Seenotretter holen Seemann mit Augenverletzung von Containerschiff

Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers THEO FISCHER der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat am Donnerstagvormittag, 24. März 2022, auf der Nordsee einen Seemann vom Containerfrachter „Kyoto Express“ sicher an Land gebracht. Er hatte sich an Bord am Auge verletzt.

Der Seenotrettungskreuzer THEO FISCHER, derzeit DGzRS-Station Bremerhaven, ist im Einsatz für ein verletztes Besatzungsmitglied des Containerschiffes „Kyoto Express“.

Die Seenotretter – DGzRS

Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS, die deutsche Rettungsleitstelle See (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre), erfuhr gegen 9.50 Uhr, dass sich an Bord des Containerfrachters „Kyoto Express“ (Flagge: Deutschland) ein verletzter Matrose befand. Der 32-jährige Mann aus den Philippinen hatte nach Arbeiten an Bord über Augenschmerzen geklagt. 

Nach einer Beratung zwischen dem Kapitän und dem Notfallsanitäter der Johanniter am medizinischen Arbeitsplatz in der SEENOTLEITUNG BREMEN wurde entschieden, den Verletzten abzubergen*. Die Wachleiter alarmierten die Besatzung des Seenotrettungskreuzers THEO FISCHER, der derzeit auf der DGzRS-Station Bremerhaven im Einsatz ist. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Seenotretter auf Seeposition an der Robinsbalje vor der Wesermündung, um Änderungen im Prielverlauf zu kartieren. 

Gegen 11.15 Uhr ging die 23,1 Meter lange THEO FISCHER beim 335 Meter langen Containerschiff längsseits und übernahm den Patienten. Vormann Sebastian Trudwig lobte die perfekte Zusammenarbeit mit der Mannschaft des Frachters. Die Seenotretter brachten den Patienten sicher nach Bremerhaven. Dort übergaben sie den Mann an den Landrettungsdienst, der ihn zu einem Augenarzt fuhr.

Die sonst in Bremerhaven stationierte HERMANN RUDOLF MEYER befindet sich derzeit zur turnusgemäßen Überholung in der Werft der DGzRS. Die Stammbesatzung der THEO FISCHER wird durch revierkundige Seenotretter der Station Bremerhaven ergänzt.

*Abbergen:  seemännisch für „retten“, „in Sicherheit bringen“

Aktuelle Seenotfälle
Ein Seenotrettungsboot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger auf bewegter See, von dessen Heck eine Leine zu einem kleinen roten Amphibienfahrzeug im Wasser führt; in dem Fahrzeug sitzen zwei Personen. Im Vordergrund sind Deck, Reling und orangefarbene Aufbauten des Seenotrettungsbootes sichtbar, im Hintergrund eine Küstenlinie mit Bäumen und einzelnen Gebäuden unter blauem Himmel.. Zur Seite: Seenotretter nehmen Auto auf den Haken – Amphibienfahrzeug mit Motorschaden

Ungewöhnlicher Einsatz für die freiwilligen Seenotretter der Station Maasholm: Mit dem Seenotrettungsboot HELLMUT MANTHEY haben sie auf der Schlei ein manövrierunfähiges Amphibienfahrzeug eingeschleppt.

Ein Reh steht halb verborgen im hohen grünen Gras und zwischen trockenen Schilfhalmen. Der Körper des Tieres ist braun und teilweise von dichter Vegetation verdeckt. Im Hintergrund verläuft ein Stacheldrahtzaun, dahinter setzt sich die grüne Landschaft fort. Sonnenlicht fällt auf das Gras und das Fell des Rehs.. Zur Seite: „Rehnotrettung“: Seenotretter fischen vor Büsum jungen Bock aus dem Wasser

Ungewöhnlicher Einsatz für die Seenotretter der Station Büsum: Vor dem schleswig-holsteinischen Hafenort haben sie einen Rehbock aus einer ausweglosen Lage befreiten.

Blick in die Rettungsleitstelle See, ein Einsatzleiter blickt auf viele Bildschirme. Zur Seite: Motorbootfahrer retten über Bord gestürzten Segler

An Bord zurückgebliebene Mädchen alarmieren über Funk

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

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