29.08.2020

Nächtlicher Einsatz: Seenotretter und Wasserschutzpolizei finden überfälligen Segler

Bei einem nächtlichen Einsatz am Freitag, 28. August 2020, haben die Seenotretter der Freiwilligenstation Stralsund der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei einen vermissten Segler sicher in den Hafen Stralsund gebracht. Der 79-jährige Segler war von Hiddensee mit dem Ziel Stralsund ausgelaufen, dort jedoch nicht angekommen.

Seenotrettungskreutzer im Einsatz für vermissten Segler

Vom Seenotrettungsboot HERTHA JEEP stieg ein Seenotretter auf das in der Nacht aufgefundene Segelboot über.
Archivfoto

Familienangehörige hatten den Segler überfällig gemeldet. Er hatte gegen 18 Uhr in Stralsund eintreffen wollen. Das Revier im entsprechenden Gebiet zeichnet sich durch zahlreiche Untiefen aus.

Die Polizei alarmierte einen Hubschrauber, ein Streifenboot sowie die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS. Das Seenotrettungsboot HERTHA JEEP der Station Stralsund sowie das Seenotrettungsboot NAUSIKAA der Station Hiddensee liefen sofort aus.

Der Polizeihubschrauber sichtete gegen 22.40 Uhr ein unbeleuchtetes Fahrzeug unter Segeln etwa viereinhalb Seemeilen (ca. acht Kilometer) von Stralsund entfernt und gab die Position durch. Wenig später erreichten die HERTHA JEEP und das Streifenboot UMMANZ der Wasserschutzpolizei das etwa acht Meter lange Segelboot.

Der Segler war aufgrund eines Blackouts (Ausfall aller Systeme an Bord) und kaum vorhandenem Wind nahezu manövrierunfähig. Um den Skipper zu unterstützen, stieg ein Seenotretter von der HERTHA JEEP auf das Boot über und übernahm vom Seenotrettungsboot eine Schleppleine. Die Seenotretter schleppten den Segler nach Stralsund, wo sie um Mitternacht eintrafen. Die Wasserschutzpolizei begleitete den Schleppzug.

Sicherheitshalber war ein Rettungswagen in den Hafen bestellt worden. Überglücklich nahmen die Angehörigen den Skipper in Stralsund in Empfang.

AKTUELLE SEENOTFÄLLE

Zur Seite: Seenotretter, Bundespolizei und Hubschrauber für schwer erkrankten Einhandsegler im Einsatz

Die Seenotretter der Stationen Helgoland und Hooksiel waren am 27. August 2026 gemeinsam mit der Bundespolizei See und einem Hubschrauber von NHC Northern Helicopter im Einsatz für einen schwer erkrankten Einhandsegler.

Ein Seenotrettungskreuzer auf der Nordsee vor Büsum. Zur Seite: Seenotretter im Einsatz für drei Schiffbrüchige vor Büsum

Die Seenotretter der Station Büsum sind am Samstag, 22. August 2026, für drei Schiffbrüchige im Einsatz gewesen. Die Segler – ein Ehepaar und der erwachsene Sohn – waren mit ihrem Jollenkreuzer gekentert.

Ein Seenotrettungsboot bei schlechtem Wetter auf der Ostsee. Im Hintergrund ist ein rot-weißer Seenotrettungskreuzer zu sehen. Zur Seite: Seenotretter befreien sechs Menschen aus Lebensgefahr

Die Seenotretter der Station Sassnitz der DGzRS sind am späten Mittwochabend, 19. August 2026, für eine Segelyacht mit starkem Wassereinbruch im Einsatz gewesen. Das zwölf Meter lange Boot drohte rund drei Seemeilen nördlich von Sassnitz zu sinken.

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

Unsere Informationen kommen per Funk.
Ihre mit einem Newsletter.

Wir informieren Sie monatlich über Neuigkeiten aus unserer Arbeit. Dazu zählen Einsatzberichte, Veranstaltungstermine und Geschichten aus dem Bordalltag.