23.04.2021

NDR-Berichte über die Langeooger Seenotretter

Am Freitag, 23. April 2021, hat der NDR eine Weltsensation enthüllt: Ein Seenotrettungsboot der DGzRS ist am 1. Dezember 2020 von der Insel Langeoog zum Festland gefahren. Wow!

Eine freie Mitarbeiterin des Senders hat keine Kosten und Mühen gescheut, um nach tagelanger Recherche und Dienstreisen, ein (O-Ton) „… schlechtes Licht auf die DGzRS …“ zu werfen.
Transparent haben wir ihr den Grund für die in jeder Hinsicht korrekte Fahrt vom 1. Dezember, die natürlich kein Einsatz war, in einfachen Worten verständlich erklärt:

„Unser Seenotrettungsboot SECRETARIUS wurde zu keinem Zeitpunkt aus nicht-dienstlichen Gründen bewegt.

Neben Einsatzfahrten und Krankentransporten gibt es laufend Kontrollfahrten zur Instandhaltung der Technik und Fahrten zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft.

Da am 1. Dezember 2020 auf unserer Station Langeoog lediglich ein Bootsführer zur Verfügung stand, ist dieser mit dem Seenotrettungsboot nach Bensersiel gefahren, um dort nur wenige Meter vom Liegeplatz entfernt seiner beruflichen Tätigkeit als Angestellter der Inselgemeinde Langeoog nachzugehen. Anderenfalls hätte das Seenotrettungsboot stundenlang als ‚unklar‘ gemeldet werden müssen.

Über Fahrten zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft entscheiden unsere erfahrenen Besatzungen in eigener Verantwortung. Selbstverständlich ist die SEENOTLEITUNG (MRCC) BREMEN über jede Fahrt informiert.“

Das Seenotrettungsboot wurde also trotz knapper Personaldecke uneingeschränkt einsatzklar gehalten und zeitgleich wurde ein IT-Problem der Inselverwaltung zügig gelöst. Klasse!

Der Bootsführer hat an Bord der SECRETARIUS die DGzRS-Dienstkleidung getragen (ein Überlebensanzug ist bei Kontrollfahrten weder vorgeschrieben noch nötig) und dann an Land seine Dienstkleidung als Gemeinde-Mitarbeiter. So weit, so stinknormal.

Dass unser Bootsführer als IT-Mitarbeiter der Inselgemeinde Langeoog hier zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen hat, neudeutsch win-win genannt, skandalisiert die freischaffende Journalistin als „Wassertaxi“. Nochmal wow!

Solche Fahrten kann, muss und wird es im allseitigen Interesse auch in Zukunft geben! Entgegen der Radiobeiträge hat die Insel-Bürgermeisterin derlei Fahrten eben nicht „sofort untersagt“, sondern gut vier Monate nach der Fahrt lediglich eine versicherungstechnische Abgrenzung vorgenommen. Gut so.

Wir haben gerätselt, warum die Reporterin – außer für ein paar gebührenfinanzierte Euro Honorar – uns spendenfinanzierten Seenotrettern immer wieder vors Schienbein tritt. Die Antwort findet sich in einem Zeitungsartikel vom März 2021, in dem sie ebenso despektierlich wie unmissverständlich beschreibt, was sie von unserem ehrenamtlichen Engagement für die Gesellschaft hält: „Hobbyretter“.

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