtbar, von dem aus fotografiert wurde.. Zur Seite: Seenotretter im Einsatz für Kutter mit starkem Wassereinbruch

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Das Seenotretter-Logbuch

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