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06.10.2015

Seenotretter befreien Segelyacht mit starkem Wassereinbruch aus misslicher Lage

Der nächtliche Törn einer Segelyacht hat sein Ende im Schlepp des Seenotrettungskreuzers THEO FISCHER der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gefunden: Am frühen Dienstagmorgen, 6. Oktober 2015, waren vier Erwachsene und ein elfjähriges Kind aufgrund eines starken Wassereinbruches und eines Motorschadens nördlich der Halbinsel Darß-Zingst in Not geraten. Die Seenotretter brachten die Segelyacht sicher in den Nothafen Darßer Ort.

Der Seenotrettungskreuzer THEO FISCHER der DGzRS in seinem Revier Archiv-Foto: DGzRS/Die Seenotretter

Gegen 4.30 Uhr hatte die deutsche Seenotküstenfunkstelle BREMEN RESCUE RADIO der DGzRS auf dem international einheitlichen UKW-Sprechfunk-Notrufkanal 16 einen „Pan-Pan“-Ruf (Dringlichkeitsmeldung) der Segelyacht „Cansas“ aufgefangen: Die fünfköpfige Besatzung aus dem Rheinland meldete Wassereinbruch aus noch ungeklärter Ursache und Motorschaden.

Zu diesem Zeitpunkt befanden sie sich etwa zwölf Seemeilen (rund 22 Kilometer) nordöstlich vom Nothafen Darßer Ort. Sofort alarmierte die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS den Seenotrettungskreuzer THEO FISCHER/Station Darßer Ort und informierte die umliegende Schifffahrt über den Notfall.

In der Nähe des Havaristen befanden sich das Bundespolizeischiff „Bayreuth“ und das Fischereiforschungsschiff „Solea“. Als erstes traf die „Bayreuth“ etwa um 5 Uhr bei der Segelyacht ein und blieb bis zum Eintreffen der THEO FISCHER vor Ort, um notfalls direkt eingreifen zu können. Der Besatzung des Havaristen war es in der Zwischenzeit gelungen, den Wassereinbruch mit Bordmitteln zu stoppen.

Als der Seenotrettungskreuzer gegen 5.15 Uhr bei der „Cansas“ ankam, stellten die Seenotretter bei Windstärken von fünf bis sechs Beaufort (bis zu 49 km/h) aus östlicher Richtung und etwa einem Meter Seegang eine Leinenverbindung her. Anschließend schleppten sie die elf Meter lange Segelyacht in den Nothafen Darßer Ort. Verletzt wurde niemand.