15.08.2021

Ausbildung seit 25 Jahren

Das Trainingszentrum der Seenotretter ist im August 1996 auf dem Wieksberg in Neustadt/in Holstein gegründet worden, um die heute rund 800 freiwilligen und etwa 180 fest angestellten Besatzungsmitglieder der DGzRS zu trainieren. Seit nunmehr einem Vierteljahrhundert ist es ein Garant für die professionelle Aus- und Fortbildung unserer Rettungsleute.

Seenotretter bei einer Übung im Wasser vor der MERVI

Mit dem Trainingsboot MERVI üben die Seenotretter bei den Lehrgängen im Trainingszentrum auch die Bergung Schiffbrüchiger.
Foto: Steven Keller

Die Trainer der Seenotretter nutzen bis heute die Anlagen des Einsatzausbildungszentrums „Schadensabwehr“ der Deutschen Marine (EAZS M) inklusive Brandhalle, Leckabwehrtorso, Rettungsmittelübungshalle und der Hulk „Köln“. 2004 erwarb die DGzRS das Gebäude der ehemaligen Standortverwaltung. Seither verfügen die Seenotretter auf 900 Quadratmetern Nutzfläche über eigene Unterrichtsräume sowie Unterbringungsmöglichkeiten für die Teams und ihre Ausrüstung. 

Zum umfangreichen Trainingsprogramm gehören 18 verschiedene Lehrgänge. Neben Sicherheits- und Grundlagenkursen rund um Themen wie Seemannschaft, Manövrieren und Schleppen gibt es solche zu Navigation, Motorenkunde und Englisch für Seeleute. Hinzu kommen spezielle Fortbildungen zum Erhalt der Rettungssanitäter-Qualifikation und für die freiwilligen Seenotärzte der DGzRS. Für die praktische Ausbildung auf See stehen vier eigene Boote der Trainingsflotte zur Verfügung, zu der zusätzlich die CARLO SCHNEIDER gehört. Auch die Einheiten der umliegenden DGzRS-Stationen beteiligen sich an den Trainings vor Neustadt.

Gegründet unter dem Namen SAR-Schule der DGzRS, Außenstelle Neustadt i. H. und später als Ausbildungsstation bezeichnet, heißt dieser Teil der Anfang 2019 geschaffenen Seenotretter-Akademie nun Trainingszentrum der DGzRS. 20 Freiwillige und Festangestellte sind derzeit dort tätig, einige sind Ehemalige der Marine oder der Bundespolizei, andere hauptberuflich bei Berufsfeuerwehren oder im Landrettungsdienst beschäftigt.

Rund 6.500 Teilnehmer haben die Lehrgänge bisher durchlaufen, ganz überwiegend handelte es sich dabei um Seenotretter der DGzRS. Aber auch Externe wie Feuerwehrleute, die im Einsatz mit der DGzRS hinausfahren, oder Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland waren bereits darunter. Bis dato sind Gäste aus 14 verschiedenen Nationen in den Unterlagen der DGzRS registriert.

AKTUELLE NEUIGKEITEN

Qual steigt von einem brennendem Boot auf. Ein rot-weißer Seenotrettungskreuzer löscht es.. Zur Seite: ARD-Serie „Die Seenotretter“ geht in dritte Staffel

Sechs weitere Folgen über die Arbeit der DGzRS werden voraussichtlich Ende 2026 in der ARD-Mediathek zu sehen sein. Die Dreharbeiten laufen bereits.

Ein Seenotretter wirft einem anderen auf einem Schiff von einem Seenotrettungskreuzer aus eine Leine zu. Zur Seite: Großübung der Seenotretter vor Wilhelmshaven erfolgreich abgeschlossen

Mit einer realitätsnahen Großübung hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) vom 23. bis 25. April 2025 die Einsatzbereitschaft ihrer Besatzungen unter Beweis gestellt. Bei der SAREx Wilhelmshaven 2026 (Search and Rescue Exercise) trainierten rund 140 Seenotretter und weitere Einsatzkräfte die Rettung von Menschen aus Seenot unter anspruchsvollen Bedingungen.

Mehrere Seenotrettungsboote und ein Seenotrettungskreuzer liegen auf offener See längsseits eines größeren Schiffes, während darüber ein Hubschrauber schwebt. Der Himmel ist bewölkt.. Zur Seite: Seenotretter trainieren vor Wilhelmshaven den Ernstfall

Schiffbrüchige suchen und retten, Verletzte versorgen und Havaristen schleppen: Das sind einige der Herausforderungen für die Seenotretter bei der SAREx Wilhelmshaven 2026 (SAREx = Search and Rescue Exercise, Such- und Rettungsübung).

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See

Das Seenotretter-Logbuch

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