WTB_SRB76 | DGzRS Die Seenotretter
03.01.2018

Einmal um die eigene Achse gedreht

Wie alle unsere Seenotrettungskreuzer und -boote ist auch der Prototyp eines neuen 8,9-Meter-Seenotrettungsbootes als Selbstaufrichter konstruiert. Er musste sich jetzt auf der Werft im Kenterversuch beweisen. Mit Hilfe eines Krans wurde das Boot zum Kentern gebracht. Unser Video zeigt: Test bestanden, das Seenotrettungsboot richtet sich wieder auf! In den nächsten Monaten wird es weiter auf Herz und Nieren geprüft.

Auf der finnischen Spezialwerft Arctic Airboats entstand das knapp neun Meter lange, 3,10 Meter breite und nur 65 Zentimeter tiefgehende Vollkunststoffboot aus äußerst robustem Polyethylen (High Molecular Weight Polyethylen). Es verfügt über je zwei 200-PS-Außenbordmotoren. Die Manövrierfähigkeit der bis zu 40 Knoten (ca. 75 km/h) schnellen Einheiten ist vergleichbar mit Festrumpfschlauchbooten (Rigid Hull Inflatable Boats, RHIB).

Jedoch erreichen diese sognannten Rigid Buoyancy Boats (RBB) ihren Auftrieb – wie der Name sagt – durch ihren starren leichten Rumpf selbst, ohne Schlauch. Dabei sind sie deutlich robuster, wartungsärmer und nicht zuletzt geräumiger. Die Manövrierfähigkeit, das Schleppverhalten und die Stabilität des Vollkunststoffbootes sind außerordentlich gut, Sog und Wellenschlag gering. Der Prototyp mit Kajüte und halbgeschlossenem Deckshaus soll voraussichtlich das Seenotrettungsboot WUPPERTAL in Maasholm ersetzen.



Werft-Tagebuch
SRB 76