29.03.2021

Erstmals in Schleswig

Was für ein Empfang: Die Freiwilligen Feuerwehren aus Schleswig, Fahrdorf und Borgwedel sowie die Bundespolizei haben das neue Seenotrettungsboot SRB 82 am 28. März mit Wasserfontänen gebührend begrüßt. Nach zweitägiger Seereise über Weser, Nordsee, Nord-Ostsee-Kanal, Ostsee und Schlei lief es erstmals seine zukünftige Station an und machte an seinem Liegeplatz im Schleswiger Stadthafen fest.

Zwei Seenotrettungsboote nebeneinander auf dem Wasser

Nach 28 Dienstjahren wird die WALTER MERZ von dem neuen Seenotrettungsboot SRB 82 abgelöst. Die WALTER MERZ wird zukünftig vom freiwilligen estnischen Seenotrettungsdienst Pärnu SAR auf der Ostsee eingesetzt.
Foto: Alexander Krüger

Dort ersetzt die 8,9 Meter lange Rettungseinheit die WALTER MERZ, die die Seenotretter nach 28 Einsatzjahren außer Dienst stellen. Allerdings wird das 8,5 Meter lange Seenotrettungsboot weiterhin Leben retten – es wird künftig vom freiwilligen estnischen Seenotrettungsdienst Pärnu SAR eingesetzt.

Die neue Rettungseinheit der freiwilligen Seenotretter aus Schleswig wurde auf der finnischen Werft Arctic Airboats gebaut. Das drei Meter breite und nur 65 Zentimeter tiefgehende Vollkunststoffboot ist ein sogenanntes Rigid Buoyant Boat (RBB). Es ist robust, einfach zu handhaben und ohne Spezialwerft zu warten. SRB 82 verfügt über zwei 200-PS-Außenbordmotoren, die es auf 38 Knoten (ca. 70 km/h) beschleunigen können. Wann es bei einer Taufe seinen endgültigen Namen erhalten wird, ist aufgrund der Coronavirus-Pandemie noch offen.

AKTUELLE NEUIGKEITEN

70 Jahre Seenotrettungskreuzer mit Tochterboot

Technischer Meilenstein bis heute: Wegweisend für die DGzRS
Vor 70 Jahren hat für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit dem Seenotrettungskreuzer BREMEN eine neue Ära begonnen: Zum ersten Mal war ein Rettungsschiff als Selbstaufrichter konstruiert und hatte ein Tochterboot „huckepack“ dabei. Beides prägt die hochmoderne Flotte der DGzRS bis heute.

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