18.10.22

Medizinischer Notfall auf Fährschiff

Die Seenotretter der Station Laboe der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sind am Montagnachmittag, 17. Oktober 2022, für ein schwer erkranktes Besatzungsmitglied einer Fähre im Einsatz gewesen. Der Mann benötigte schnelle medizinische Hilfe. Mit einem SAR-Hubschrauber wurde er in ein Krankenhaus geflogen. 

Windenmanöver der BERLIN mit SAR-Hubschrauber. Vergleichbare Wetterbedingungen wie auf diesem Archivfoto herrschten zur Einsatzzeit in der Kieler Bucht.

Gegen 15 Uhr meldete sich die norwegische Leitstelle Stavanger bei der von der DGzRS betriebenen deutschen Rettungsleitstelle See: An Bord der Fähre „Color Magic“ hatte ein Besatzungsmitglied starke Brustschmerzen. Das 224 Meter lange Schiff verließ zu dem Zeitpunkt die Kieler Förde und befand sich auf dem Weg nach Oslo. Die Wachleiter alarmierten umgehend die Besatzung des in Laboe stationierten Seenotrettungskreuzers BERLIN und forderten einen Seenotarzt sowie einen SAR-Hubschrauber der Deutschen Marine an.

Während die BERLIN den Mediziner an Bord nahm, vereinbarten Seenotretter und Marineflieger einen Treffpunkt auf See. Der SAR-Hubschrauber des Typs „Sea King“ nahm den Arzt mit einer Winde vom Seenotrettungskreuzer auf und flog ihn zum etwa neun Seemeilen (rund 17 Kilometer) von der Küste entfernten Fährschiff.
Dort gelang es, den Patienten so weit zu stabilisieren, dass er von der Hubschrauberbesatzung in ein Krankenhaus geflogen werden konnte.

Während der Einsatzzeit herrschte diesiges Wetter bei leichtem Südwestwind und etwa einem Meter Seegang.

Aktuelle Seenotfälle
Ein rot-weißes Seenotrettungsboot fährt mit hoher Geschwindigkeit über eine aufgewühlte See und wirbelt dabei Gischt auf. Im Hintergrund ist ein größerer rot-weißer Seenotrettungskreuzer zu sehen. Dunkle, schwere Gewitterwolken hängen über dem Meer und verleihen der Szene eine dramatische Atmosphäre.. Zur Seite: Medizinischer Notfall östlich der Ostseeinsel Rügen: Seenotretter im Einsatz für stark seekranken Segler

Seenotretter der Station Sassnitz bringen stark seekranken Segler mit dem Tochterboot NOTARIUS des Seenotrettungskreuzers HARRO KOEBKE sicher an Land.

Nachtaufnahme auf See: Zwei Schiffe liegen längsseits nebeneinander. Im Mittelpunkt steht das Arbeitsdeck eines Fischereifahrzeugs mit weißer und roter Aufbauten, hellen Decksstrahlern und mehreren aufgehängten Fischernetzen. Rechts sind metallische Arbeits- und Sortieranlagen zu sehen, die auf ein Fang- oder Verarbeitungsdeck hindeuten. Entlang der Bordwand hängen große orangefarbene Fender, die die beiden Schiffe voneinander abpolstern. Auf dem linken Schiff, einem Seenotrettungskreuzer, steht eine Person in Schutzkleidung, Helm und Rettungsweste auf dem schmalen Gang zwischen den Fahrzeugen. Das Deck ist grün gestrichen, nahe der Kamera liegt ein aufgerolltes Tau. Der Hintergrund besteht fast vollständig aus dunklem Nachthimmel und schwarzer Wasserfläche, wodurch die stark beleuchteten Arbeitsbereiche besonders hervortreten.. Zur Seite: Seenotretter für zwei Fischer im Nachteinsatz

Die Besatzung der THEODOR STORM schleppt vor der Dithmarscher Küste einen manövrierunfähigen Kutter sicher in den Hafen von Büsum.

Blick auf Zwei nebeneinander fahrende Schiffe. Links im Bild befindet sich ein ehemaliger Krabbenkutter mit hohem Mast, rechts ein   Seenotrettungskreuzer, der diesen in den Büsumer Hafen schleppt. Im Hintergrund ist die Schleusenanlage mit grün leuchtenden Signalen, ein Deich und mehrere Masten zu sehen. Das Wasser ist ruhig, der Himmel klar und hell.. Zur Seite: Seenotretter bringen Ausflugskutter mit 50 Menschen an Bord sicher in den Hafen

Der Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM kommt am Mittwoch, 29. Juli 2026, vor der schleswig-holsteinischen Westküste einem Ausflugskutter mit gerissenem Fangnetz und 50 Menschen an Bord zu Hilfe.

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

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