30.10.2020

Ab an die frische Luft

Vorbei die Zeiten, in denen SK 41 und das zugehörige Tochterboot TB 45 warm und trocken standen. Die Schiffe haben inzwischen die Hallen auf der Fassmer-Werft verlassen und glänzen nun im Tageslicht. Beide sind frisch lackiert und tragen bereits die klassischen Farben der Seenotretter. Kaum im Wasser, muss SK 41 gleich eine Tiefgangs-Prüfung bestehen. Der Tiefgang des Seenotrettungskreuzers stimmt mit den geplanten Angaben überein. Nun verlegen Kreuzer und Tochterboot an die Ausrüstungspier der Werft, um von den Schiffbauern endgültig auf ihre kommenden Aufgaben vorbereitet zu werden. (Fotos: Carsten Baucke & DGzRS)

SK 41 ist das fünfte Schiff der völlig neu konstruierten 28-Meter-Klasse, die nach und nach die bewährte 27,5-Meter-Klasse ersetzt. Das Typschiff hatten die Seenotretter zu ihrem 150-jährigen Bestehen Ende Mai 2015 auf den Namen ERNST MEIER-HEDDE getauft und auf Amrum stationiert. Der zweite Seenotrettungskreuzer dieser Klasse ist die neue BERLIN, die seit Anfang 2017 von Laboe aus die Kieler Förde sichert. Seit Sommer 2017 ist die ANNELIESE KRAMER als dritte Einheit dieser Klasse auf der Station Cuxhaven im Einsatz. Die HAMBURG hat nach ihrer Ablieferung im Frühjahr 2020 auf der Station Borkum die ALFRIED KRUPP nach 32 Einsatzjahren abgelöst.

Die inzwischen fünfte Rettungseinheit der 28-Meter-Klasse soll im Rahmen der notwendigen ständigen Modernisierung der Rettungsflotte auf der Station Grömitz die HANS HACKMACK ablösen. Diese wiederum soll künftig ohne feste Station immer dort zum Einsatz kommen, wo andere Seenotrettungskreuzer vertreten werden müssen, zum Beispiel während turnusgemäßer Generalüberholungen. Die Taufe ist für den Jahreswechsel 2020/2021 geplant.


06.08.2020

Geballte Power für die Lübecker Bucht

Anfang August hat SK 41 sein kraftvolles Doppelherz erhalten. Schiffbauer der Fr. Fassmer-Werft in Berne-Motzen setzten die beiden Hauptmaschinen ein. Die beiden Motoren wiegen zusammen 7,6 Tonnen und sind mit ihren insgesamt 32 Zylindern fast 4.000 PS stark. So können die beiden Maschinen das Schiff auf bis zu 24 Knoten (ca. 45 km/h) beschleunigen. Nach etwas mehr als einer Stunde war die Operation geglückt – vorerst. Denn in den Tagen danach folgt die Feinarbeit. Die Maschinenbauer werden die beide Motoren exakt auf dem Getriebe und die folgende 6,5 Meter lange Welle bis zum Propeller ausrichten. Erst danach verbinden sie beide Maschinen fest mit dem Fundament. (Fotos: Martin Stöver)


15.07.2020

Innere Werte

Wer im Moment in der Werfthalle auf SK 41 blickt, sieht nicht viel mehr als weißen Kunststoff. Dahinter hält sich der Neubau für die Station Grömitz verborgen – zu seinem eigenen Schutz. Die Hülle verhindert, dass Funkenflug von Schleif- oder Schweißarbeiten an benachbarten Schiffen den frisch aufgetragenen Lack beschädigt. Wer die steile Treppe an der Steuerbordseite zum Deck des Seenotrettungskreuzers hinaufsteigt und dann hinter den „Vorhang“ schaut, sieht fleißige Schiffbauer – sie schaffen zurzeit innere Werte: Kabel ziehen und verlegen, Kammern und Messe ausbauen, Brücke und Maschinenraum mit modernster Technik ausstatten und vieles mehr steht auf ihrem Plan hinter der Plane. (Fotos: Martin Stöver)


27.03.2020

Verhüllter Seenotrettungskreuzer

Nein, ein Kunstwerk haben die Schiffbauer der Fassmer-Werft aus SK 41 nicht erschaffen. Zwar sieht der neue Seenotrettungskreuzer für die Station Grömitz mit der Plane wie nach einer Verhüllungsaktion des verstorbenen Künstlers Christo und seiner Ehefrau Jeanne-Claude aus, aber für die Werftarbeiter ist das Schiff mit der weißen Hülle kein Kunstwerk. Vielmehr hat die Abdeckung einen ganz praktischen Nutzen: Bei den anstehenden Lackierarbeiten verhindert sie, dass die frische Farbe durch Funkenflug von Schleif- oder Schweißarbeiten an benachbarten Schiffen beschädigt wird. (Fotos: Martin Stöver)

 

 


24.02.2020

Kurze Flussfahrt für SK 41

SK 41 ist schon ein bisschen aufgeregt: Gleich berührt er erstmals sein Element. Wie wird sich das Wasser anfühlen, wenn es seinen Rumpf umspült? Wie wird es sein, sich leichter als an Land zu fühlen? Noch steht der neue Seenotrettungskreuzer für die Station Grömitz fest vertäut auf dem Hebewerk, sein Kiel liegt wie in den zurückliegenden Monaten weiterhin auf dem Trockenen. (Fotos: Carsten Baucke)



Werft-Tagebuch
SK 41