Kunst hilft den Seenotrettern

Reinhard Baalmann ist im März mit 46 Jahren an einem Hirntumor gestorben. In den Jahren vor seinem Tod hat er auch zu Therapiezwecken rund einhundert Kunstwerke geschaffen. Einen Teil davon gaben seine Schwestern Elfriede Berends und Petra Viebahn Ende Juli auf dem Kunsthandwerkermarkt in Leer an Liebhaber maritimer Bilder weiter. Ganz im Sinne ihres verstorbenen Bruders nannten sie keinen Kaufpreis, sondern baten um eine Spende für die DGzRS – rund 100 Euro kamen so zusammen.

Auf dem Kunsthandwerkermarkt in Leer stehen maritime Bilder vom verstorbenen Reinhard Baalmann zum Verkauf, dessen Porträt auf einer Staffelei ausgestellt ist. Der Erlös der Verkäufe wird der DGzRS gespendet, das Sammelschiffchen steht auf einem der Tische, an dem die Werke lehnen.

Kunstwerke für die gute Sache: Elfriede Berends und Petra Viebahn haben gemeinsam mit ihren Ehemännern Gerd Berends und Joachim Viebahn für einen Teil der rund einhundert Gemälde ihres verstorbenen Bruders Reinhard Baalmann bei der Veranstaltung „Leer maritim“ um eine Spende zugunsten der DGzRS gebeten.

Reinhard Baalmann war Ostfriese und Insulaner. Früh lernte er auf Borkum das Spiel der Gezeiten kennen, den Wechsel aus Ebbe und Flut. Er sah, wie Sandbänke sich aus dem Meer erhoben, vom Wasser überspült wurden und woanders wieder auftauchten. Er hörte von seinem Großvater Berend Baalmann, wie gefährlich die See sein kann, wenn der „Blanke Hans“ mal wieder hohe Wellenberge aufgetürmt hatte. Sein Opa konnte ihm davon erzählen, weil die Seenotretter diesem ein zweites Leben geschenkt hatten: Nach einer Strandung auf der – nur zeitweise bewohnten – ostfriesischen Vogelinsel Memmert zwischen Juist und Borkum hatten sie ihn mit einem Ruderrettungsboot von dem Düneneiland geholt.

Diese Familiengeschichte prägte Reinhard Baalmann und es wird klar, warum seine Schwestern Elfriede Berends und Petra Viebahn für seine Gemälde – bis auf ein paar wenige Erinnerungsstücke – auf dem Kunsthandwerkermarkt am 24. Juli in Leer um Spenden zugunsten der DGzRS baten. „Unser Bruder würde sich freuen, wenn er noch sehen könnte, dass er mit seinen Kunstwerken die Seenotretter unterstützt“, sagen sie einhellig. Und damit die neuen Besitzer wissen, wie der Künstler aussah, der das alles erschaffen hatte, stand ein Foto von ihm auf einer Staffelei.

Der Kunsthandwerkermarkt passte perfekt zu der Spendenaktion, weil er in die Veranstaltung „Leer maritim“ mit seinen vielen wassersportbegeisterten Gästen eingebettet war. Denn wer selbst auf See unterwegs ist, kennt die Gefahren und ist sich bewusst, auf wen er sich im Notfall verlassen kann. Darum steckte der ein oder andere sicherlich ein paar Münzen mehr in das Sammelschiffchen, das am Abend mit rund 100 Euro gut gefüllt war.

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