Nach 130 Jahren ist Schluss

Ende des 19. Jahrhunderts hat sich im damaligen Amt Ritzebüttel die „Vereinigung der Fleckenpüster“ gegründet. Ende 2024 hat sich der Nachfolgeverein aufgrund schrumpfender Mitgliederzahlen aufgelöst. Sein verbliebenes Vermögen spendete er an die Seenotretter.

Vorsitzende des „Vereins der Fleckenpüster“ (M.) überreicht einen symbolischen Spendenscheck auf dem Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER an deren Besatzung um Vormann Holger Wolpers (2. v. r.) und DGzRS-Mitarbeiterin Uta Beetz.

„Fleckenpüsterin“ Ursula Schiff (M.) überreicht einen symbolischen Spendenscheck auf der ANNELIESE KRAMER an deren Besatzung um Vormann Holger Wolpers (2. v. r.) und DGzRS-Mitarbeiterin Uta Beetz.

1894 gehörte das Amt Ritzebüttel seit 500 Jahren zur Hansestadt Hamburg. Ein großes Fest zum Jubiläum ließ die Menschen enger zusammenrücken. Sie gründeten die „Vereinigung der Fleckenpüster“ – ab 1912 „Verein der Fleckenpüster“. Der Name basiert auf ehemals rivalisierenden Jugendlichen aus dem Flecken Ritzebüttel und der Hafensiedlung Alt-Cuxhaven – mit dem „Püster“, einem kurzstieligen Besen, fegten die „Fleckenpüster“ die „Hafenpüster“ aus ihrem Revier. 

Die Gemeinschaft organisierte jedes Jahr verschiedene Veranstaltungen, lediglich unterbrochen von den beiden Weltkriegen und der Nazi-Diktatur. Nach einer Neugründung 1951 setzte sich das Vereinsleben fort. Über alle politischen Grenzen hinweg engagierten sich die „Fleckenpüster“ für das Gemeinwesen vor Ort. Zum 125-jährigen Bestehen 2019 zählte der Verein noch mehr als 200 Mitglieder, die aus allen Stadtteilen Cuxhavens kamen. Doch mit steigendem Durchschnittsalter sank die Zahl der Aktivitäten. „Weil niemand mehr die Vorstandsarbeit übernehmen wollte, beschlossen wir, den Verein aufzulösen“, sagte „Fleckenpüsterin“ Ursula Schiff am 9. Januar in Cuxhaven auf dem Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER. Das verbliebene Vereinsvermögen in Höhe von 900 Euro spendeten die eng mit der See verbundenen Frauen und Männer den Seenotrettern, so wie sie es in ihrer Satzung vorgesehen hatten.

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AKTUELLE DANKMELDUNGEN

Sieben Personen stehen auf dem Deck eines weiß-orangefarbenen Seenotrettungskreuzers der Dgzrs im Hafen von Büsum. Im Vordergrund liegen mehrere große orangefarbene Fender. Hinter der Gruppe sind das Steuerhaus des Schiffes, Hafenanlagen und weitere Boote zu sehen. Der Himmel ist bewölkt, die Szene spielt direkt am Wasser.. Zur Seite: Mit dem Motorrad zum Gottesdienst

Motorradfahren ist für viele mehr als nur ein Hobby: Der Glaube fährt ebenfalls mit. Deshalb gehörte 2026 erneut ein Gottesdienst zum Motorradkorso im schleswig-holsteinischen Marne – genauso wie das Engagement für einen guten Zweck. Der Erlös der Veranstaltung ging in diesem Jahr an die Seenotretter.

Bei einer Open-Air-Kinoveranstaltung stehen vier Personen vor einer großen Leinwand. Zwei Personen in roten Rettungsdienstjacken halten einen symbolischen Spendenscheck, während eine weitere Person mit einem Mikrofon spricht. Im Vordergrund sitzen Besucherinnen und Besucher auf Stühlen und verfolgen die Übergabe. Auf der Leinwand ist ein Küstenmotiv mit Leuchtturm sowie der Schriftzug zum Amrumer Inselkino zu sehen.. Zur Seite: Viele kleine Beiträge, große Hilfe für die Seenotretter

Kinobetreiber Ralf Thomsen unterstützt die Seenotretter bereits seit einigen Jahren: Wer eine Eintrittskarte für die Kinofilme „Luv & Lee“ und „Nordlicht“ kauft, spendet gleichzeitig 50 Cent an die DGzRS.

Vier Personen und ein Bärenmaskottchen stehen vor dem Steuerhaus eines rot-weißen Seenotrettungskreuzerso und halten gemeinsam einen symbolischen Spendenscheck über 10.300 Euro. Der Scheck ist an die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (Dgzrs) ausgestellt und auf den 17.08.2026 datiert. Zwei der Personen tragen rote Einsatzkleidung, eine Person ein weißes Polohemd mit Firmenlogo, eine weitere ein weißes T-Shirt und rote Arbeitshose. Rechts neben der Gruppe steht ein Bärenmaskottchen in blau-weiß gestreiftem Matrosenshirt und Kapitänsmütze. Im Hintergrund sind Hafenanlagen und Gebäude zu sehen.. Zur Seite: Seenotrettungskreuzer zum Anbeißen

Der Süßwaren-Filialist „Ideen aus Fruchtgummi“ vertreibt seit 2024 fruchtige Kreuzer zum Naschen. Mit dem Verkauf unterstützt das Unternehmen die Seenotretter.

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See

Das Seenotretter-Logbuch

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