17.03.2021

Angler auf der Schlei tödlich verunglückt

Bei einem Unglück auf der Schlei bei Kappeln am Dienstag, den 16. März, ist ein 62-jähriger Angler aus Hamburg ums Leben gekommen. Die freiwilligen Seenotretter der Station Maasholm der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hatten den Mann nicht weit von seinem Boot entfernt treibend aufgefunden.

Die HELMUT MANTHEY auf dem Einsatz zu einem Angelunglück auf der Schlei

Mit dem 38 Knoten schnellen Seenotrettungsboot HELLMUT MANTHEY waren die Seenotretter in kürzester Zeit am Unglücksort.
Foto: ypscollection.de

Der Kapitän eines Schleppers hatte der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS die Sichtung eines kleinen Schlauchbootes und eine Person im Wasser kurz hinter Rabelsund auf der Südseite der Schlei gemeldet. Aufgrund seines Tiefganges konnte der Schlepper sich jedoch nicht nähern.
Sofort alarmierten die Wachleiter die Freiwilligenstation Maasholm. Vormann Steffen Ottsen befand sich zu diesem Zeitpunkt für Ausbildungsmaßnahmen im Stationsgebäude. Innerhalb von zehn Minuten waren drei weitere Freiwillige vor Ort und das Seenotrettungsboot HELLMUT MANTHEY lief aus.
Bereits wenige Minuten später sichteten die Seenotretter vor dem Ellenberger Holz das Boot, in dem sich nur eine Jacke und ein Eimer mit Fischen befand. Den Angler fanden sie etwa 200 Meter entfernt leblos treibend.
Die Seenotretter nahmen den Mann mit einem Rettungsnetz an Bord und begannen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Nach Rücksprache mit der Rettungsleitstelle brachten sie ihn ohne Unterbrechung der Maßnahmen nach Kappeln, wo Sanitäter und Notärztin übernahmen.
Um 18.20 Uhr wurde der Mann mit dem Rettungswagen zum Hubschrauber gebracht, der auf dem Sportplatz Kappeln gelandet war. Von dort wurde er per Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Wie zwischenzeitlich mitgeteilt wurde, überlebte der Mann den Unfall jedoch leider nicht.
Die Seenotretter fuhren zum Unfallort zurück, nahmen das Schlauchboot in Schlepp und überbrachten es der Wasserschutzpolizei.
Das Wasser der Schlei hat derzeit eine Temperatur von fünf Grad Celsius. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist unklar.

AKTUELLE SEENOTFÄLLE

Zur Seite: Seenotretter, Bundespolizei und Hubschrauber für schwer erkrankten Einhandsegler im Einsatz

Die Seenotretter der Stationen Helgoland und Hooksiel waren am 27. August 2026 gemeinsam mit der Bundespolizei See und einem Hubschrauber von NHC Northern Helicopter im Einsatz für einen schwer erkrankten Einhandsegler.

Ein Seenotrettungskreuzer auf der Nordsee vor Büsum. Zur Seite: Seenotretter im Einsatz für drei Schiffbrüchige vor Büsum

Die Seenotretter der Station Büsum sind am Samstag, 22. August 2026, für drei Schiffbrüchige im Einsatz gewesen. Die Segler – ein Ehepaar und der erwachsene Sohn – waren mit ihrem Jollenkreuzer gekentert.

Ein Seenotrettungsboot bei schlechtem Wetter auf der Ostsee. Im Hintergrund ist ein rot-weißer Seenotrettungskreuzer zu sehen. Zur Seite: Seenotretter befreien sechs Menschen aus Lebensgefahr

Die Seenotretter der Station Sassnitz der DGzRS sind am späten Mittwochabend, 19. August 2026, für eine Segelyacht mit starkem Wassereinbruch im Einsatz gewesen. Das zwölf Meter lange Boot drohte rund drei Seemeilen nördlich von Sassnitz zu sinken.

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

Unsere Informationen kommen per Funk.
Ihre mit einem Newsletter.

Wir informieren Sie monatlich über Neuigkeiten aus unserer Arbeit. Dazu zählen Einsatzberichte, Veranstaltungstermine und Geschichten aus dem Bordalltag.