05.04.2017

Seenotkreuzer als Straßenkreuzer

Seine erste „Fahrt“ hat der neue Seenotrettungskreuzer SK 38 hinter sich. Wasser unterm Kiel hatte der Rohbau dabei allerdings noch nicht – stattdessen war es eine rund 1.000 Meter lange Landpartie in Berne vom Ortsteil Bardenfleth in den Ortsteil Motzen. Fest verzurrt auf einem Hydraulikhubwagen und mit „Traktorantrieb“ ging es im Schritttempo über die engen Straßen hinterm Deich zum neuen „Liegeplatz“. Die „Reise“ war notwendig geworden, weil nur im Haupthaus der Fassmer-Werft die erforderlichen Fertigungseinrichtungen wie Tischlerei und Metallwerkstatt für den Endausbau vorhanden sind.


22.03.2017

Endlich zusammen: Deckshaus und Rumpf

Hoch über den Köpfen der Werftarbeiter schwebt das Deckshaus. Es hängt an einem Brückenkran, den ein Schiffbauer der Fassmer-Werft mit einer Fernsteuerung bedient. Zentimeter für Zentimeter bewegt er die schwere Fracht auf den Rumpf des neuen Seenotrettungskreuzers zu. Als das Deckshaus auf dem Schiffskörper steht, verschweißen die Schiffbauer die beiden großen Teile miteinander. Für die Werftarbeiter ist dies ein besonderer Moment, den sie liebevoll „Hochzeit“ nennen. Mittlerweile ist die „Zeremonie“ schon ein paar Tage her, und die Arbeiten an SK 38 sind bereits weiter vorangeschritten. (Fotos: Martin Stöver)


17.02.2017

Vom „Kopf“ auf die „Füße“

In der ersten Bauphase liegt der Seenotrettungskreuzer kieloben. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Die Schiffbauer müssen die Aluminiumplatten nicht von unten an das Netzspantengerüst drücken, sondern können sie zum Verschweißen einfach darauflegen. Hierdurch wird höchste Präzision erreicht. Sobald die Arbeiten erledigt sind, kommt es zu einer unerlässlichen Etappe beim Bau: Der Rumpf muss gedreht werden.

Sobald das Netzspantengerüst fertig beplankt ist, kommt es zu einer unerlässlichen Etappe beim Bau: Der Rumpf muss gedreht werden.



31.01.2017

Tausende von Puzzleteilen

Für die Schiffbauer der Fassmer-Werft ist es immer wieder eine Herausforderung: Aus Tausenden von Einzelteilen haben sie in den vergangenen Wochen das Netzspantengerüst des Seenotrettungskreuzers SK 38 zusammengesetzt. Manche Puzzlestücke sind nur wenige Zentimeter groß, während andere mehrere Meter messen. Und wie bei allen Neubauten der Seenotretter liegt auch dieser Rumpf zunächst wieder „auf dem Rücken“. Der Vorteil: Die Arbeiter müssen das grazil wirkende, aber äußerst widerstandsfähige Aluminiumgerüst nicht über Kopf zusammenschweißen.


25.11.2016

Historische Münze für modernsten Seenotrettungskreuzer

Friedrich den Großen als König von Preußen (1740-1786) und die Französische Revolution (1789-1795) hat er ebenso „miterlebt“ wie die Gründung des Deutschen Reiches (1871), den Ersten und Zweiten Weltkrieg (1914-1918; 1939-1945) und den Fall der Berliner Mauer (1989) – der 1674 geprägte ⅓-Taler Pommerns. Zukünftig wird die Münze bei jedem Einsatz des neuen Seenotrettungskreuzers SK 38 mitfahren.

Das historische Geldstück, das aus dem Nachlass des Spenders stammt, soll den Schiffbauern und Seenotrettern Sicherheit, Glück und Gesundheit bringen. Während früher eine Münze unter dem Kiel lag und während der Bauzeit plattgedrückt wurde, findet sie bei der heutigen Bauweise „kieloben“ in einer Sektion des Neubaus Platz.


Werft-Tagebuch
BERTHOLD BEITZ

Moin! Wenn Sie weiter in diesen Gewässern kreuzen, geben wir Ihnen ein paar Cookies mit an Bord. Wie Sie diese Fracht selbst verwalten können, erfahren Sie hier. Angenommen Close