06.12.2016

Rundherum steht ein Gerüst

Die Schiffbauer haben in den vergangenen Wochen SK 37 eingerüstet und erledigen zurzeit die letzten Schweißarbeiten. Das folgende Abschleifen der Schweißnähte ist für eine gute Qualität der Schweißfugen unerlässlich. Sobald dieser Bauabschnitt erledigt ist, wird der Neubau zum Schutz vor Staub hinter einer Plane „versteckt“. Anschließend lackieren die Werftarbeiter ihn mit den typischen Seenotretter-Farben.

SK 37 ist das dritte Schiff der völlig neu konstruierten 28-Meter-Klasse, die nach und nach die bewährte 27,5-Meter-Klasse ersetzen wird. Das Typschiff hatten die Seenotretter zu ihrem 150-jährigen Bestehen Ende Mai 2015 auf den Namen ERNST MEIER-HEDDE getauft und auf Amrum stationiert. Die zweite Rettungseinheit der Klasse soll zum Jahreswechsel 2016/2017 den derzeitigen Seenotrettungskreuzer BERLIN auf der Station Laboe ersetzen.

Der jüngste Neubau soll nach seiner Ablieferung im Frühjahr 2017 die viel befahrene Elbmündung sichern und die 1985 gebaute HERMANN HELMS auf der Station Cuxhaven ablösen. Dieses Revier gehört zu den am stärksten frequentierten Seeschifffahrtsstraßen der Welt.

Freunde und Förderer der Seenotretter können auch für den jüngsten Neubau spenden, indem sie das Stichwort SK 37 online oder auf einer Überweisung angeben.


09.09.2016

Vom Drehen und Wenden

In der ersten Bauphase liegt der Seenotrettungskreuzer kieloben. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Die Schiffbauer müssen nicht kopfüber arbeiten, sondern schweißen das Netzspantengerüst und die Beplankung in relativ entspannter Arbeitshaltung „von oben nach unten“ zusammen. Sobald die Arbeiten erledigt sind, kommt es zu einer unerlässlichen Etappe beim Bau: Der Kasko muss gedreht werden.


18.07.2016

Ein Schiff steht Kopf

Damit die Schiffbauer die Aluminiumspanten zu einem filigranen Netz in bequemer Arbeitshaltung zusammenschweißen können, entsteht bei den Seenotrettern der Rumpf einer neuen Rettungseinheit immer kieloben. Auf diese Weise müssen die Werftarbeiter beim Auflegen der Außenhaut nicht kopfüber arbeiten. Das „Aluminiumskelett“ kann auf diese Weise in höchster Präzision gefertigt werden.


28.04.2016

Auf Kiel gelegt

Für DGzRS-Mitarbeiterin Tanja Wagschal war die Kiellegung des 28-Meter-Neubaus SK 37 ein ganz besonderer Moment. Die Schiffe, mit denen sie normalerweise zu tun hat, sind nur wenige Zentimeter lang. In der Zentrale der Seenotretter kümmert sie sich um die rot-weißen Sammelschiffchen.

Einer Schiffbautradition folgend legte Tanja Wagschal in eine Sektion des Neubaus das Zehn-Euro-Stück ein, das die Bunderepublik Deutschland im vergangenen Jahr zum 150-jährigen Bestehen der DGzRS als offizielles Zahlungsmittel herausgegeben hatte. Schiffbauern und Seenotrettern soll die Münze Sicherheit, Glück und Gesundheit verheißen.


Werft-Tagebuch
SK 37