Kunstvolle Spende für die Seenotretter

Hartwig Ebersbach gilt als einer der bedeutendsten Künstler der Leipziger Schule. Im Sommer hat er eines seiner Werke in den Dienst einer guten Sache gestellt: Seine Skulptur „Arche Noah XXX“ wurde in Halle an der Saale zugunsten der DGzRS versteigert.

Zwei Personen stehen in einer Galerie vor einer großen, abstrakten Skulptur aus grobem, naturhaft wirkendem Material. Eine der Personen gestikuliert lebhaft.  Im Hintergrund sitzen mehrere Menschen auf Stühlen und schauen den beiden zu.

Mit ihrer Performance haben Matthias Brenner (r.) und Cornelia Heyse maßgeblich zum Auktionserfolg der Skulptur „Arche Noah XXX“ des Künstlers Hartwig Ebersbach (l.) beigetragen.

Foto: Monika Ebersbach

Der Titel des Werks ist dabei weit mehr als ein Name. Die biblische Arche, Sinnbild für Rettung und Hoffnung, war für den heute 85‑jährigen Künstler der entscheidende Impuls: Für ihn sind die Seenotrettungskreuzer und -boote wie eine moderne Arche. Sie bringen Menschen in größter Not in Sicherheit – unabhängig von Herkunft und Umständen. Hinzu kommt eine persönliche Verbindung: In seiner Familie und seinem Freundeskreis gibt es mehrere Segler, ein Verwandter engagierte sich bereits früher mit einer Spendenaktion für die Seenotretter. 

Erschaffen hatte Ebersbach die Skulptur aus Pappmaché und Holz bereits 1995, inspiriert von seinen Träumen. Ein Jahr später wurde sie erstmals ausgestellt. Das vielteilige Werk wirkt archaisch und zugleich zutiefst menschlich: ein Löwe mit bronzenen Akzenten, ein röhrender Hirsch mit mächtigem Geweih, der Panzer einer Schildkröte, dazu überlebensgroße Menschenköpfe, darunter auch sein bekannter Kaspar-Kopf. 

Insgesamt besteht „Arche Noah XXX“ aus 15 einzelnen Figuren, die am 28. August in der Kunsthalle „Talstrasse“ in der Ausstellung „Versuch einer Deutung. Hartwig Ebersbach. Eine Retrospektive“ versteigert wurden. Die Auktion war eingebettet in eine eindrucksvolle Performance des Schauspielerehepaars Matthias Brenner und Cornelia Heyse. „Die Inszenierung war ein Gewinn“, sagt Hartwig Ebersbach rückblickend. Nicht nur künstlerisch, sondern auch ganz im Sinne des guten Zwecks: Alle 15 Figuren fanden am Ende für zusammen 2.500 Euro neue Besitzerinnen und Besitzer.

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