Krabben pulen für den guten Zweck

Wer das leckere Fleisch einer Nordseegarnele genießen möchte, muss es zunächst vom Außenskelett aus Chitin befreien. Wie das am besten geht, haben Mitte Juli Ditzumer Fischer den Besucherinnen und Besuchern des örtlichen Hafenfestes beigebracht. Dabei sammelten sie nahezu 1.200 Euro für die Seenotretter.

 

Ditzumer Fischerfamilien zeigten beim Hafenfest, wie Krabben richtig gepult werden – und sammelten dabei Spenden für die Seenotretter. Hier stehen die Familienmitglieder im Hafen vor ihren Krabbenkuttern und halten gemeinsam ein Transparent vor sich, das auf ihre Krabbenpulschule hinweist.

Ditzumer Fischerfamilien zeigten beim Hafenfest, wie Krabben richtig gepult werden – und sammelten dabei Spenden für die Seenotretter.

Foto: Privat

Die Krabbenfischer-Familien aus Ditzum wissen: Wenn sie draußen in Not geraten, sind die Seenotretter zur Stelle. Damit das so bleibt, unterstützten sie die DGzRS beim Hafenfest am 12. und 13. Juli in dem Örtchen am Südufer der Unterems erneut mit einer besonderen Spendenaktion: In ihrer „Krabbenpulschule“ erklärten sie, wie man das leicht nussig schmeckende Fleisch der Nordseegarnele – so heißt das meist als Krabbe oder Granat bezeichnete Tier zoologisch– möglichst vollständig aus dem Panzer löst. 

Je mehr Krabben die Gäste bei den Fischereibetrieben Andreas Pruski, Timo Borg sowie Claas und Nanno Bruhns kauften und selbst pulten, desto routinierter wurden ihre Handgriffe. Als Lohn für ihre geduldige Arbeit warteten typisch ostfriesische Schwarzbrote auf sie – dick mit Butter bestrichen und großzügig mit frischem Granat belegt. Der gute Zweck kam bei dieser genussvollen Aktion nicht zu kurz: Nach den zwei Tagen hatten die Fischer großartige 1.178,40 Euro für die Seenotretter gesammelt.

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