Seenotretter befreien Seglerpaar aus Notlage

Auf der Schlei (Schleswig-Holstein) ist am Freitagvormittag, 27. September 2024, ein Seglerpaar mit seiner Jolle gekentert. Die freiwilligen Seenotretter der Station Schleswig befreiten es aus seiner Notlage. Mit dem Seenotrettungsboot HERWIL GÖTSCH der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachten sie die beiden sicher an Land.

Ein Seenotrettungsboot hat ein Segelboot längsseits genommen.

Mit dem Seenotrettungsboot HERWIL GÖTSCH der DGzRS schleppen die freiwilligen Seenotretter das etwa fünf Meter lange Segelboot nach Schleswig.

Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Gegen 10.30 Uhr erfuhr die von der DGzRS betriebene Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-Ordination Centre (MRCC) Bremen, von der Notsituation eines Seglerpaares: Es war auf der Kleinen Breite in der Nähe der Möweninsel aus ungeklärter Ursache mit seiner Jolle gekentert. Aus eigener Kraft gelang es den beiden nicht mehr, das etwa fünf Meter lange Boot aufzurichten und an Land zu kommen.

Die Rettungsleitstelle See alarmierte die freiwilligen Seenotretter der Station Schleswig. Diese näherten sich bereits kurze Zeit später mit dem Seenotrettungsboot HERWIL GÖTSCH der Unglücksstelle. Das Seglerpaar saß auf dem Rumpf seines kieloben treibenden Bootes. Es machte durch Winken auf sich aufmerksam. Die Seenotretter nahmen die stark unterkühlten Schiffbrüchigen an Bord. Dort versorgten sie die beiden medizinisch und brachten sie mit der HERWIL GÖTSCH zum Liegeplatz des Seenotrettungsbootes im Schleswiger Stadthafen. An Land erhielten die Frau und der Mann von den Seenotrettern wärmende Ersatzkleidung. Auch dadurch stabilisierte sich ihr Gesundheitszustand schnell, so dass ein Transport mit dem bereitstehenden Rettungswagen in ein Krankenhaus nicht mehr notwendig war.

Anschließend fuhren die freiwilligen Seenotretter zurück zur Unglücksstelle, um die Jolle aufzurichten und in den Hafen zu schleppen. Ansonsten hätte das Segelboot zu einer Gefahr für andere werden können. Zur Einsatzzeit herrschte starker Wind aus Südwest um 5 in Böen bis zu 8 Beaufort (bis zu 74 km/h).

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