13.09.2020

Hansekoggen-Nachbau kollidiert mit Bremerhavener Containerterminal

Mit dem Schrecken davon gekommen sind 44 Menschen an Bord eines Hansekoggen-Nachbaus nach einer Kollision vor Bremerhaven am Sonntagnachmittag, 13. September 2020. Die „Ubena von Bremen“ kollidierte nach Maschinenausfall mit der Stromkaje. Der Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachte das beschädigte Schiff samt Besatzung und Passagieren in Sicherheit.

Ihre Spende hilft, Leben zu retten.

Jetzt spenden

Seenotrettungskreuzer kollidiert mit UBENA VON BREMEN

Der Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER hat den nach einer Kollision beschädigten Hansekoggen-Nachbau „Ubena von Bremen“ in Schlepp genommen.

Gegen 15 Uhr erfuhren die Seenotretter über den Revierfunk von der Kollision des gut 23 Meter langen Koggennachbaus in Höhe des Containerterminals I rund 500 Meter nordwestlich der Bremerhavener Nordschleuse. Der Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER/Station Bremerhaven verließ umgehend seinen Liegeplatz im Alten Vorhafen. Bereits wenige Minuten später traf er am kaum drei Seemeilen (gut fünf Kilometer) entfernten Unglücksort ein.

Nach Maschinenausfall hatte die Besatzung der „Ubena von Bremen“ den Anker geworfen, um den drohenden Aufprall zu verlangsamen. Gegen den Südwestwind um fünf Beaufort (bis 41 km/h Windgeschwindigkeit) und den starken Ebbstrom konnte dies jedoch wenig ausrichten. Immerhin: „Kein Wassereinbruch, keine Verletzten“, hatte die „Ubena von Bremen“ über Funk den Seenotrettern gemeldet.

Die HERMANN RUDOLF MEYER ging längsseits des an der Steuerbordseite beschädigten Havaristen und nahm ihn auf die gleiche Weise in Schlepp. Besatzung und Passagiere konnten an Bord bleiben. Die Verkehrszentrale Bremerhaven Weser Traffic warnte die Schifffahrt im Revier und sorgte so dafür, dass der Seenotrettungskreuzer mit dem 130 Tonnen verdrängenden Havaristen im viel befahrenen Strom gefahrlos wenden konnte.

Die Seenotretter brachten die „Ubena von Bremen“ an einen sicheren Liegeplatz vor der Fischereihafenschleuse. Dort gingen alle Passagiere wohlbehalten von Bord. Die Besatzung des Wasserschutzpolizei-Schlauchbootes „WSP 10“ kümmerte sich um den Anker des Koggennachbaus. Er hatte vor Beginn der kurzen Schleppreise gekappt werden müssen.

Unterstützen Sie die Seenotretter – mit Ihrer Spende.

AKTUELLE SEENOTFÄLLE

Zur Seite: Groß angelegte Suche nach vermisstem Surfer vor Borkum nimmt glückliches Ende

Eine von der DGzRS koordinierte und groß angelegte Suche nach einem vermissten Surfer vor Borkum hat am Freitagmorgen, 9. Oktober 2026, ein glückliches Ende genommen. Nach vielen Stunden nur mit seinem Surfbrett und ohne Segel auf See gelang es dem etwa 70-jährigen Insulaner, wieder an Land zu kommen.

Blick über eine bewegte See von einem Seenotrettungskreuzer aus. In der Bildmitte fährt ein Krabbenkutter durch die Wellen, begleitet von einem kleineren Tochterboot der Dgzrs. Rechts im Hintergrund ist ein größeres Schiff, ein Seenotrettungskreuzer, mit rot-weißer Brücke zu sehen. Der Himmel wirkt dunkel und bedeckt, während das Meer in kräftigen Blau- und Grautönen erscheint. Im rechten Vordergrund sind Teile der Reling und Aufbauten des Seenotrettungskreuzers sichtbar, von dem aus fotografiert wurde.. Zur Seite: Seenotretter im Einsatz für Kutter mit starkem Wassereinbruch

Im schleswig-holsteinischen Wattenmeer vor der Halbinsel Eiderstedt sind die Seenotretter einem Krabbenkutter mit starkem Wassereinbruch zu Hilfe gekommen. Zwei Seenotrettungskreuzer waren im Einsatz.

Blick vom Bug eines Seenotrettungsbootes bei Nacht auf eine Rettungsaktion auf dem Wasser. Im Scheinwerferlicht ist links eine schräg im Wasser liegende Segelyacht zu sehen, die offenbar auf Grund gelaufen ist. Vor der Yacht befindet sich ein weiteres Seenotrettungsboot mit eingeschaltetem Warnlicht. Die dunkle Umgebung wird nur durch die Beleuchtung der Boote und einen hellen Lichtstrahl in den Nachthimmel erhellt.. Zur Seite: Seenotretter befreien drei Segler aus lebensgefährlicher Lage

Drei Segler sind nördlich der Inseln Baltrum und Langeoog in der Brandungszone einer Sandbank festgekommen. Die Seenotretter brachten sie mit dem Seenotrettungsboot SECRETARIUS in den sicheren Hafen.

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

Unsere Informationen kommen per Funk.
Ihre mit einem Newsletter.

Wir informieren Sie monatlich über Neuigkeiten aus unserer Arbeit. Dazu zählen Einsatzberichte, Veranstaltungstermine und Geschichten aus dem Bordalltag.