05.08.2020

Drei Angler aus Lebensgefahr gerettet

Durch eine gemeinsame Rettungsaktion eines Seenotretters der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), von zwei Rettungsschwimmern der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) sowie der Besatzung eines Arbeitsschiffes wurden heute, 5. August 2020, drei Menschen am Leuchtturm Kalkgrund (Flensburger Förde) aus Lebensgefahr gerettet. Die beiden Männer und eine Frau waren mit ihrem Angelboot gekentert.

Die Seenotretter retten drei Angler aus Lebensgefahr

Seenotrettungskreuzer FRITZ KNACK der Station Olpenitz brachte die verunfallte Frau an Land (Symbolbild)

Von der Besatzung des 49 Meter langen Arbeitsschiffes „Henriette“, die derzeit Unterwasserarbeiten beim Leuchtturm ausführt, wurde um 10.25 Uhr die Kenterung des etwa 5 Meter langen Angelbootes bemerkt. Etwa 0,3 Seemeilen (500 Meter) von ihrem Arbeitsort entfernt sah sie Menschen im Wasser treiben.

Über UKW-Kanal 16 rief der Kapitän sofort BREMEN RESCUE RADIO, die Notruf-Küstenfunkstelle der DGzRS. Die Wachleiter alarmierten daraufhin die umliegenden DGzRS-Stationen sowie die gesamte Schifffahrt im Unfallgebiet.

Zahlreiche Fahrzeuge machten sich auf den Weg zum Unfallort. Der Kapitän der „Henriette“ ordnete sofort die Beendigung der Unterwasserarbeiten an, um sich an den Rettungsarbeiten zu beteiligen. Das Aufholen der Gerätschaften nahm dabei einige Zeit in Anspruch.

Da das Seenotrettungsboot der Station Gelting derzeit in der Werft ist, brachte einer der freiwilligen Seenotretter sein privates Festrumpfschlauchboot zu Wasser. Weil die Anfahrt der Seenotretter-Kollegen weitere Minuten Verzögerung bedeutet hätte, holte er zwei der fünf Rettungsschwimmer der in unmittelbarer Nähe befindlichen DLRG-Station Norgaardholz mit ins Boot. DGzRS und DLRG hatten in der Vergangenheit bereits mehrfach gemeinsam trainiert. 

Diese Trainings zahlten sich jetzt aus: Gemeinsam gelang es den Rettern, zwei Männer aus dem Wasser zu retten. Die „Henriette“ war ebenfalls vor Ort eingetroffen. Sie warfen der verunglückten Frau einen Rettungsring zu und zogen sie an die etwa 1,5 Meter hohe Bordwand. Da die Frau mit einer Angelhose bekleidet war, gelang es ihr nicht, die Rettungsleiter zu besteigen. Ein Besatzungsmitglied der „Henriette“ ging ins Wasser und half ihr, an Bord zu gelangen. 

Um kurz vor 11 Uhr waren alle drei Schiffbrüchigen in Sicherheit. Sie wurden von den hinzugezogenen DGzRS-Einheiten, dem Seenotrettungskreuzer FRITZ KNACK (Station Olpenitz) und Seenotrettungsboot WERNER KUNTZE (Station Langballigau) nach Gelting Mole an Land gebracht, wo inzwischen ein ebenfalls alarmierter Rettungshubschrauber gelandet war. Er flog die unterkühlten Schiffbrüchigen ins Krankenhaus.

AKTUELLE SEENOTFÄLLE

Nächtliche Szene auf dem Wasser: Im linken Vordergrund ist die Steuerbordseite des Tochterbootes Notarius zu sehen, dessen grünes Positionslicht sowie Hafenbeleuchtung auf dem rot-weißen Lack reflektiert. Die Lichter des Hafens spiegeln sich zudem farbig im dunklen Wasser. In der Bildmitte, etwa 50 Meter vor dem Tochterboot, sieht man das Heck eines nur spärlich durch Notbeleuchtung beleuchteten Schiffes – des Havaristen. Ganz schwach ist darauf der Schriftzug „Kalkgrund“ zu erkennen. Die Wellen kräuseln sich leicht hinter dem Havaristen, der auf den Hafen zusteuert.. Zur Seite: Seenotretter im Einsatz für Wachschiff mit Maschinenproblemen

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