SAREx Wilhelmshaven erfolgreich abgeschlossen

Rund 140 Einsatzkräfte aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein trainieren gemeinsam die Rettung Schiffbrüchiger
Wilhelmshaven – Mit einer realitätsnahen Großübung hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) vom 23. bis 25. April 2025 die Einsatzbereitschaft ihrer Besatzungen unter Beweis gestellt. Bei der SAREx Wilhelmshaven 2026 (Search and Rescue Exercise) trainierten rund 140 Seenotretter und weitere Einsatzkräfte die Rettung von Menschen aus Seenot unter anspruchsvollen Bedingungen. - Bildergalerie

Während der SAREx geht ein Seenotrettungskreuzer bei einem Havaristen längsseits

Auf der Jade spielte die DGzRS mehrere simulierte Notfallszenarien durch: Schwerverletzte auf havarierten Schiffen, vermisste Personen im Wasser und sinkende Boote stellten die Besatzungen vor komplexe Herausforderungen. Beteiligt waren sieben Seenotrettungskreuzer und -boote der DGzRS, Rettungshubschrauber der Marineflieger und von NHC Northern Helicopter, Behördenschiffe wie die „WSP 5“ der Wasserschutzpolizei Niedersachsen sowie als Havaristendarsteller der Schlepper „Fairplay 34“ und die Barkasse „Seebär“.

Die SAREx wurde außerdem unterstützt durch Verletztendarsteller der Emergency Training Group (ETG) von I.S.A.R. Germany. Im Hafen übernahmen die Feuerwehr Wilhelmshaven, der Kreisverband Wilhelmshaven des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Wilhelmshaven/Friesland die weitere Versorgung der „Schiffbrüchigen“. Dazu waren sie mit vier Rettungswagen vor Ort. Zudem hatten Feuerwehrleute dazu am Stationsgebäude der DGzRS ein Zelt errichtet, fachlich als Patientenablage bezeichnet.

„Wir bringen unsere Besatzungen bei diesen Übungen bewusst an ihre Grenzen“, erläutert Jan Lutz, Leiter des Rettungsdienstes der DGzRS. „Denn nur so können wir sicherstellen, dass sie im Ernstfall bestmöglich vorbereitet sind. Wir danken allen beteiligten Partnern für das große Engagement, das uns diese realitätsnahen Übungen ermöglicht.“

Die Koordinierung der Einsätze erfolgte über eine eigens eingerichtete Übungsleitstelle, besetzt durch Mitarbeiter der Rettungsleitstelle See der DGzRS. Um die Kommunikation im öffentlichen Seefunk nicht zu beeinträchtigen, wurden spezielle Codewörter verwendet.

„Glücklicherweise erleben wir selten Einsätze mit Schwerverletzten. Aber in dieser großen Übung mussten wir auch das bewältigen, zum Beispiel in einem engen Schiff entscheiden, wer zuerst Hilfe braucht. Das war so realistisch, dass wir völlig vergessen haben, dass es eine Übung war“, sagt Stephan von Wecheln, Vormann der DGzRS-Freiwilligenstation Wilhelmshaven. Sie war zum sechsten Mal Gastgeber einer SAREx.

Seitens der DGzRS nahmen folgende Einheiten teil:
• Seenotrettungskreuzer HANS HACKMACK (ohne feste Station), EUGEN (Station Norderney) und PIDDER LÜNG (Station List)
• von den Freiwilligen-Stationen die Seenotrettungsboote PETER HABIG (Station Wilhelmshaven), WOLFGANG PAUL LORENZ (Station Horumersiel), SECRETARIUS (Station Langeoog) und PAUL NEISSE (Station Eiderdamm).

Die SAREx Wilhelmshaven 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig regelmäßiges, praxisnahes Training für die Sicherheit auf See ist – und wie engagiert die Seenotretter für ihren Auftrag eintreten: Menschen aus Seenot zu retten.
 

AKTUELLE NEUIGKEITEN

Mehrere Seenotrettungsboote und ein Seenotrettungskreuzer liegen auf offener See längsseits eines größeren Schiffes, während darüber ein Hubschrauber schwebt. Der Himmel ist bewölkt.. Zur Seite: Seenotretter trainieren vor Wilhelmshaven den Ernstfall

Schiffbrüchige suchen und retten, Verletzte versorgen und Havaristen schleppen: Das sind einige der Herausforderungen für die Seenotretter bei der SAREx Wilhelmshaven 2026 (SAREx = Search and Rescue Exercise, Such- und Rettungsübung).

Seitenansicht einer technischen Zeichnung eines Seenotrettungskreuzers der DGzRS in Rot‑Weiß mit SAR-Schriftzug, erhöhtem Steuerhaus, Antennenmast und einem achtern gelagerten Tochterboot auf weißem Hintergrund.. Zur Seite: DGzRS gibt Prototyp für neue Seenotrettungskreuzer-Klasse in Auftrag

Das gut 26 Meter lange Spezialschiff wird nach neuesten Erkenntnissen der Seenotretter gebaut. Der hochmoderne Neubau soll im Laufe des Jahres 2028 abgeliefert und in Dienst gestellt werden.

Auf offener See liegt ein historisch anmutendes Segelschiff mit dunklem Holzrumpf und hohen Masten. Links davon ein Seenotrettungsboot sowie rechts daneben ein weiteres sowie ein Seenotrettungskreuzer der DGzRS. Im Hintergrund ist eine entfernte Küstenlinie mit einzelnen Gebäuden zu sehen.. Zur Seite: Seenotretter trainieren in der Neustädter Bucht den Ernstfall

Koordinierung und Abläufe komplexer Notsituationen bilden Übungsschwerpunkte.

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

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