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08.06.2015

Schwelbrand auf Fischkutter südöstlich von Rügen

Zwei Rettungseinheiten der Seenotretter im Einsatz vor dem Peenemünder Haken

Das Seenotrettungsboot HEINZ ORTH der DGzRS hat Feuerwehrleute auf den Fischkutter „Einheit“ übergeben, um einen Schwelbrand zu bekämpfen. Längsseits der „Einheit“ liegt außerdem der Kutter „Bergen“ (hinten).

Feuer im Schiff: Jeder Seemann kennt die Gefahren einer solchen Situation. Die Seenotretter sind am Montagabend, 8. Juni 2015, vor dem Peenemünder Haken dem Fischkutter „Einheit“ mit Schwelbrand an Bord zu Hilfe gekommen. Zwei Rettungseinheiten der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) liefen zu dem gut 18 Meter langen Havaristen südöstlich der Insel Rügen.

Gegen 20.40 Uhr meldete sich der Fischkutter „Bergen“ (Heimathafen Ueckermünde) über den internationalen Notruf- und Anruffunkkanal 16 bei den Seenotrettern. Die „Bergen“ und der etwa gleich große Kutter „Einheit“ (Heimathafen Karlshagen) hatten zuvor Freest mit Ziel Bornholm verlassen. Querab der kleinen Insel Ruden, nördlich des Peenemünder Hakens, hatte die zweiköpfige Besatzung der „Einheit“ einen Schwelbrand im Vorschiff entdeckt.

Mit einem CO2-Löscher versuchten die beiden Fischer, den Brand zu bekämpfen. Um ein Ausbreiten zu verhindern, schlossen sie eine Luke im Vorschiff. Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers EUGEN/Station Greifswalder Oie hatte den Notruf aufgefangen. Umgehend verließ die EUGEN ihre Station. Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS alarmierte außerdem das von Freiwilligen gefahrene Seenotrettungsboot HEINZ ORTH/Station Freest und die Freiwillige Feuerwehr Freest.

Die gleiche Situation mit Blick auf den Bug des Havaristen

Während die HEINZ ORTH sechs Feuerwehrleute an Bord nahm, ging die „Bergen“ bei der „Einheit“ längsseits, um sie in Schlepp zu nehmen. Der havarierte Kutter hatte aus Sicherheitsgründen seine Maschine abgeschaltet und trieb nun manövrierunfähig auf der Ostsee. Vor dem Fischereihafen von Freest übergab die HEINZ ORTH die mit Atemschutzgeräten ausgerüsteten Feuerwehrleute auf den Havaristen.

Unterdessen war auch die EUGEN eingetroffen. Beide Rettungseinheiten begleiteten den kleinen Schleppverband nach Freest. Im dortigen Fischereihafen übernahmen die Freiwillige Feuerwehr Freest und die Wasserschutzpolizei Wolgast die weiteren Maßnahmen. Nach Angaben der Feuerwehr war der Schwelbrand schnell unter Kontrolle.

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