Piratenband mit großem Herz für die Seenotretter

„Mr. Hurley und die Pulveraffen“ sind von Oktober bis Dezember auf musikalischen Beutezug für die Seenotretter gegangen. Die Freibeuterfamilie aus Osnabrück rief während ihrer „S.O.S.“-Kaperfahrt durch die Kaschemmen der Republik die Fans folkrockiger Weisen dazu auf, das Bord-Sammelschiffchen kräftig zu beladen. Rund 7.000 Taler lagen am Ende in dessen Bauch.

Zwei Personen stehen in einem Innenraum und schütteln sich die Hand. Die linke Person trägt ein Piratenkostüm mit großem schwarzen Hut und langen Dreadlocks. Rechts steht ein ehrenamtlicher Mitarbeiter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger in roter Dienstkleidung und hält ein Sammelschiffchen vor sich. Beide blicken in die Kamera.

Freibeuter und Seenotretter unter sich: Der DGzRS-Ehrenamtliche Wolfgang Siebke (r.) bedankt sich bei Mr. Hurley für das piratenstarke Engagement auf der „S.O.S.“-Tour.

Foto: Jennifer Langjahr

Es ist nicht das erste Mal, dass die vier Geschwister aus Südniedersachsen bei einer Konzertreise für den guten Zweck unterwegs sind. Sie empfinden es als Privileg, vor Hunderten von Menschen auf der Bühne zu stehen – und davon leben zu können. Von diesem Glück möchten sie etwas weitergeben und wichtige Projekte ins Bewusstsein rücken. „Die Seenotretter passen einfach hervorragend zum Namen unserer aktuellen Tour“, sagt Johannes Erichsen alias „Der einäugige Morgan“. Diese trägt den Titel ihres neuen, folkgetränkten Albums: „S.O.S.“. 

Ein wenig spielte auch der Zufall mit: Knapp zwei Wochen vor dem Tourneestart durch fast 20 Musikclubs in Deutschland – plus Abstecher in die Schweiz und nach Österreich – spielten „Mr. Hurley und die Pulveraffen“ bei den Harener Püntetagen an der Ems. Dort kamen die vier am DGzRS-Infostand mit den Ehrenamtlichen ins Gespräch. Zwar kannten Simon alias „Mr. Hurley“, Christoph alias „Buckteeth Bannock“, Esther alias „Pegleg Peggy“ und Johannes Erichsen die Seenotretter schon vorher, doch diese Begegnung war der zündende Funke für die Spendenaktion. 

Von da an stand immer ein Sammelschiffchen am Merchandising-Stand. Während ihrer Auftritte wiesen die vier Musikpiraten zwischen ihren tief im Irish Folk verwurzelten, mit Rock und Pop garnierten Eigenkompositionen auf die Arbeit der Seenotretter hin. Sie animierten ihre Fans, spätestens nach der letzten Zugabe den ein oder anderen Euro in die Spendendose zu stecken. 

Mit großem Erfolg: Beim letzten Konzert des Jahres am 6. Dezember in der mit 1.000 Fans ausverkauften Hamburger Markthalle überreichte Mr. Hurley gemeinsam mit seinen Pulveraffen rund 7.000 Euro an den DGzRS-Ehrenamtlichen Wolfgang Siebke. Die Freibeuterreise unter der Flagge der Seenotretter geht weiter: Die Folkrockpiraten setzen ihre „S.O.S.“-Tour im März 2026 fort. Das Sammelschiffchen ist dann selbstverständlich wieder mit an Bord.

Blick von hinten auf eine große Menschenmenge bei einem Konzert in einer Halle. Auf der Bühne stehen mehrere Personen einer Rockband in Piratenoutfits unter hellen Scheinwerfern, umgeben von Regenbogenflaggen. Die Zuschauer heben die Arme in die Luft, die Stimmung wirkt ausgelassen.
Zweimal ausverkauft: „Mr. Hurley und die Pulveraffen“ rocken im Dezember die Hamburger Markthalle. | Foto: Jennifer Langjahr

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AKTUELLE DANKMELDUNGEN

Sieben Personen stehen auf dem Deck eines weiß-orangefarbenen Seenotrettungskreuzers der Dgzrs im Hafen von Büsum. Im Vordergrund liegen mehrere große orangefarbene Fender. Hinter der Gruppe sind das Steuerhaus des Schiffes, Hafenanlagen und weitere Boote zu sehen. Der Himmel ist bewölkt, die Szene spielt direkt am Wasser.. Zur Seite: Mit dem Motorrad zum Gottesdienst

Motorradfahren ist für viele mehr als nur ein Hobby: Der Glaube fährt ebenfalls mit. Deshalb gehörte 2026 erneut ein Gottesdienst zum Motorradkorso im schleswig-holsteinischen Marne – genauso wie das Engagement für einen guten Zweck. Der Erlös der Veranstaltung ging in diesem Jahr an die Seenotretter.

Bei einer Open-Air-Kinoveranstaltung stehen vier Personen vor einer großen Leinwand. Zwei Personen in roten Rettungsdienstjacken halten einen symbolischen Spendenscheck, während eine weitere Person mit einem Mikrofon spricht. Im Vordergrund sitzen Besucherinnen und Besucher auf Stühlen und verfolgen die Übergabe. Auf der Leinwand ist ein Küstenmotiv mit Leuchtturm sowie der Schriftzug zum Amrumer Inselkino zu sehen.. Zur Seite: Viele kleine Beiträge, große Hilfe für die Seenotretter

Kinobetreiber Ralf Thomsen unterstützt die Seenotretter bereits seit einigen Jahren: Wer eine Eintrittskarte für die Kinofilme „Luv & Lee“ und „Nordlicht“ kauft, spendet gleichzeitig 50 Cent an die DGzRS.

Vier Personen und ein Bärenmaskottchen stehen vor dem Steuerhaus eines rot-weißen Seenotrettungskreuzerso und halten gemeinsam einen symbolischen Spendenscheck über 10.300 Euro. Der Scheck ist an die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (Dgzrs) ausgestellt und auf den 17.08.2026 datiert. Zwei der Personen tragen rote Einsatzkleidung, eine Person ein weißes Polohemd mit Firmenlogo, eine weitere ein weißes T-Shirt und rote Arbeitshose. Rechts neben der Gruppe steht ein Bärenmaskottchen in blau-weiß gestreiftem Matrosenshirt und Kapitänsmütze. Im Hintergrund sind Hafenanlagen und Gebäude zu sehen.. Zur Seite: Seenotrettungskreuzer zum Anbeißen

Der Süßwaren-Filialist „Ideen aus Fruchtgummi“ vertreibt seit 2024 fruchtige Kreuzer zum Naschen. Mit dem Verkauf unterstützt das Unternehmen die Seenotretter.

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

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