13.11.2020

Seenotretter bringen manövrierunfähiges Motorboot in Sicherheit

Ein manövrierunfähiges Motorboot mit seiner zweiköpfigen Besatzung ist am Donnerstag, 12. November 2020, von den Seenotrettern der Station Borkum in Sicherheit gebracht worden. Es drohte auf der Nordsee in einen vielbefahrenen Schifffahrtsweg zu treiben. Der Seenotrettungskreuzer HAMBURG der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) schleppte den Havaristen nach Borkum.

Ein Seenotretterkreuzer bei Nacht, der ein kleines Boot schleppt

Bei der Einfahrt in den Borkumer Hafen: Der Seenotrettungskreuzer HAMBURG der DGzRS schleppt das manövrierunfähige Motorboot ein.

Jede Welle schob das Motorboot der beiden Norweger weiter auf das Verkehrstrennungsgebiet nordwestlich des Offshore-Windparks Borkum Riffgrund zu – eine gefährliche Situation sowohl für die beiden Männer als auch für den Schiffsverkehr auf diesem viel befahrenen Großschifffahrtsweg. Der Havarist war etwa 40 Seemeilen (rund 74 Kilometer) nördlich der ostfriesischen Insel Borkum den Kräften der See hilflos ausgeliefert: Die Ruderanlage des rund 15 Meter langen Motorbootes war ausgefallen, die beiden Männer an Bord konnten es nicht mehr steuern.

Als sich ihre gefährliche Lage bei einem Seegang von bis zu vier Metern und südwestlichem Wind der Stärke 6 (rund 49 Stundenkilometer) immer mehr zuspitzte, sendeten die beiden Männer gegen 13.45 Uhr über den internationalen Notruf- und Anrufkanal 16 einen „Mayday“-Ruf (unmittelbare Lebensgefahr) aus. Dieser wurde von der umliegenden Schifffahrt aufgefangen, die sofort die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS informierte. Umgehend alarmierten die Wachleiter die Seenotretter der Station Borkum, die mit dem Seenotrettungskreuzer HAMBURG zum Havaristen ausliefen.

Gleichzeitig bat die SEENOTLEITUNG BREMEN die in der Nähe befindlichen Schiffe um Mithilfe. Allerdings war zunächst die genaue Position des manövrierunfähigen Motorbootes unklar. Erst die Besatzung eines niederländischen Flächenflugzeuges entdeckte es gegen 15 Uhr nordwestlich des Offshore-Windparks Borkum Riffgrund. Als erstes vor Ort war das Windpark-Wachschiff „Eagle“. Dessen Besatzung sicherte das Motorboot und stellte eine Leinenverbindung her. Schließlich übernahmen die Seenotretter mit dem Seenotrettungskreuzer HAMBURG den Havaristen und schleppten ihn samt der beiden aufgewühlten Norweger sicher nach Borkum in den Hafen.

Gegen 22.45 Uhr war die HAMBURG wieder „klar P 3“ – einsatzbereit auf Station.

AKTUELLE SEENOTFÄLLE

Blick über eine bewegte See von einem Seenotrettungskreuzer aus. In der Bildmitte fährt ein Krabbenkutter durch die Wellen, begleitet von einem kleineren Tochterboot der Dgzrs. Rechts im Hintergrund ist ein größeres Schiff, ein Seenotrettungskreuzer, mit rot-weißer Brücke zu sehen. Der Himmel wirkt dunkel und bedeckt, während das Meer in kräftigen Blau- und Grautönen erscheint. Im rechten Vordergrund sind Teile der Reling und Aufbauten des Seenotrettungskreuzers sichtbar, von dem aus fotografiert wurde.. Zur Seite: Seenotretter im Einsatz für Kutter mit starkem Wassereinbruch

Im schleswig-holsteinischen Wattenmeer vor der Halbinsel Eiderstedt sind die Seenotretter einem Krabbenkutter mit starkem Wassereinbruch zu Hilfe gekommen. Zwei Seenotrettungskreuzer waren im Einsatz.

Blick vom Bug eines Seenotrettungsbootes bei Nacht auf eine Rettungsaktion auf dem Wasser. Im Scheinwerferlicht ist links eine schräg im Wasser liegende Segelyacht zu sehen, die offenbar auf Grund gelaufen ist. Vor der Yacht befindet sich ein weiteres Seenotrettungsboot mit eingeschaltetem Warnlicht. Die dunkle Umgebung wird nur durch die Beleuchtung der Boote und einen hellen Lichtstrahl in den Nachthimmel erhellt.. Zur Seite: Seenotretter befreien drei Segler aus lebensgefährlicher Lage

Drei Segler sind nördlich der Inseln Baltrum und Langeoog in der Brandungszone einer Sandbank festgekommen. Die Seenotretter brachten sie mit dem Seenotrettungsboot SECRETARIUS in den sicheren Hafen.

Drei Seenotrettungsboot liegen als Päckchen in einem Hafen, dahinter, leicht verdeckt, das havarierte Ausflugsschiff. Zur Seite: Brand auf Fahrgastschiff: Seenotretter unterstützen Einsatz auf der Greifswalder Oie

Im Nothafen der kleinen Ostseeinsel Greifswalder Oie ist am frühen Samstagnachmittag, 26. September 2026, auf einem Ausflugsschiff ein Brand ausgebrochen. Ein Besatzungsmitglied bekämpfte das Feuer erfolgreich. Die auf der Insel stationierten Seenotretter stellten den Verschlusszustand des Maschinenraums her, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

Unsere Informationen kommen per Funk.
Ihre mit einem Newsletter.

Wir informieren Sie monatlich über Neuigkeiten aus unserer Arbeit. Dazu zählen Einsatzberichte, Veranstaltungstermine und Geschichten aus dem Bordalltag.