WTB_SK39 | DGzRS Die Seenotretter
22.05.2017

Gut gerüstet

Für die Festigkeit von SK 39 sorgen die vielen Längs- und Querspanten, aus denen sich das engmaschige Netzspantengerüst zusammensetzt. Darauf befestigen die Schiffbauer im nächsten Arbeitsschritt die Aluminiumplanken. (Fotos: Martin Stöver)

Die nächste Einheit der 20-Meter-Klasse mit der internen Bezeichnung SK 39 ist für die Schleimündung mit Liegeplatz in Olpenitz vorgesehen. Voraussichtlich Mitte 2018 teilt die DGzRS ihre bisherige Doppelstation Maasholm. Der mit Festangestellten besetzte Seenotrettungskreuzer liegt ab dann im neuen Yachthafen Olpenitz. Das ebenfalls in Maasholm stationierte Seenotrettungsboot, das von Freiwilligen gefahren wird, hat seinen Liegeplatz auch künftig im dortigen Fischereihafen.

Der neue Seenotrettungskreuzer SK 39 wird wie SK 38 ein Schwesterschiff der bereits im Dienst befindlichen Einheiten EISWETTE/Station Nordstrand (Baujahr 2009), EUGEN/Station Greifswalder Oie (2009), THEODOR STORM/Station Büsum (2011) und PIDDER LÜNG/Station List (2013). Wie alle Schiffe der DGzRS wird er als Selbstaufrichter konstruiert.


24.03.2017

SK 39 offiziell auf Kiel gelegt

Für Andrea Vogt ist es eine ganz besondere Aufgabe gewesen: Einer Schiffbautradition folgend, legte die Justiziarin der Seenotretter am 24. März 2017 in eine Rumpfsektion des neuen Seenotrettungskreuzers SK 39 eine Münze ein. Das Geldstück soll den Schiffbauern, aber auch der künftigen Besatzung Glück verheißen. Zur Kiellegung von SK 39 führte Andrea Vogt den letzten Willen der Erblasserin aus, deren Nachlass den jüngsten Neubau für das Revier an der Schleimündung finanziert.

„Zuwendungen aus Nachlässen sind nicht nur ein ganz wesentlicher Bestandteil der Finanzierung der Seenotretter. Sie sind auch ein sehr großer Vertrauensbeweis“, sagte Vogt bei der traditionellen Zeremonie auf der Werft Fr. Fassmer in Berne an der Unterweser.

Mit großer Kompetenz und jahrzehntelanger Erfahrung begleitet sie Menschen, die ihren Nachlass zugunsten der Seenotretter regeln möchten. Und sie sorgt dafür, dass nach dem Tod alles genau so umgesetzt wird, wie es sich der Verstorbene gewünscht hat. „Wir kümmern uns um das Erbe, als wenn es ein Trauerfall in der eigenen Familie wäre, sorgfältig, zuverlässig und absolut vertraulich. Das ist meine tägliche Arbeit. Den traditionellen symbolischen Baubeginn einer neuen Rettungseinheit selbst vorzunehmen, ist hingegen auch für mich etwas sehr Besonderes.“ Auch die eingelegte Münze, ein „Bremer Groten“ von 1840, stammt aus einem Nachlass zugunsten der Seenotretter.

Fotos (außer 7): Martin Stöver


20.03.2017

Von Knechten, Bindungsstörungen und Schotten

Vor einigen Wochen haben die Schiffbauer auf der Fassmer-Werft damit begonnen, aus Hunderten von Aluminiumteilen den Rumpf des jüngsten Seenotrettungskreuzers zusammenzusetzen. Dabei lassen sie keine „Bindungsstörungen“ in den Schweißnähten zu, fixieren mit Knechten mehrere Bauteile miteinander und haben bereits einige Schotten aufgestellt. (Fotos 3-9: Martin Stöver)


Werft-Tagebuch
SK 39