Werft-Tagebuch
SRB67

28.11.2016

Bremer Eiswettschneider legt historische Münze ein

Bei der traditionellen Bremer Eiswette am Dreikönigstag zieht ein Schneider große Aufmerksamkeit auf sich. Stets sorgen die Seenotretter dafür, dass er trockenen Fußes die Weser überqueren kann – schließlich wird anschließend immer kräftig für sie gespendet. Auf der Fassmer-Werft erwies der Eiswettschneider seinerseits der DGzRS einen besonderen Dienst: Die beliebte Bremer Traditionsfigur mit der lockeren Zunge legte das neue Seenotrettungsboot mit der internen Bezeichnung SRB 67 auf Kiel. Es wird aus den Spenden der Eiswettgenossen und ihrer Gäste finanziert.

Eiswettschneider Peter Lüchinger legte in den jüngsten Neubau der DGzRS eine Replik der ältesten unter städtischer Hoheit geprägten Münze Bremens aus dem Jahr 1542 ein. Einer Schiffbautradition gemäß, verheißt eine Münze im Rumpf allen Mitarbeitern der Werft, aber auch später den Seenotrettern Sicherheit, Glück und Gesundheit.

Das neue Seenotrettungsboot ist Teil einer Serie von sechs baugleichen Einheiten. Sie werden im Laufe der Jahre 2017 und 2018 abgeliefert. Jeweils drei von ihnen entstehen auf den Werften Fr. Fassmer in Berne und Tamsen Maritim in Rostock. Im Zuge der turnusgemäßen Modernisierung der Rettungsflotte werden sie ältere Einheiten ersetzen. Es handelt sich um modifizierte Nachbauten der bewährten 9,5-/10,1-Meter-Klasse der DGzRS. Auf welchen Freiwilligen-Stationen die neuen Seenotrettungsboote zum Einsatz kommen werden, steht noch nicht fest.