13.05.2021

Seenotretter helfen bei medizinischem Notfall an Bord einer Segelyacht

Ein 50-jähriger Segler verdankt den Seenotrettern der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) schnelle medizinische Hilfe. Zwei Rettungseinheiten und ein Hubschrauber waren am Nachmittag des Himmelfahrtstages, 13.Mai 2021, für den Patienten im Einsatz. Während der Mann schließlich ausgeflogen wurde, begleiteten die Seenotretter seine Ehefrau sicher nach Hause.

Helikopter fliegt über Seenotrettungskreuzer auf offener See

Per Seilwinde werden ein zusätzlicher Notarzt und Notfallsanitäter an Bord des DGzRS- Seenotrettungskreuzers SK 41 abgesetzt.

Gegen 15 Uhr meldete sich eine Frau per Telefon in der SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC= Maritime Rescue Co-Ordination Centre). Sie und ihr Mann waren mit einer 9,5 Meter langen Segelyacht in der Hohwachter Bucht in Richtung Kiel unterwegs, als es dem 50-Jährigen plötzlich schlecht ging. Er klagte über Taubheitsgefühle in Armen und Beinen.

Die Wachleiter der SEENOTLEITUNG BREMEN berieten die Ehefrau telefonisch über den medizinischen Arbeitsplatz und alarmierten umgehend die Besatzung des Seenotrettungskreuzers SK 41. Dieser vertritt derzeit den Seenotrettungskreuzer BERLIN während dessen turnusgemäßer Werftzeit auf der DGzRS-Station Laboe. Vor dem Ablegen nahm SK 41 eine freiwillige Seenotärztin an Bord. Das Seenotrettungsboot GERHARD ELSNER / Station Schilksee befand sich währenddessen auf Kontrollfahrt in dem Seegebiet. Die Besatzung beschloss in Absprache mit der SEENOTLEITUNG BREMEN, den Einsatz zu unterstützen.

Die Yacht lief den Seenotrettern entgegen und traf auf Höhe Schönberger Strand zeitgleich auf beide Rettungseinheiten. Ein zum Rettungssanitäter ausgebildeter Seenotretter stieg von der GERHARD ELSNER auf die Yacht über und begann mit der medizinischen Versorgung. Schließlich wurde der Patient auf den Seenotrettungskreuzer übergeben, da dessen Bordhospital ideale Voraussetzungen zur Behandlung bot. 

Bald darauf erreichte ein zuvor bereits alarmierter Rettungshubschrauber von NHC Northern Helicopter den Einsatzort. Gemeinsam mit dem medizinischen Personal des Hubschraubers entschieden die Seenotretter, den Patienten zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus zu bringen. Mittels einer Seilwinde wurde der Mann daraufhin vom Vorschiff des Seenotrettungskreuzers abgeborgen und ans Festland geflogen.

Die Besatzung der GERHARD ELSNER begleitete anschließend die Ehefrau des Patienten mitsamt der Segelyacht nach Schilksee. Der Mann befindet sich nicht in Lebensgefahr.

Zum Einsatzzeitpunkt herrschten westliche Winde mit vier Beaufort Windstärke (bis zu 30 km/h), die Wellen mit einer Höhe von ungefähr einem halben Meter verursachten.  

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