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28.02.2017

Zwei Kraftpakete für neuen Seenotrettungskreuzer

Es sind wahre Kraftpakete: die zusammen 7,6 Tonnen schweren und mit ihren insgesamt 32 Zylindern fast 4.000 PS starken Motoren für den dritten Seenotrettungskreuzer mit Tochterboot der neuen 28-Meter-Klasse. Schiffbauer haben sie am Dienstag, 28. Februar 2017, auf der Fr. Fassmer-Werft in Berne-Motzen eingebaut.

Im Maschinenraum ist nicht viel Platz. Die Schiffbauer drehen, kippen und wenden den Steuerbordmotor, bis sie ihn am direkt zuvor eingebauten Backbordmotor vorbei auf das für ihn vorgesehene Fundament stellen können.

Das Spezialschiff mit der internen Bezeichnung SK 37/TB 41 ist für die Station Cuxhaven bestimmt. Nach seiner Ablieferung im Sommer 2017 soll es die viel befahrene Elbmündung sichern und die 1985 gebaute HERMANN HELMS ablösen. Dieses Revier gehört zu den am stärksten frequentierten Seeschifffahrtsstraßen der Welt. Die Taufe des dritten Neubaus der 28-Meter-Klasse ist für 10. Juni geplant.

Langsam bewegt sich der Hallenkran vorwärts. Viele Augenpaare sind auf seine 3,8 Tonnen schwere Fracht gerichtet. Es ist die Backbordmaschine für den dritten Seenotrettungskreuzer der neuen 28-Meter-Klasse. Das Typschiff hatten die Seenotretter zum 150-jährigen Bestehen Ende Mai 2015 auf den Namen ERNST MEIER-HEDDE getauft und auf Amrum stationiert. Ein zweiter Seenotrettungskreuzer dieser völlig neu konstruierten Klasse ist die neue BERLIN, die seit Anfang 2017 von Laboe aus die Kieler Förde sichert. Der Schiffstyp ist der leistungsfähige Nachfolger der bewährten 27,5-Meter-Klasse.

Vorsichtig bugsieren die Schiffbauer den Motor durch die enge Luke zum Maschinenraum. Dort werden die beiden fast 4.000 PS starken Maschinen den Seenotrettungskreuzer antreiben und auf bis zu 24 Knoten (ca. 45 km/h) beschleunigen. Es ist Zentimeterarbeit auf der Fassmer-Werft. Weder dürfen die Führungsleinen des Hallenkrans irgendwo anecken, noch darf die Backbordmaschine gegen den Leichtmetallrumpf stoßen.

Wie alle Rettungseinheiten der DGzRS werden auch SK 37 und sein Tochterboot im bewährten Netzspantensystem vollständig aus Aluminium gebaut, als Selbstaufrichter konstruiert und ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert. Freunde und Förderer der Seenotretter können auch für den jüngsten Neubau spenden, indem sie das Stichwort SK 37 online oder auf einer Überweisung angeben.

Ganz schön eng

Auch im Maschinenraum ist nicht viel Platz. Die Schiffbauer sind hoch konzentriert. Erst als die Backbordmaschine an ihrem Platz steht, lässt die Anspannung kurz nach. Geschafft. Fast. Jetzt ist der Steuerbordmotor an der Reihe.

Anfangs ist alles genauso wie bei seinem Zwilling – erst über der Luke zum Maschinenraum wird deutlich: Es ist jetzt wegen der bereits eingebauten Backbordmaschine noch enger. Die Schiffbauer drehen, kippen und wenden den Motor, bis sie ihn an seinem Zwilling vorbei auf den für ihn vorgesehenen Platz stellen können.

Die beiden Maschinen werden als kräftige Herzen zukünftig in dem neuen Seenotrettungskreuzer schlagen. Im Werft-Tagebuch der Seenotretter ist zu sehen, wie SK 37 entsteht.

Die Eckdaten der neuen Klasse:

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