15.11.2020

Seenotretter aus Laboe bringen abgetriebenen Angler in Sicherheit

Von Brasilien nach Kalifornien, aber anders als gedacht: Ein Angler aus der Nähe von Hamburg ist am Sonntag, 15. November 2020, in der Kieler Förde zwischen den beiden Strandabschnitten auf die offene Ostsee abgetrieben. Ausgerüstet war er lediglich mit einer einfachen Schwimmhilfe. Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) aus Laboe brachten den erschöpften Mann zurück ans Ufer.

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Seenotrettungskreuzer BERLIN auf See

Mit dem Seenotrettungskreuzer BERLIN haben die Seenotretter der DGzRS-Station Laboe einen Angler aus einer gefährlichen Lage befreit.
Archivfoto

Der etwa 35-Jährige war in den frühen Morgenstunden ungefähr in Höhe des Strandabschnittes Kalifornien mit einem sogenannten Belly Boat zum Angeln vor der Küste aufgebrochen. Dabei handelt es sich, anders als der Name vermuten lässt, nicht tatsächlich um ein Boot, sondern um einen einfachen Sitz mit Auftriebskörper, der in der Regel mit Schwimmflossen angetrieben wird.

Beinahe wäre dem Angler der ablandige Wind zum Verhängnis geworden. Dieser hatte ihn bereits erfasst und immer weiter auf die offene Ostsee hinausgetrieben. Nach eigenen Angaben hatte er eine ganze Weile verzweifelt gegen den zeitweise bis zu fünf Beaufort aufgefrischten Wind angepaddelt, um aus eigener Kraft ans Ufer zurückzukehren. Doch das gelang ihm nicht. Stattdessen entfernte er sich bei nachlassenden Kräften immer weiter vom Strand. Seine Situation spitzte sich zu – er rief mit seinem Smartphone Hilfe.

Als die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS von der gefährlichen Lage des Mannes erfuhr, alarmierten die Wachleiter gegen 12.30 Uhr umgehend die Seenotretter der Station Laboe. Diese liefen sofort mit dem Seenotrettungskreuzer BERLIN aus und nahmen Kurs auf den Angler nördlich von Brasilien. „Er war schon sehr erschöpft und hatte keine Kraft mehr, gegen den Wind anzukämpfen. Ohne unsere Hilfe wäre er nicht mehr an Land gekommen“, berichtet Vormann Holger Budig. Die Seenotretter nahmen den Mann mit dem Tochterboot STEPPKE gut zweieinhalb Kilometer vom Ufer entfernt an Bord. Glücklicherweise war der Angler

noch nicht unterkühlt. Die STEPPKE brachte ihn zurück an den Strandabschnitt in Höhe von Kalifornien.
Die Seenotretter weisen in diesem Zusammenhang noch einmal auf ihre spezielle Website sicher-auf-see.de hin, auf der Wassersportler und auch Angler zahlreiche wertvolle Tipps für die Vorbereitung ihrer Törns finden.  Zusätzlich empfiehlt die DGzRS den Download ihrer kostenlosen Sicherheits-App SafeTrx, die mit dem Smartphone die eigene Route aufzeichnen kann und die direkte Alarmierung der Seenotretter ermöglicht.

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AKTUELLE SEENOTFÄLLE

Blick über eine bewegte See von einem Seenotrettungskreuzer aus. In der Bildmitte fährt ein Krabbenkutter durch die Wellen, begleitet von einem kleineren Tochterboot der Dgzrs. Rechts im Hintergrund ist ein größeres Schiff, ein Seenotrettungskreuzer, mit rot-weißer Brücke zu sehen. Der Himmel wirkt dunkel und bedeckt, während das Meer in kräftigen Blau- und Grautönen erscheint. Im rechten Vordergrund sind Teile der Reling und Aufbauten des Seenotrettungskreuzers sichtbar, von dem aus fotografiert wurde.. Zur Seite: Seenotretter im Einsatz für Kutter mit starkem Wassereinbruch

Im schleswig-holsteinischen Wattenmeer vor der Halbinsel Eiderstedt sind die Seenotretter einem Krabbenkutter mit starkem Wassereinbruch zu Hilfe gekommen. Zwei Seenotrettungskreuzer waren im Einsatz.

Blick vom Bug eines Seenotrettungsbootes bei Nacht auf eine Rettungsaktion auf dem Wasser. Im Scheinwerferlicht ist links eine schräg im Wasser liegende Segelyacht zu sehen, die offenbar auf Grund gelaufen ist. Vor der Yacht befindet sich ein weiteres Seenotrettungsboot mit eingeschaltetem Warnlicht. Die dunkle Umgebung wird nur durch die Beleuchtung der Boote und einen hellen Lichtstrahl in den Nachthimmel erhellt.. Zur Seite: Seenotretter befreien drei Segler aus lebensgefährlicher Lage

Drei Segler sind nördlich der Inseln Baltrum und Langeoog in der Brandungszone einer Sandbank festgekommen. Die Seenotretter brachten sie mit dem Seenotrettungsboot SECRETARIUS in den sicheren Hafen.

Drei Seenotrettungsboot liegen als Päckchen in einem Hafen, dahinter, leicht verdeckt, das havarierte Ausflugsschiff. Zur Seite: Brand auf Fahrgastschiff: Seenotretter unterstützen Einsatz auf der Greifswalder Oie

Im Nothafen der kleinen Ostseeinsel Greifswalder Oie ist am frühen Samstagnachmittag, 26. September 2026, auf einem Ausflugsschiff ein Brand ausgebrochen. Ein Besatzungsmitglied bekämpfte das Feuer erfolgreich. Die auf der Insel stationierten Seenotretter stellten den Verschlusszustand des Maschinenraums her, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

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