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16.03.2017

Seenotretter bringen verletzten Angler sicher an Land

Er ist gut vorbereitet: Rute, Rolle und ausreichend Köder hat ein passionierter Angler aus Hagen mit an Bord eines Angelkutters genommen – Vorfreude auf einen fangreichen Dorschtag in der Ostsee. Doch es kommt ganz anders: Der 57-Jährige stürzte am Mittwochmorgen, 15. März 2017, auf dem Kutter und verletzte sich dabei schwer im Gesicht. So endete sein Angel-Tag vorzeitig auf dem Seenotrettungskreuzer BREMEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Die Seenotretter aus Großenbrode übernahmen den Mann und brachten ihn sicher an Land.

Mit dem Seenotrettungskreuzer BREMEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger sind die Seenotretter aus Großenbrode im Einsatz für einen verletzten Angler gewesen. Archiv-Foto: DGzRS – Peter Neumann

Die Seenotretter waren gerade beim Wachwechsel, als der Kapitän des Angelkutters „Silverland“ (Heimathafen: Burgstaaken) sie gegen 9.45 Uhr alarmierte: Ein Angler aus dem nordrhein-westfälischen Hagen benötigte nach einem Sturz dringend ärztliche Hilfe. Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers BREMEN reagierte sofort: Sie nahm zwei Rettungsassistenten des Landrettungsdienstes an Bord und verließ ihren Liegeplatz in Großenbrode. Mit Höchstgeschwindigkeit von 23 Knoten (rund 43 km/h) lief die BREMEN dem Angelkutter entgegen.

Etwa vier Seemeilen (rund sieben Kilometer) südöstlich von Großenbrode trafen sich die beiden Schiffe. „Vor Ort sind wir bei der 27 Meter langen ‚Silverland‘ längsseits gegangen und haben den Mann übernommen“, berichtet Vormann Sven-Eric Carl. An Bord der BREMEN versorgten die Rettungsassistenten den 57-Jährigen medizinisch. Ein Rettungswagen brachte den Mann schließlich von Großenbrode aus ins Krankenhaus.

Zur Einsatzzeit herrschten im Revier westliche Winde der Stärke 6 (bis zu 49 km/h) und etwa ein Meter Seegang.