06.01.2020

Im weißen Kleid

Auf der Fassmer-Werft in Berne-Motzen haben die Maler die ruhige Zeit der Weihnachtstage und des Jahreswechsels genutzt, um den neuen Seenotrettungskreuzer sowie dessen Tochterboot zu lackieren. Jetzt erstrahlen beide in hellstem Weiß. Bevor es soweit war, mussten die Schiffbauer die Oberflächen vorstreichen, abschleifen, Schleifstaub entfernen und alle auszusparenden Stellen wie Poller, Tritte und Innenschanzkleid abkleben oder abhängen.

Die HAMBURG ist das vierte Schiff der völlig neu konstruierten 28-Meter-Klasse, die nach und nach die bewährte 27,5-Meter-Klasse ersetzt. Das Typschiff hatten die Seenotretter zu ihrem 150-jährigen Bestehen Ende Mai 2015 auf den Namen ERNST MEIER-HEDDE getauft und auf Amrum stationiert. Der zweite Seenotrettungskreuzer dieser Klasse ist die neue BERLIN, die seit Anfang 2017 von Laboe aus die Kieler Förde sichert. Seit Sommer 2017 ist die ANNELIESE KRAMER als dritte Einheit dieser Klasse auf der Station Cuxhaven im Einsatz.

Der jüngste Neubau soll nach seiner Ablieferung im Frühjahr 2020 auf der Station Borkum die ALFRIED KRUPP nach 32 Einsatzjahren ablösen. Mit der Namengebung würdigt die DGzRS die langjährige Verbundenheit der Hamburger mit den Seenotrettern. Mit einer Spendenaktion ruft sie alle Einwohner Hamburgs, aber auch alle Freunde der Hansestadt dazu auf, sich am „Spendemanöver: HAMBURG wird Seenotretter!“ zu beteiligen. Spenden für den Neubau sind bereits jetzt möglich, am einfachsten online unter Angabe des Kennwortes HAMBURG.


12.12.2019

4.000 PS starkes Doppelherz für die neue HAMBURG

Zwei wahre Kraftpakete haben die Schiffbauer der Fassmer-Werft in den vierten Seenotrettungskreuzer der neuen 28-Meter-Klasse eingebaut. Die beiden Hauptmaschinen wiegen zusammen 7,6 Tonnen und sind mit ihren insgesamt 32 Zylindern fast 4.000 PS stark.

 

 


26.11.2019

Sie opfern sich

Auf einer Holzpalette liegen sie dicht beieinander, als ob sie sich gegenseitig Schutz geben wollen. Ein bisschen sehen sie aus wie versteinerte Heringe. Manche tragen ein Hansekreuz und den Schriftzug DGzRS. Ohne sie ist ein neuer Seenotrettungskreuzer nicht vollständig. Die Opferanoden verhindert die elektrolytische Korrosion des Unterwasserschiffes. Sie schützen den Aluminiumrumpf gegen edlere Metalle und werden dabei selbst zerstört – sie opfern sich. Während die Schiffbauer die Opferanoden außen an der neuen HAMBURG befestigen, verlegen sie im Inneren hunderte Meter Kabel, damit Strom und Daten fließen können, installieren Rohre und sägen Holz für Schränke, Kojen und Wände zu. Der Innenausbau des Neubaus ist in vollem Gange. (Fotos: Die Seenotretter – DGzRS/Martin Stöver)

 

 


04.10.2019

Gerüstbau im Schiffbau

Rahmen, Traversen, Bohlen und Tafeln verstellen im Moment den freien Blick auf die neue HAMBURG. Mit diesen Bauteilen haben die Schiffbauer der Fassmer-Werft in den vergangenen Tagen ein Gerüst um den Seenotrettungskreuzer gebaut, über das sie bequem und sicher an jede Stelle des rund 16 Meter hohen Neubaus kommen können. An Bord erledigen sie im Moment die letzten Schweißarbeiten. Sobald sie damit fertig sind, „verstecken“ sie SK 40 zum Schutz vor Staub hinter einer Plane. Anschließend lackieren die Werftarbeiter die HAMBURG mit den typischen Seenotretter-Farben. (Fotos: Die Seenotretter – DGzRS/Martin Stöver)


13.08.2019

HAMBURG hat erstmals Wasserkontakt

Der Rumpf ist fertig verschweißt und das Deckshaus aufgesetzt: Für die weiteren Arbeiten hat der Schlepper „Greif“ den neuen Seenotrettungskreuzer HAMBURG vom Betriebsteil Bardenfleth zum rund einen Kilometer entfernten Hauptsitz der Fassmer-Werft in Berne-Motzen „verschifft“. Dabei kam der bereits schwimmfähige Kasko erstmals mit Wasser in Kontakt – wenn auch nur für eine gute Stunde. (Fotos: Jörg Sarbach; außer 1 & 2: Steven Keller)

 

 


Werft-Tagebuch
HAMBURG

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