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14.07.2018

Seenotretter von Fedderwardersiel retten Vater und Söhne mitten in der Nacht aus Lebensgefahr aus dem Watt

Die Seenotretter der Freiwilligenstation Fedderwardersiel (Gemeinde Butjadingen) der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben Freitagnacht (13. Juli 2018) um 23.30 Uhr einen Vater mit seinen beiden Söhnen aus Lebensgefahr aus dem Watt gerettet.

In der Nacht rettete die Besatzung der HERMANN ONKEN (im Bild ein Schwesterschiff) einen Vater mit seinen beiden Söhnen aus dem Watt (Foto: Maren Christoffer)

Kurz vor 23 Uhr hatte ein junger Mann mit seinen Freunden in der Nähe der Nordsee-Lagune Butjadingen Schreie im Watt gehört und die Polizei alarmiert.

Feuerwehr und Rettungswagen wurden alarmiert sowie über die SEENOTLEITUNG BREMEN auch die freiwilligen Seenotretter der Station Fedderwardersiel. Bereits fünf Minuten nach ihrer Alarmierung waren Vormann Hartmut Dierks, Uwe Kähler und Malte Linneweber an Bord und liefen mit dem Seenotrettungsboot HERMANN ONKEN aus.

Ein ADAC-Hubschrauber war zu diesem Zeitpunkt bereits vor Ort, konnte aber im überspülten Watt nicht landen. Die Seenotretter konnten sich an der Position orientieren und fanden dadurch den Vater mit seinen beiden Söhnen im Licht des Suchscheinwerfers. Der Mann (39) stand zu diesem Zeitpunkt bis zum Hals im Wasser in der starken Flutströmung, seine beiden Kinder (9 und 15) hatte er auf den Arm genommen.

„Die Panik der Kinder war unbeschreiblich“, berichtete Vormann Hartmut Dierks. Um sie durch die Bergepforte an Bord zu ziehen, musste er vorsichtig an die drei heranmanövrieren. „Im Flutstrom hätte der Mann sich keine fünf Minuten länger halten können – die Rettung war in allerletzter Sekunde“, berichteten die Seenotretter.

Im Kutterhafen Fedderwardersiel übergaben sie die drei an den Landrettungsdienst. Noch im Hafen kümmerte sich das medizinische Personal des ADAC-Hubschraubers Christoph 26 um die Familie. Anschließend wurden sie ins Krankenhaus gebracht.

Die Rettung aus Lebensgefahr durch die Seenotretter muss die Familie nicht bezahlen. Eine Rettung aus Seenot ist immer kostenlos.

Die DGzRS finanziert sich ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen.

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