Theatergruppe erspielt 500 Euro für die Seenotretter

Einmal im Jahr zeigt die Theatergruppe „Rostfrei“ aus Bielefeld ein selbst geschriebenes Stück. Der Eintritt zu den jeweils vier Vorstellungen ist frei. Die Laienschauspielerinnen und Laienschauspieler bitten die Gäste allerdings um eine Spende. Mit einem Großteil davon haben sie nach den jüngsten Aufführungen im April die Seenotretter unterstützt.

Blick auf eine maritim gehaltene Theaterszene: Zwei Frauen an einer Reling stehend im Gespräch, im Hintergrund ein weiterer Schauspieler auf einer Bank sitzend.

Beim jüngsten Stück des Bielefelder Laientheaters „Rostfrei“ kommt eine Investigativ-Journalistin bei einem Segeltörn einer Verschwörung auf die Spur.

Seit 15 Jahren spielen etwa ein Dutzend Männer und Frauen in der evangelischen Kirchengemeinde Quelle-Brock in Bielefeld Theater. „Wir machen alles selbst, vom Bühnenbau über Kostüme und Ausstattung bis zur Inszenierung. Üblicherweise proben wir ein neues Stück von September bis März“, sagt Klaus Todenhöfer. Er ist schon mehrere Jahre dabei und hat einen Großteil der aufgeführten Werke miterlebt. Diese stammen aus der Feder des „Rostfrei“-Autors Friedrich M. Rueß und haben ihren Ursprung in Ereignissen aus dem alten oder neuen Testament. Meist überträgt er die biblischen Erzählungen auf heutige Lebenssituationen.

Jüngst wurde aus der alttestamentarischen Geschichte von Jona und dem Wal ein modernes Bühnenwerk über eine Investigativ-Journalistin: Diese kommt bei einem Segeltörn einer Verschwörung auf die Spur. Sie gewinnt Einblicke in die Machenschaften und Egoismen, die in unserer heutigen Gesellschaft oft vorherrschen. Die Yacht gerät in einen Orkan, bei dem die Hauptfigur über Bord gespült und genauso wie Jona von einem Wal verschluckt wird. Die Ereignisse führen bei ihr zu einem Sinneswandel und alle Figuren erfahren, wie hilflos sie bei solchen Naturgewalten sind.

Rund 300 Menschen haben das neuzeitliche Stück mit dem Titel „Ninive ist überall“ im Gemeindehaus gesehen. Der Eintritt zu den vier Aufführungen im April war frei, allerdings bat die Schauspieltruppe wie immer um eine Spende für den Betrieb ihres Laientheaters und eine gemeinnützige Organisation. In diesem Jahr unterstützte sie mit 500 Euro die DGzRS, vor allem weil das Stück teilweise auf hoher See spielt.

„Den meisten von uns sind die Seenotretter durch Urlaube an Nord- und Ostsee vertraut. Wir sind davon überzeugt, dass sie ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft sind“, sagt Klaus Todenhöfer. „Deshalb wollten wir nach einem gemeinsamen Beschluss den Großteil des gesammelten Geldes an die Seenotretter weiterreichen, um ihr Wirken, das von unschätzbarem Wert ist, zu fördern.“ Von diesen Gründen für ihre Spende berichteten die Laienschauspielerinnen und Laienschauspieler nach den Vorstellungen auch immer ihrem Publikum.

„Wir wollten nach einem gemeinsamen Beschluss den Großteil des gesammelten Geldes an die Seenotretter weiterreichen, um ihr Wirken, das von unschätzbarem Wert ist, zu fördern.“

Klaus Todenhöfer, Theatergruppe „Rostfrei“

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AKTUELLE DANKMELDUNGEN

Person auf dem Deck eines Segelschiffs hält ein Blatt Papier mit einem Aquarellbild eines Segelboots auf blauem Meer und gelb-blauem Himmel in die Kamera; im Hintergrund stehen mehrere weitere Personen neben Masten und Tauwerk unter klarem, blauem Himmel.. Zur Seite: Aquarelle auf See bringen 500 Euro für die Seenotretter

Während des jüngsten Törns des „Klassenzimmers unter Segeln“ (KUS) mit dem Traditionssegler „Thor Heyerdahl“ hat Dr. Klaus Wittmaack selbst gemalte maritime Aquarelle versteigert. Den Erlös in Höhe von 500 Euro spendete der Bordarzt an die Seenotretter.

Drei Personen stehen auf einem Kai vor einem rot-weiß gestrichenen Schiff, einem Seenotrettungskreuzer der DGzRS, mit dem Namen „Arkona“. Hinter ihnen sind mehrere rechteckige Fenster und Aufbauten des Schiffes mit Scheinwerfern und Antennen zu sehen. Eine der Personen hält ein Sammelschiffchen, in Form eines kleinen Bootes in den Händen. Im Vordergrund befinden sich Poller, Seile und ein gelber Randstreifen am Kai, während im Hintergrund blauer Himmel und weitere Hafenstrukturen sichtbar sind.. Zur Seite: Grand-Banks-Eigner sammelt vierstelligen Betrag für die Seenotretter

Zu seinem 70. Geburtstag hat Motoryacht-Eigner Markus Gehrlein auf Geschenke verzichtet und stattdessen um Spenden für die DGzRS gebeten. Mit großem Erfolg: 2.350 Euro kamen insgesamt zusammen.

Sechs Personen in roten Seenotretter-Jacken stehen und knien vor einem kleinen Verkaufsstand im Freien. Auf einem mittig platzierten Tisch sind unterschiedliche Infomaterialien von den Seenotrettern ausgelegt sowie ein Sammelschiffchen aufgestellt. Hinter der Gruppe ist ein kleines Holzhaus mit großer Fensterfront zu sehen, über welchem ein Banner in Orange mit dem Hinweis auf Peter-Maffay-Fanartikeln hängt. Alle Personen lächeln in die Kamera. . Zur Seite: Peter Maffay begeistert am Kalkberg – und unterstützt die Seenotretter

DGzRS-Ehrenamtliche im Einsatz bei Open-Air-Konzerten des Deutschrockers

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See

Das Seenotretter-Logbuch

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