Feuer auf Autotransporter vor Borkum

Im Maschinenraum des Autotransporters „Thames Highway“ ist am späten Montagabend, 26. Januar 2026, ein Feuer ausgebrochen. Das 149 Meter lange Schiff hatte kurz zuvor den Hafen Emden verlassen und ankerte manövrierunfähig westlich vor Borkum. Der Seenotrettungskreuzer HAMBURG der DGzRS-Station Borkum sicherte die Einsatzstelle ab.

Nachtaufnahme von Bord des Seenotrettungskreuzers Hamburg. Am linken Bildrand ist die angeschnittene Steuerbordseite des Seenotrettungskreuzers zu erkennen, der Lichtkegel von dessen Suchscheinwerfer beleuchtet den rot-weißen Autotransporter "Thames Highway" in der Bildmitte. Auf der dunklen Wasseroberfläche, im unteren Teil des Bildes, wird das Licht des Suchscheinwerfers reflektiert.

Im Einsatz für den Autotransporter "Thames Highway": der Seenotrettungskreuzer HAMBURG der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

Pressemitteilung des Havariekommandos

Erste Mitteilung, 27. Januar, 4.09 Uhr

Am späten Montagabend kam es im Maschinenraum des Autotransporters MS THAMES HIGHWAY [Flagge: Bahamas, Länge: 149 Meter, Breite: 25 Meter] zu einem Brand, kurz nachdem das Schiff den Hafen Emden verlassen hatte. Das Schiff ist manövrierunfähig und hat als Sicherheitsmaßnahme außerhalb des Fahrwassers der Emsmündung nordwestlich von Borkum geankert.

An Bord befinden sich 18 Besatzungsmitglieder und ein Lotse. Es gibt keine Verletzten und keinen Schadstoffaustritt. Die Besatzung hat im Maschinenraum direkt nach Ausbruch des Brandes den „Verschlusszustand“ hergestellt und den Raum somit luftdicht verschlossen. Dadurch wurde eine weitere Brandausbreitung verhindert.

Das Havariekommando hat heute um 00:10 Uhr die Gesamteinsatzleitung übernommen und umgehend ein sechsköpfiges Team der Feuerwehr Cuxhaven zum Havaristen geschickt. Die speziell für die Schiffsbrandbekämpfung auf See ausgebildeten Einsatzkräfte wurden mit einem Bundespolizeihubschrauber zum Schiff geflogen und per Seilwinde auf der MS THAMES HIGHWAY abgesetzt. Weitere Einsatzkräfte der Feuerwehren Emden und Wilhelmshaven sind unterwegs.

Der Seenotrettungskreuzer HAMBURG (Station Borkum) der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist seit Montagabend in unmittelbarer Nähe des Havaristen und kann bei Bedarf medizinische Unterstützung leisten. Außerdem wurden weitere Hubschrauber, Einsatzkräfte und Schiffe alarmiert, darunter der Notschlepper NORDIC, der Tonnenleger NORDEN der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes sowie das Mehrzweckschiff des Bundes MELLUM. Auch der Notschlepper MULTRASHIP PROTECTOR der niederländischen Küstenwache steht zur Unterstützung an der deutsch-niederländischen Grenze bereit.

Die MS THAMES HIGHWAY war auf dem Weg von Emden nach Grimsby in Großbritannien und ist mit 1.294 Fahrzeugen beladen, darunter 477 Elektroautos. Vor Ort herrschen Wetterverhältnisse mit zwei Meter hohen Wellen und Windstärke 4.

Update, 27. Januar, 7.33 Uhr: Schiff wird nach Emden geschleppt

Der Brand im Maschinenraum der MS THAMES HIGHWAY wurde gelöscht. Die Feuerwehrteams aus Cuxhaven und Wilhelmshaven bleiben zur Brandwache vorerst weiter an Bord.

Da sich das Schiff aufgrund von Maschinenschäden nun nicht mehr eigenständig fortbewegen kann, soll das Schiff von privaten Bergungsunternehmen nach Emden geschleppt werden.

Letzte Mitteilung, 27. Januar, 11.15 Uhr: Feuer auf Autotransporter vor Borkum gelöscht, Schiff geht nach Emden

Die Feuerwehrteams aus Cuxhaven und Wilhelmshaven blieben zunächst zur Brandwache an Bord und wurden dann per Helikopter zurück an Land gebracht.

Da sich das Schiff aufgrund von Maschinenschäden nun nicht mehr eigenständig fortbewegen kann, wird das Schiff von privaten Bergungsunternehmen nach Emden geschleppt.

Insgesamt waren 63 Einsatzkräfte, vier Schiffe und zwei Hubschrauber an dem Einsatz beteiligt.

 

Ohne Deine Spende geht’s nicht!

Blick auf Zwei nebeneinander fahrende Schiffe. Links im Bild befindet sich ein ehemaliger Krabbenkutter mit hohem Mast, rechts ein   Seenotrettungskreuzer, der diesen in den Büsumer Hafen schleppt. Im Hintergrund ist die Schleusenanlage mit grün leuchtenden Signalen, ein Deich und mehrere Masten zu sehen. Das Wasser ist ruhig, der Himmel klar und hell.. Zur Seite: Seenotretter bringen Ausflugskutter mit 50 Menschen an Bord sicher in den Hafen

Der Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM kommt am Mittwoch, 29. Juli 2026, vor der schleswig-holsteinischen Westküste einem Ausflugskutter mit gerissenem Fangnetz und 50 Menschen an Bord zu Hilfe.

Nacht. Am Rand ist der Aufbau eines Seenotrettungsbootes zu erkennen. Es zieht ein Segelboot an einer langen Leine hinter sich her über die Ostsee. Am anderen Bildrand ist ein grün-weiß gestreifter Leuchtturm zu sehen. Im Hintergrund fährt eine weitere Rettungseinheit.. Zur Seite: Wassereinbruch bei Nacht: Seenotretter bringen Segler sicher an Land

Die Seenotretter der Station Maasholm waren am späten Donnerstagabend, 23. Juli 2026, im Einsatz für eine Segelyacht auf der Ostsee. Östlich von Schleimünde meldete die zweiköpfige Besatzung nach Einbruch der Dunkelheit starken Wassereinbruch.

Zur Seite: Rettungsleitstelle See unterstützt Lotsen bei Reanimation auf Containerschiff

Auf dem Containerschiff "MSC Maxine" ist gestern, 19. Juli 2026, südlich von Helgoland ein Lotse nach einem Zusammenbruch von seinem Kollegen wiederbelebt worden. Der Mann wurde in ein Krankenhaus geflogen.

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

Das Seenotretter-Logbuch

Unsere Informationen kommen per Funk.
Ihre mit einem Newsletter.

Wir informieren Sie monatlich über Neuigkeiten aus unserer Arbeit. Dazu zählen Einsatzberichte, Veranstaltungstermine und Geschichten aus dem Bordalltag.