27.03.2020

Verhüllter Seenotrettungskreuzer

Nein, ein Kunstwerk haben die Schiffbauer der Fassmer-Werft aus SK 41 nicht erschaffen. Zwar sieht der neue Seenotrettungskreuzer für die Station Grömitz mit der Plane wie nach einer Verhüllungsaktion des verstorbenen Künstlers Christo und seiner Ehefrau Jeanne-Claude aus, aber für die Werftarbeiter ist das Schiff mit der weißen Hülle kein Kunstwerk. Vielmehr hat die Abdeckung einen ganz praktischen Nutzen: Bei den anstehenden Lackierarbeiten verhindert sie, dass die frische Farbe durch Funkenflug von Schleif- oder Schweißarbeiten an benachbarten Schiffen beschädigt wird. (Fotos: Martin Stöver)

SK 41 ist das fünfte Schiff der völlig neu konstruierten 28-Meter-Klasse, die nach und nach die bewährte 27,5-Meter-Klasse ersetzt. Das Typschiff hatten die Seenotretter zu ihrem 150-jährigen Bestehen Ende Mai 2015 auf den Namen ERNST MEIER-HEDDE getauft und auf Amrum stationiert. Der zweite Seenotrettungskreuzer dieser Klasse ist die neue BERLIN, die seit Anfang 2017 von Laboe aus die Kieler Förde sichert. Seit Sommer 2017 ist die ANNELIESE KRAMER als dritte Einheit dieser Klasse auf der Station Cuxhaven im Einsatz. Die neue HAMBURG wird voraussichtlich nach seiner Ablieferung im Frühjahr 2020 auf der Station Borkum die ALFRIED KRUPP nach 32 Einsatzjahren ablösen.

Die inzwischen fünfte Rettungseinheit der 28-Meter-Klasse soll im Rahmen der notwendigen ständigen Modernisierung der Rettungsflotte auf der Station Grömitz die HANS HACKMACK ablösen. Diese wiederum soll künftig ohne feste Station immer dort zum Einsatz kommen, wo andere Seenotrettungskreuzer vertreten werden müssen, zum Beispiel während turnusgemäßer Generalüberholungen. Die Taufe ist für den Jahreswechsel 2020/2021 geplant.


24.02.2020

Kurze Flussfahrt für SK 41

SK 41 ist schon ein bisschen aufgeregt: Gleich berührt er erstmals sein Element. Wie wird sich das Wasser anfühlen, wenn es seinen Rumpf umspült? Wie wird es sein, sich leichter als an Land zu fühlen? Noch steht der neue Seenotrettungskreuzer für die Station Grömitz fest vertäut auf dem Hebewerk, sein Kiel liegt wie in den zurückliegenden Monaten weiterhin auf dem Trockenen. (Fotos: Carsten Baucke)



20.01.2020

30 Tonnen Luftfracht

Imposanter Anblick im Betriebsteil Bardenfleth der Fassmer-Werft: Ein Mobilkran hält den rund 30 Tonnen schweren Rumpf für einige Minuten in der Luft – lediglich an zwei Kettenseilen hängend, die jeweils an einem Hebeauge eingehakt sind. Dieser spektakuläre Moment ist immer dann zu beobachten, wenn die Schiffbauer den Rumpf eines neuen Seenotrettungskreuzers von „kieloben“ auf „kielunten“ drehen. (Fotos: Martin Stöver)



03.12.2019

Platten auflegen

Laute Hammerschläge schallen durch die Werfthalle. Dazwischen mischen sich das surrende Geräusch des Schweißens und die hohen, kreischenden Töne, wenn Schleifscheiben auf einer Metalloberfläche kreisen. Rege Betriebsamkeit auf der Fassmer-Werft: Die Schiffbauer beplanken gerade das fertige Netzspantengerüst des jüngsten Seenotrettungskreuzers mit vorgefertigten Aluminiumplatten. Nach und nach nimmt der Neubau immer mehr Gestalt an. Fotos: Martin Stöver

 

 


15.10.2019

Tragendes Element

Genauso wie alle anderen DGzRS-Einheiten – bis auf die der 8,9-Meter-Klasse – ist SK 41 ebenfalls eine Schweißkonstruktion ganz aus seewasserbeständigem Leichtmetall. Tragendes Element ist dabei das bewährte Netzspantengerüst, bei dem die Längs- und Querspanten – abhängig von der Schiffsgröße – nicht weiter als maximal 50 Zentimeter voneinander entfernt sind. Sie bilden ein enges, festes Netz, auf das die Schiffbauer im nächsten Arbeitsschritt die Beplattung aufbringen. Fotos: Martin Stöver

 

 


Werft-Tagebuch
SK 41