04.06.2021

Wassereinbruch: Seenotretter befreien Traditionssegler aus gefährlicher Lage

Aus noch unbekannter Ursache ist am Freitagvormittag, 4. Juni 2021, in der Eckernförder Bucht ein Traditionssegler plötzlich leckgeschlagen. Mit Bordmitteln konnte der starke Wassereinbruch nicht gestoppt werden. Dies gelang erst den Seenotrettern aus Laboe und Olpenitz in Zusammenarbeit mit dem Bundespolizeischiff „Bayreuth“. Mit den Seenotrettungskreuzern BERLIN und FRITZ KNACK der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachten die Seenotretter den Havaristen sicher nach Kiel.

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Sicht von Deck eines Traditionsseglers zwischen Seenotrettungskreuzer und Küstenwache

Gemeinsamer Einsatz der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit dem Bundespolizeischiff „Bayreuth“ in der Eckernförder Bucht für einen leckgeschlagenen Traditionssegler

Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Gegen 9.25 Uhr meldete sich der Kapitän des Arbeitsschiffes „Nok 1“ über den international einheitlichen UKW-Sprechfunk-Not- und Anrufkanal 16 bei der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS, das den Traditionssegler „Carmelan“ im Schlepp hatte: Ein Besatzungsmitglied war auf die ungefähr 19 Meter lange Gaffelketsch übergestiegen, weil diese mit dem Bug plötzlich tiefer ins Wasser eintauchte. Der Mann hatte daraufhin starken Wassereinbruch gemeldet – die „Carmelan“ drohte zu sinken. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Schleppverband etwa vier Seemeilen (rund sieben Kilometer) nordwestlich von Kiel Leuchtturm in Höhe der Tonne Stollergrund Nord. Umgehend alarmierten die Wachleiter die Seenotretter der Station Laboe. Zur Sicherheit zogen sie den Seenotrettungskreuzer FRITZ KNACK aus Olpenitz hinzu.

„Als wir gegen 9.50 Uhr beim Havaristen ankamen, war das Schiff bereits zu zwei Dritteln vollgelaufen. Es hätte nicht mehr viel gefehlt und es wäre gesunken“, berichtet Seenotretter Henry Hildebrandt. Wenige Minuten vor der BERLIN war bereits das Bundespolizeischiff „Bayreuth“ der Bundespolizeiinspektion See Neustadt in Holstein beim Traditionssegler eingetroffen. Die Besatzung war bei der „Carmelan“ längsseits gegangenen und hatte sofort ihre Lenzpumpe eingesetzt. Kurze Zeit später war der Seenotrettungskreuzer FRITZ KNACK vor Ort.

Mit insgesamt fünf Lenzpumpen gelang es den Einsatzkräften, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bringen. Anschließend schleppten die Seenotretter bei ruhiger See und östlichem Wind der Stärke 4 (bis zu 28 km/h) die „Carmelan“ mit der BERLIN sicher zu einer Werft nach Kiel-Friedrichsort. Das übergestiegene Besatzungsmitglied des Arbeitsschiffes „Nok 1“ war auf dem Havaristen verblieben und wurde beim Einsatz der Pumpen von einem Seenotretter unterstützt.

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AKTUELLE SEENOTFÄLLE

Blick über eine bewegte See von einem Seenotrettungskreuzer aus. In der Bildmitte fährt ein Krabbenkutter durch die Wellen, begleitet von einem kleineren Tochterboot der Dgzrs. Rechts im Hintergrund ist ein größeres Schiff, ein Seenotrettungskreuzer, mit rot-weißer Brücke zu sehen. Der Himmel wirkt dunkel und bedeckt, während das Meer in kräftigen Blau- und Grautönen erscheint. Im rechten Vordergrund sind Teile der Reling und Aufbauten des Seenotrettungskreuzers sichtbar, von dem aus fotografiert wurde.. Zur Seite: Seenotretter im Einsatz für Kutter mit starkem Wassereinbruch

Im schleswig-holsteinischen Wattenmeer vor der Halbinsel Eiderstedt sind die Seenotretter einem Krabbenkutter mit starkem Wassereinbruch zu Hilfe gekommen. Zwei Seenotrettungskreuzer waren im Einsatz.

Blick vom Bug eines Seenotrettungsbootes bei Nacht auf eine Rettungsaktion auf dem Wasser. Im Scheinwerferlicht ist links eine schräg im Wasser liegende Segelyacht zu sehen, die offenbar auf Grund gelaufen ist. Vor der Yacht befindet sich ein weiteres Seenotrettungsboot mit eingeschaltetem Warnlicht. Die dunkle Umgebung wird nur durch die Beleuchtung der Boote und einen hellen Lichtstrahl in den Nachthimmel erhellt.. Zur Seite: Seenotretter befreien drei Segler aus lebensgefährlicher Lage

Drei Segler sind nördlich der Inseln Baltrum und Langeoog in der Brandungszone einer Sandbank festgekommen. Die Seenotretter brachten sie mit dem Seenotrettungsboot SECRETARIUS in den sicheren Hafen.

Drei Seenotrettungsboot liegen als Päckchen in einem Hafen, dahinter, leicht verdeckt, das havarierte Ausflugsschiff. Zur Seite: Brand auf Fahrgastschiff: Seenotretter unterstützen Einsatz auf der Greifswalder Oie

Im Nothafen der kleinen Ostseeinsel Greifswalder Oie ist am frühen Samstagnachmittag, 26. September 2026, auf einem Ausflugsschiff ein Brand ausgebrochen. Ein Besatzungsmitglied bekämpfte das Feuer erfolgreich. Die auf der Insel stationierten Seenotretter stellten den Verschlusszustand des Maschinenraums her, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

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